25 Jahre Umweltstiftung und ein mutiger Blick in die Zukunft

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Seine Festrede war Schluss- und Höhepunkt eines Kongresses, zu dem die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens eingeladen hatte: Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Horst Köhler (Foto: DBU)
 
Im Radialsystem in Berlin-Kreuzberg fand der Festakt 25 Jahre Umweltstiftung statt
Der Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Deutschen Umweltstiftung (DBU) unter dem Motto „Innovationen – Mit Mut in eine nachhaltige Zukunft“ fand großen Anklang bei fast 350 Beteiligten. Tagsüber diskutierten zahlreiche Akteure Neuerungen und Ziele zum Schutz der Umwelt: Nur entschlossenes Handeln und globale Kooperationen können die komplexen Aufgaben einer nachhaltigen Zukunft unseres Planeten lösen.

So trafen einander am Donnerstagabend in Berlin hochrangige Vertreter der Politik und des Umweltschutzes – darunter der ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Beglückwünschende Worte sagte der ehemalige Bundesfinanzminister und Gründungsvater der DBU, Dr. Theo Waigel, der „sich mit der Gründung der DBU damals etwas Schönes zwischen all dem Negativen gönnen wollte“ und das erfolgreiche Wachstum der Stiftung bis heute dankbar beobachtet.

Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der DBU, sprach sich für globale Kooperationen aus: Nur wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, lassen sich komplexe Aufgaben lösen, denn Umweltprobleme kennen keine Staatsgrenzen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Rita Schwarzelühr-Sutter, betonte, Umweltpolitik sei heute Gesellschaftspolitik und die Einhaltung ökologischer Grenzen sei eine Zukunftsverpflichtung, wie es die Agenda 2030 vorsieht.

Mitreißende Rede eines ehemaligen Bundespräsidenten

Prof. Dr. Horst Köhler, Bundespräsident a.D. fand in seiner Festrede klare Worte, das Publikum dankte mit begeisterten Standing Ovations. Neben angemessener Kritik vermittelte er abschließend auch Worte des Mutes und der Hoffnung. Die digitale Transformation werde dieses Jahrhundert grundlegend prägen. Dieser Wandel biete große Chancen, aber auch harte Proben, denn Wirtschaft und Gesellschaft verändern sich heute sehr schnell, so der ehemalige Politiker. Erst einmal müsse jedoch die Gegenwart verstanden werden, um die Zukunft nachhaltig zu gestalten. Die Industrieländer sollen mit der Transformation beginnen, denn sie stehen in großer Verantwortung. Bisher haben sie aus der ungleichen Verteilung der natürlichen Ressourcen ausreichend Vorteile gezogen.
Nachdenklich machte Köhler ebenso das Klimaschutzprogramm, es sei nicht mehr ehrgeizig, sondern nur noch geizig. Deutschland habe einige wichtige Innovationen verschlafen, als Automobilhersteller beispielsweise an Methoden der Schadstoffmanipulation tüftelten – anstatt Alternativen wie die Elektromobilität weiter voranzubringen. Er endete mit einem Appell an die Politik und jeden Einzelnen. Alle haben die Verantwortung, künftigen Generationen ein Leben in Würde zu ermöglichen, ohne den Planeten zu zerstören. Dies könne mit dem aktuellen Wohlstands- und Wachstumsmodell der Industrieländer kaum gelingen. Würden alle Menschen konsumieren wie die Europäer und Amerikaner, bräuchten wir drei oder vier Planeten in Reserve …

So lautete die zusammenfassende Aufforderung an die Festteilnehmer: Die große Transformation mitten im Klimawandel braucht vielfältige Innovationen – wir alle müssen daran arbeiten und können nur besser werden!
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