MedienTreff Kupferdreh: Freude über Josef-Götte-Medaille

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Die neun Mitarbeiterinnen des MedienTreffs Kupferdreh freuten sich sehr über ihre Auszeichnung. Fotos: Lukas
 
Das Foto zeigt Prof. Dr. Jürgen Gramke (l.) und Prof. Heinrich Theodor Grütter (r.) mit sogenannten "Spendennägeln" aus dem alten Baubestand des Deilbachhammers. Die Nägel kann man bei der Bürgerschaft Kupferdreh für je 10 Euro erwerben. Der Erlös aus dem Verkauf unterstützt den Erhalt des Deilbach-Ensembles.

Die Bürgerschaft Kupferdreh feierte am vergangenen Sonntag ihren traditionellen Jahresempfang im katholischen Gemeindeheim am Heidbergweg. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch in diesem Jahr wieder die Josef-Götte-Medaille für ehrenamtliches Engagement vergeben. Der diesjährige Preisträger ist das neunköpfige Damenteam des Kupferdreher MedienTreffs (Monika Gerlach, Petra Osburg, Renate Bransmöller, Gabriele Heß, Doris Wleklinski, Christa Schnitzler, Christa Scholz, Gisela Wegerich und Sigrid Bonnekamp).

Die Begrüßungsworte richteten Wolfgang Rüskamp (Vorsitzender der Bürgerschaft) sowie Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel (CDU) an die rund 150 geladenen Gäste.
Für die musikalische Untermalung der Festveranstaltung sorgten wie bereits 2016 die Sängerinnen Deborah, Annika und Sarah von der Gruppe "D.A.S. bleibt". Mit tollen Stimmen und einer gekonnten Performance begeisterten sie die zahlreichen Besucher.
Als Gastredner konnte die Bürgerschaft Prof. Heinrich Theodor Grütter, Direktor des Ruhr Museums, gewinnen, der die Entwicklung des Deilbachhammers sowie dessen Bedeutung in den Fokus seines Vortrags legte.

Letzter authentischer Eisenhammer

"Wir waren nicht mehr überzeugt, dass die Sanierung des Deilbachhammer-Ensembles finanziell zu stemmen sei", so der Chef des Ruhr Museums. Doch nachdem die Sanierung des Kupferhammers erfolgreich abgeschlossen wurde und auch der Umzug des Ruhr Museums nach Zollverein vollzogen war, sei man frei für neue Aufgaben gewesen und hätte somit mit ganzer Kraft die Arbeiten im Deilbachtal und die Rettung des zweiten Ensembles angehen können. "Immerhin ist dies der letzte authentische Eisenhammer im Ruhrgebiet", betonte Grütter.
Besonders glücklich sei man darüber, dass die Arbeiten gut im Zeitplan lägen und man am 17. März vor Ort Richtfest feiern konnte. Doch es fehlen noch 40.000 Euro. Die NRW-Stiftung sei gewillt, mit 20.000 Euro das Projekt nochmal zu unterstützen, wenn durch bürgerliches Engagement die weiteren 20.000 Euro aufgebracht würden.
"Dass jemand mit so viel Motivationskraft, bürgerschaftlicher Verantwortung und Herzblut dabei ist, ist allen Beifall wert", so Prof. Dr. Jürgen Gramke, Vorsitzender des Kuratoriums der Bürgerschaft Kupferdreh, im Hinblick auf das Engagement von Professor Grütter.

Bürgerschaftliche Mitverantwortung

Bürgerschaftliche Mitverantwortung sei auch ausschlaggebend für die Wahl der diesjährigen Preisträgerinnen der Josef-Götte-Medaille gewesen, betonte Gramke des Weiteren in seiner Laudatio. Anschließend erfolgte die Ehrung der neun ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des MedienTreffs auf der Bühne des Gemeindeheims.
Die fleißigen Helferinnen arbeiten viermal die Woche ehrenamtlich und das "mit viel Charme und großem Engagement" - fast 4.000 Bücher, Hörbücher, DVDs werden registriert, sortiert und natürlich ausgeliehen. Doch dies ist nur ein Teil ihrer Arbeit. Sie gestalten ebenfalls Vorlesestunden für die Bewohner des Seniorenzentrums St. Josef und öffnen viermal im Jahr das beliebte Erzählcafé. Und auch für Kinder gibt es vor Ort diverse Angebote: Neben dem jährlichen Spielenachmittag für Grundschulkinder nutzen seit vier Jahren auch Vorschulkinder aller Kindergärten den MedienTreff: Im Rahmen der Bibfit-Aktion können sie hier ihren "Bibliotheksführerschein" machen. Und noch in diesem Monat wartet eine neue Veranstaltung auf die Kleinen: Zweitklässler können dann im Projekt "Wir werden 'Lesefüchse'" mitmachen. 

Infos zum MedienTreff Kupferdreh:

-Traditionell ist das Bücherangebot an Krankenhaus und Kirche angebunden. Bereits seit der Gründung des St. Josef Krankenhauses 1894 wurden durch die Ordensschwestern den Patienten Bücher angeboten.
-Nach der Eröffnung des Seniorenzentrums 1986 erhielt die Bücherei dort ihren festen Standort und einen eigenen Raum. Im Zuge des Um- und Neubaus des Seniorenzentrums wurde auch die Bücherei um einen Raum erweitert und komplett renoviert.
-Gleichzeitig wurde die Pfarrbücherei (KöB) von St. Josef in denselben Räumen untergebracht. Da sich beide Büchereien schon immer gegenseitig ausgetauscht hatten, bot sich nun ein Zusammenschluss geradezu an.
-So entstand der Kupferdreher MedienTreff. Heute erfolgt die Finanzierung durch die Contilia, die katholische Gemeinde, das Bistum Essen, die Bezirksvertretung VIII sowie durch Spenden. Alle Angebote sind für Leser und Besucher kostenlos. Infos zum MedienTreff
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