„Sängerbund“ Überruhr veranstaltete mitreißendes Galakonzert

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Auftakt: Sängerbund singt "Festliche Stunden"
 
Führte durch das Programm: Ariane Raspe

Chor- und Sologesang, Kostüme, Lichteffekte, Orchestermusik und eine heitere Moderation – der MGV „Sängerbund“ Überruhr präsentierte seinen Gästen mehr als „nur“ ein Galakonzert und wurde damit seinem Motto: „An Tagen wie diesen..“ absolut gerecht.

Bereits Wochen zuvor hatte der Chor sein Festkonzert in der Presse beworben und auf die namhaften Solisten sowie das Orchester aufmerksam gemacht. Dementsprechend groß war am vergangenen Sonntag auch der Zuspruch des Publikums, welches dem Sängerbund einen ausverkauften Bürgertreff bescherte. Unter den Orchesterklängen von Ziehrers „Herrreinspaziert“ nahmen die Sänger auf der in buntem Licht getauchten Bühne Aufstellung. Nach den heiteren Eröffnungsworten des MGV-Ehrenvorsitzenden Heinz Tenbusch folgte sogleich ein zündender Auftakt durch den Gastgeber. Dem Wagnerschen „Matrosenchor“, begleitet von Ida Kubelke am Piano, folgte die schwungvolle „Tritsch Tratsch Polka“ von Strauß, bei der das Orchester brillierte. Mit „Dein ist mein ganzes Herz“ von Lehar und dem „Quando men vo“ von Puccini sangen sich zunächst der Tenor Uwe Buchman und Sopranistin Kerstin Steiner in die Herzen der Zuschauer. Bravo-Rufe und lautstarken Applaus erhielten auch die MGV Harmonisten, die im Zusammenspiel von Mundharmonikas und Panflöte Arrangements der Evergreens „Mull of Kintyre“ und „Spanish Eys“ vortrugen. Die „Bergischen Salonlöwen“ bewegten das Publikum ebenso zu Beifallsstürmen, beispielsweise mit dem „Ungarischen Tanz Nr. 5.“ von Brahms oder dem schwungvollen „La Cumparsita“ von Rodrigez. Unter der heiteren Moderation der jungen Schauspielerin Ariane Raspe wechselten Solisten und Orchester sowie der Chor immer wieder ab. Besonderen Applaus erhielten Chor, Chorsolist Harald Göbel und die Sopranistin Kerstin Steiner bei der Hymne „Ihr von Morgen“. „Gänsehautgefühl“ - so bezeichneten viele Gäste die Stimmung. Mit einem vielbeklatschten „Weibermarsch“ verabschiedeten sich Chor und Orchester dann zunächst in die Pause. Hier erwartete die Gäste ein reichhaltiges Speisen- und Getränkeangebot. Den zweiten Konzertteil begann der Chor mit Udo Jürgens „Schenk mir noch eine Stunde“ und dem Mottolied „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen. Hierzu übernahm Chorsolist Kurt Peters den Solopart und Lautstark stimmten hunderte Konzertbesucher den bekannten Refrain mit an. Der „musikalische Spagat“ war erfolgreich geglückt. Ein besonderes Tenor-Trio, gebildet von Harald Göbel, Kurt Peters und Uwe Buchmann, schmetterte danach gemeinsam mit Chor und Publikum den Evergreen „Ein Freund, ein guter Freund“. Buchmann hatte sich für diesen Vortrag kurzerhand einen Vereinssmoking des MGV ausgeborgt - eine besondere Geste an den Jubelchor. Die „Bergischen Salonlöwen“ und die „MGV Harmonisten“ ließen auch im zweiten Konzertteil ihre Instrumente erschallen. Mit „Im Prater blühn wieder die Bäume“ von Heymann oder mit der Harmonisten-Version von „Cant help falling in love“, bei der die von Jonny Schöler gespielte Panflöte besonders zur Geltung kam, hatten beide Ensemble den Nerv des Publikums getroffen. Lang anhaltender Applaus war das Ergebnis. Als dann Buchmann und Steiner die beiden Duette „Lippen schweigen“ von Lehar und Verdis „Libiamo“ sangen, brodelte der Saal vor Begeisterung. Einen deutlichen Schlussakzent setzte der Jubelchor gemeinsam mit Chorsolist Kurt Peters und Sopranistin Kerstin Steiner beim Abba-Klassiker „Danke für die Lieder“. Stehender Zwischenapplaus war zunächst der Lohn für die wochenlange Probenarbeit des Chores um Chorleiter Norbert Bunse. Doch das Konzert war noch nicht beendet. Nach heiteren Schluss- und Dankesworten an Chor und Künstler übergab der Ehrenvorsitzende noch einmal die Moderation an Ariane Raspe zurück, welche sogleich die Register Ihres Könnens unter Beweis stellen konnte. Mit zwei Couplets des bekannten Komponisten Otto Reuter brachte die Mimin die Zuschauer zum Lachen. Unterstützt wurde Sie dabei von Musikerkollege Christian Börsing am Klavier. Die kurze Gesangeinlage der Moderatorin nutzten die Sänger, um sich für das große Finale vorzubereiten. Verkleidet mit Melone, Pickelhaube, Schal, Zylinder und Schiebermütze verkörperte der Chor nun das Berlin der vorletzten Jahrhundertwende auf besondere Art und Weise. Gemeinsam mit Solisten und Orchester führten die Gastgeber nun das Liedermedley „Ein Abend bei Paul Lincke“ auf. Lautstark und unter mehrmaligem Zwischenapplaus ließen sich die Zuschauer bei den überaus bekannten Liedern mit einbinden. Stehend applaudierten die Gäste nach dem Schlussakkord und forderten lautstark Zugabe, die natürlich auch erfüllt wurde. Wieder einmal ist dem Überruhrer Männerchor ein besonderes Konzert gelungen. Doch lange wollen sich Sänger und Chorleiter nicht auf den Lorbeeren ausruhen, denn schon Anfang September 2017 will der MGV „Sängerbund“ mit seinem zweitägigen Chor- und Musikfestival erneut das Publikum zahlreich in den Bürgertreff locken. Dann natürlich mit einem neuen Programm. Übrigens: Herren mit Freude am Gesang und Stimme sind gerne eingeladen sich dem Überruhrer Männerchor anzuschließen. Geprobt wird dienstags zwischen 19:30 Uhr und 21:30 Uhr im Bürgertreff Überruhr.
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