Hunde vom HSV Kupferdreh helfen Tierheimkatze Luna

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Auf dem Vereinsgelände am Kupferhammer zeigten die Vierbeiner, aufgeteilt in drei Größenklassen, ihr sportliches Können. Foto: Hundesportverein Kupferdreh
 
Ab durch den Tunnel: Auch Sheltie Mona, die Hündin von Tierheimleiterin Bärbel Thomassen, machte ihre Sache beim Agility-Turnier des HSV Kupferdreh wirklich gut. Foto: HSV Kupferdreh

Kupferdreh. Zum Saisonstart beim Hundesportverein (HSV) Kupferdreh stand das traditionelle Agility-Turnier auf dem Programm. Letzteres konnte in diesem Jahr mit einer Besonderheit aufwarten: Statt Pokalen für die agilen HSV-Vierbeiner gab's eine Spende an das Essener Albert-Schweitzer-Tierheim.

Eigentlich hatten die Verantwortlichen damit gerechnet, dass die erste Prüfung in diesem Jahr unter angenehmen äußeren Bedingungen durchgeführt werden konnte. Der Wettergott hatte dann auch pünktlich zum Saisonstart ein Einsehen und schickte die ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf das Vereinsgelände am Kupferhammer.
Die empfindliche Rasenfläche trocknete noch rechtzeitig ab, so dass auch keine Rutschgefahr für Hundeführer und Hund bestand. Dennoch waren unkontrollierte Ausrutscher vereinzelt zu beobachten, gottlob blieben diese ohne Folgen für Mensch und Hund, so dass auch durch das Frühlingswetter angelockten Zuschauer und Freunde des Hundesports spannende Läufe in anspruchsvollen Parcouren sehen konnten.

Ausgebuchtes Hundesport-Turnier

Mit gemeldeten 100 Teams, startend in den drei Größenklassen und je drei Prüfungsstufen war das Turnier ausgebucht. Die Nachfrage nach einem Startplatz beim traditionsreichen Kupferdreher Hundesportverein war ungleich größer.
Den Teams war anzumerken, dass die Saison gerade erst begonnen hat, die fehlende Turniererfahrung zeigte sich durch Nervosität und Unsicherheit. Andere Teams zeigten sich allerdings bereits jetzt in bestechender Form.
In den technischen Disziplinen, den sogenannten A-Läufen, konnten nur 27 Teams ohne Disqualifikation bestehen, im Jumping waren es immerhin 52 von 100 startberechtigten Teams. Nicht alle Disqualifikationen hatten freilich ihre Ursache im extremen Führ-Stil. Vielfach lag es auch einfach an der Lebensfreude und dem Eifer der Vierbeiner oder an harmlosen Führfehlern der Hundeführer (HF), dass der angestrebte Erfolg ausblieb. Dennoch konnten in fast allen Prüfungsstufen Sieger beglückwünscht werden: A1 Mini: Monty mit HF Nina Megger, A 1 Midi: Jeannie mit HF Dirk Büdding, A 1 Large: Flöte mit HF Jessica Schmitz; A 2 Midi: Quieni mit HF Jürgen Brachvogel, A 2 Large: Pepper mit HF Petra Keiten; A 3 Mini: Simba mit HF Jasmin Wettläufer; A 3 Midi: Nico mit HF Kerstin Polkowski; A 1 Large: Henry mit HF Lisa Gardyanczik

Spenden statt Pokale!

Die Sieger durften in diesem Jahr „leider“ keine Pokale mit nach Hause nehmen, die Kupferdreher hatten beschlossen, stattdessen das Essener Tierheim (Tierschutzverein Groß-Essen e.V.) mit einer Geldspende zu unterstützen. Diese Entscheidung wurde von den meisten Teilnehmern mit großem Applaus und Zuspruch bedacht, zumal die Platzierten trotz der Entscheidung zu Gunsten der Spende eine goldene, silberne oder bronzene Medaille überreicht bekamen.

Zu ihrer Überraschung wurde Bärbel Thomassen, Leiterin des Essener Tierheimes und mit ihrer Sheltie-Hündin Mona ebenfalls Turnierteilnehmerin, im Rahmen der Siegerehrung aufgerufen und durfte die unverhoffte Spende übernehmen. Die Vereinsverantwortlichen wollten sich die Überraschung nicht nehmen lassen und hatten sich mit der frühzeitigen Bekanntgabe der Entscheidung zu spenden zurückgehalten, beabsichtigen aber auch zukünftig, die Turniere unter dem Motto „Spenden statt Pokale“ durchzuführen.

Hilfe für Katze Luna

Bärbel Thomassen teilte inzwischen mit, dass die Spende für die Behandlung der kleinen Luna eingesetzt würde. Luna ist eine kleine Katze, die in sehr kritischem Zustand im Tierheim abgegeben wurde. Die gesamte Milchleiste hatte sich bei der noch jungen Luna während ihrer ersten Rolligkeit entzündet. Eine erste OP ist erfolgt und Luna geht es mittlerweile deutlich besser, wie Martina Jügel, im Essener Tierheim zuständig für die Quarantäne- und Katzenstation, berichtet. „Luna erholt sich langsam aber sicher wieder“, so Martina Jügel. „Die Genesung kann aber noch einige Wochen dauern. Lunas Entzündung ist schon deutlich zurückgegangen. Nur wissen wir nicht hundertprozentig, ob man die letzten zwei Zitzen erhalten kann, oder ob diese amputiert werden müssen.“ Wenn alles gut gegangen ist, wartet schon ein richtiges Zuhause bei lieben Menschen auf die kleine Samtpfote.

Die Kupferdreher Hunde­sportler, die ihr großes Herz für Tiere eindrücklich bewiesen haben, würden sich für den Essener Tierschutz freuen, wenn sich noch Paten für die anderen Tierheimtiere finden würden und auf diese Weise zur Rettung der teilweise geschundenen Tiere beigetragen werden würde.

Nähere Informationen zu Spendemöglichkeiten für das Essener Tierheim unter www.tierheim-essen.org
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