Keine Angst vor Gemeinschaftsgärten!

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Gemeinschaftsgarten Überruhr (Foto: Inselgartenruhr)
Für viele Anwohner der Selbachstraße in Überruhr war die Ankündigung, dass im Antroppark eine Anlage für Gemeinschaftsgärten erschaffen wird, eine große Überraschung. Ein Artikel, der vor einiger Zeit das Vorhaben ankündigte, ist bei vielen Anwohnern gar nicht angekommen.

Als ein Schild auf die bevorstehende Gestaltung von Gemeinschaftsgärten zwischen zwei Bäumen erkennbar war, hatte es die Wirkung wie ein unerwarteter Sprung ins kalte Wasser. Die Irritation war erheblich und Anwohner, sowie Hundebeitzer trafen sich um ihrer Verwunderung Ausdruck zu verleihen.

Niemand wusste, wohin die Reise geht. Kommen nun private Fahrzeuge, LKWs und Gartenbaumaschinen? Wieviel Fläche wird beansprucht? Verschwindet der ganze Park? Woher bekommt man Wasser und sanitäre Anlagen? Ist nun Schluss mit dem Park als Ruhepunkt? Plötzlich standen viele unbeantwortete Fragen im Raum, die man im Vorfeld mit den Anwohnern hätte klären sollen. Dieses Versäumnis soll nun hier nachgeholt werden.

Vorab: Der Park wird nicht verschwinden und den Bürgern weiterhin zur Verfügung stehen. Hundebesitzer haben ebenfalls die Möglichkeit mit ihren Tieren Gassi zu gehen, wobei hier das Mitführen von Kotbeuteln und dessen Verwendung zwingend erforderlich ist. Etwa 10 Personen planen einen sanften Start bei einer relativ kleinen Fläche nahe dem Kinderspielplatz und Bolzplatz.
Viel mehr als 100 Quadratmeter sind zunächst nicht geplant.

Die Baumbestände verbleiben und es wird auch keine Zaunanlagen geben. Bürger, die in der näheren Umgebung keinen Garten haben, können hier unweit von der Haustüre - also zu Fuß, oder mit dem Fahrrad erreichbar - in den Minigärten werkeln. Man ist bestrebt, die Natur jenen näher zu bringen, die bislang nur wenig, oder kaum Bezug zur Natur entwickeln konnten. Das soll sich ändern. Kinder sollen nicht nur auf Fotos lernen, wie Gemüse wächst, sondern es auch sehen und anfassen können. So erfährt das Kind, aber auch der Erwachsene den Unterschied zwischen der Massenware aus dem Discounter
und der "handgemachten Kost."

Das befürchtete Horrorszenario wird also ausbleiben. Anwohner und Besucher sind bei dem Projekt gerne gesehen und man freut sich auf interessante Gespräche. Vielleicht trifft man sich ja in Zukunft und hilft sich untereinander? Dann wird auch jenen, die bislang nur Krawall machen, das Wasser abgegraben.

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Update: Am Mittwoch, den 19. Juli 2017 findet um 15:15 Uhr ein Treffen mit der Initiatorin und einem Vertreter von Grün und Gruga statt. Man trifft sich am Wendehammer der Selbachstraße. Interessierte Bürger sind dazu herzlich eingeladen!
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6 Kommentare
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 22.07.2017 | 22:35  
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 22.07.2017 | 23:55  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 23.07.2017 | 11:43  
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 23.07.2017 | 14:10  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 23.07.2017 | 18:15  
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 23.07.2017 | 22:27  
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