Kupferdreh ist nicht die Bronx

Anzeige
Lutz Manthey, Bodo Schäfersküpper und Gerhard Fleer (von links) berichteten über die Situation in Kupferdreh aus Sicht der Polizei und stellten ihre Arbeit als Dorfsheriffs vor.
Essen: Bürgerschaft Kupferdreh | Auch in Kupferdreh gibt es Verbrechen, wie überall. Doch ist der Stadtteil an der Ruhr ein heißes Pflaster oder eine grüne Insel? Welche Delikte kommen vor, welche Unterschiede gibt es zu anderen Stadtteilen? Zusammen mit der örtlichen Polizei informierte die Bürgerschaft Kupferdreh über solche Fragen, die sich sicherlich jeder Einwohner schon einmal gestellt hat. Das Wesentliche vorab: In Kupferdreh ist es nach Angaben der Polizei verhältnismäßig ruhig. Die beiden kupferdreher Polizisten Bodo Schäfersküpper und Gerhard Fleer sowie Lutz Manthey, Leiter des Bezirks- und Schwerpunktdienstes der Polizei, stellten dar, dass von den über 14.000 im vergangenen Jahr in Essen verübten Delikten lediglich 77 in Kupferdreh und 10 in Byfang begangen wurden. In Essen gab es im selben Zeitraum 624 Raubdelikte, davon vier in Kupferdreh und eines in Byfang. Gerhard Fleer stellte fest: „Im Vergleich zu meinen früheren Einsatzorten ist Kupferdreh eine Insel der Glückseligkeit. Hier wohnen eben nicht so viele schlimme Leute.“
Schnell entwickelte sich im Rahmen der Infoveranstaltung auch eine Diskussion über die Ausstattung der Polizei, sowohl in personeller als auch in Bezug auf Polizeiautos. Die zahlreichen Gäste teilten auch ihre persönlichen Erfahrungen ein und ließen sich erklären, warum der Einsatz wohl so und nicht anders verlaufen ist. Die Beamten stellten auch einige Praxisbeispiele vor, die die Arbeit der Polizei transparenter machten. Schäfersküpper: „Immer lieber 110 anrufen. Besser einmal zu viel als einmal zu wenig! Aber der beste Kommissar ist der Nachbar.“ Denn wenn man gegenseitig auf einander aufpasst und verdächtige Sachverhalte nicht einfach ignoriert, kann man Verbrechen auch vermeiden.
Interessant war auch die Darstellung der beiden „Dorfsheriffs“ Fleer und Schäfersküpper über ihre Arbeit im Stadtteil. Dabei steht nicht die Fahndung nach Verbrechen im Fokus, sondern echte Stadtteilarbeit wie Seniorenbetreuung, Schulwegsicherung oder Opfernachsorge. Dass die beiden Ihre Arbeit in Kupferdreh mögen, konnte man durchgängig spüren. Sie sind gern in ihrem Stadtteil präsent und sie sind bei den Menschen gern gesehen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.