Es kommt die Zeit zum " Süßholz raspeln "

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Ach, unsere Dichter: wie ihnen die schönen Worte schmelzend von den Lippen fallen, wie fein sie das Süßholz zu raspeln verstehen, wie sich ihre Stimmen in betörenden Melodien heben und senken, wie sie die Augen bescheiden zur Erde wenden und ihre Hände in zarter Gebärde schalengleich aneinanderlegen!

Die Wurzel des Süßholzes galt vor 2.000 Jahren als Durstlöscher und als Mittel gegen Geschwüre. Moderne Nachweisverfahren ergaben, dass der Wirkstoff (Glycyrrhizinsäure) menschlichen Hormonen ähnelt, die sowohl die Heilung von Geschwüren als auch die Wasserausscheidung regulieren können. Der Spruch vom Süßholz raspeln kommt daher, dass man früher aus geraspeltem Süßholz nicht nur Drogen, sondern auch Süßwaren herstellte.

Bis heute wird daraus Lakritze gemacht. Da Süßes früher reiner Luxus war, ließ sich damit leicht jemand "becircen".
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5 Kommentare
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Nicole Altmeyer aus Witten | 17.09.2013 | 20:43  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 17.09.2013 | 21:03  
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Thomas Ruszkowski aus Essen-Ruhr | 17.09.2013 | 21:24  
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Myriam Weskamp aus Castrop-Rauxel | 17.09.2013 | 22:00  
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Dagmar Drexler aus Wesel | 18.09.2013 | 01:10  
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