Kupferdreh: Josef Kost erhält die Josef-Götte-Medaille für ehrenamtliche Verdienste

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Die Josef-Götte-Bürgermedaille ging an Josef Kost (Zweiter von links). Gratulanten waren Prof. Dr. Jürgen Gramke (links), OB Thomas Kufen (Dritter von links) und der erste Vorsitzende der Bürgerschaft Wolfgang Rüskamp (rechts). Foto: Lukas
 
Volles Haus beim Jahresempfang der Bürgerschaft Kupferdreh. Foto: Lukas
Essen: Bürgerschaft Kupferdreh |

Die Bürgerschaft Kupferdreh feiert beim traditionellen Jahresempfang ihr 120-jähriges Bestehen und verleiht die Josef-Götte-Medaille für besondere ehrenamtliche Dienste an Josef Kost.

Einst als „Verschönerungsverein“ gegründet, dann zum „Verkehrs- und Verschönerungsverein“ erweitert, kann die Bürgerschaft Kupferdreh in diesem Jahr auf eine 120-jährige Geschichte zurückblicken. Aus diesem Anlass waren an die 200 Gäste in die Räume des St.Josef-Gemeindeheims gekommen.
Der Festakt begann schwungvoll mit einem Intro des Singkreises Kupferdreh, die den Vormittag mit Songs wie „Rhythm of life is a powerful beat“ oder „You raise me up“ musikalisch begleiteten.
Wolfgang Rüskamp, erster Vorsitzender der Bürgerschaft, konnte reichlich Prominenz im Publikum begrüßen: MdB Matthias Hauer (CDU), die Mitglieder des Rates der Stadt Essen Janine Laupenmühlen (SPD) und Fabian Schrumpf (CDU) sowie Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel (CDU). Last but not least OB Thomas Kufen (CDU), der als Gastredner gekommen war, und Prof. Dr. Bernd Wassermann, Sohn des ersten Vorsitzenden in der Geschichte der Bürgerschaft. Wo Kupferdreh ist, ist auch immer Karneval dabei: Gilla Tüffers mit Ehemann Norbert vom Festausschuss Kupferdreher Karneval waren ebenfalls unter den geladenen Gästen.
Einzelne Schlaglichter auf die bewegte Historie der Bürgerschaft verschafften einen vielfältigen und teils amüsanten Einblick, als zum Beispiel 1932 der Baldeneysee Baldeneysee genannt wurde oder 1977 ein Nicht-Kupferdreher mit zwei Stimmen Vorsprung zum Vorsitzenden gewählt wurde und diese Wahl eine Welle der Empörung sowie Austritte aus dem Verein zur Folge hatte. Im Anschluss ließ Jürgen Gentzmer das vergangene Jahr Revue passieren, berichtete von der Sauber-Zauber-Aktion (ehemals Pico Bello), dem Engagement der Kupferdreher Bürger an der Dilldorfschule, den nachgeholten Rosenmontagszug sowie der Verlegung von Stolpersteinen im Gedenken an die Opfer des Nazi-Terrors.
Im Zentrum des Vormittags aber stand die Verleihung der Josef-Götte-Medaille für ehrenamtliche Verdienste. „Das Thema „Ehrenamtlichkeit“ war und bleibt immer ein Mittelpunkt des Jahresempfangs der Bürgerschaft Kupferdreh“, so Prof. Dr. Jürgen Gramke, Vorsitzender des Kuratoriums der Bürgerschaft Kupferdreh, in seiner Laudatio auf den Geehrten. In diesem Jahr gebührt die Medaille Josef Kost, langjähriger Wegewart und Wanderführer im Sauerländischen Gebirgsverein. Verantwortlich für das Anbringen und Erneuern von Wanderzeichen, die Pflege der Wanderwege, zum Beispiel das Entfernen von unliebsamem Wildwuchs, plant er als nächstes die Digitalisierung nicht nur der Kupferdreher Wanderwege. „Wegearbeit ist sehr wichtig - immer wieder treffe ich auf Wanderer, die nicht von hier sind“, so der Preisträger. Seine Frau Agnes begleitet ihren Mann als Wanderführerin und auch Tochter Alexandra teilt die Leidenschaft ihres Vaters. Zur Ehrung des Vaters war die ganze Familie gekommen, auch die beiden Söhne von Agnes und Josef Kost.
In diesem Jahr hielt kein geringerer als Thomas Kufen die Gastrede und überbrachte höchstpersönlich die Grüße der Stadt Essen an ihren verdienten Bürger. Er wertete ehrenamtliche Tätigkeit als wichtiges Fundament auf dem Weg zu mehr Respekt. Wo die Bürger in ihrer Freizeit mehr Verantwortung auch für andere übernähmen und sich intensiv mit dem Zusammenleben in ihrem Stadtteil identifizierten, entstünde Begegnung und Vertrauen, Vorurteile würden abgebaut. Nochmals lobte er in diesem Zusammenhang das ehrenamtliche Projekt an der Dilldorfer Schule. „So entsteht aus Fremdheit Chance, Neuheit und Gewinn statt Ablehnung, Angst und Gewalt.“ Auch der Oberbürgermeister konnte positive Bilanz aus Kupferdreher Sicht ziehen: Er traue sich hierher, da das Bürgeramt wieder geöffnet sei und der Karneval ein voller Erfolg gewesen sei. Er informierte zum Schluss seiner Rede darüber, dass die Umbaumaßnahmen am ZOB nun endlich in Gang kommen sollen, an deren Startschuss zuletzt niemand mehr so recht geglaubt hatte.
Kupferdreh hat also auch im kommenden Jahr viel vor, seien wir gespannt auf den nächsten Jahresrückblick!
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