Essener Grundschüler pflanzen Bäume in der Heisinger Ruhraue

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An der Baumpflanzaktion waren jeweils eine Klasse der Carl-Funke-Schule und der Schule am Wasserturm und einzelne Schüler der Georgschule beteiligt. (Foto: Georg Lukas)
 
An der Baumpflanzaktion waren jeweils eine Klasse der Carl-Funke-Schule und der Schule am Wasserturm und einzelne Schüler der Georgschule beteiligt.

Weg mit der giftigen Herkulesstaude, Platz für heimische Laubbaumarten: Im Naturschutzgebiet Heisinger Ruhraue sollen bis zum Sommer insgesamt 750 neue Bäume stehen. Bei dem Projekt im Rahmen Grüne Hauptstadt Europas haben Grundschüler aus Essen ihre Hände im Spiel.

(Alle Fotos von Georg Lukas.)

Den Anfang machten jetzt rund 60 Jungen und Mädchen aus Heisingen und dem Südostviertel. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Kufen, Dr. Peter Keil (Geschäftsführer der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet), Umweltdezernentin Simone Raskob und Julian Dee aus Großbritannien, Initiator der Initiative "One Tree per Child", pflanzten die Kids jetzt die ersten 75 Bäume.
Nahe der Gaststätte Rote Mühle machte sich die Gruppe auf den Weg, stampfte über einen Trampelpfad aufs Gelände. Sie setzten die jungen Bäumchen Stück für Stück in den feuchten Boden. Eingesetzt wurden typische Auebäume, wie beispielsweise Hainbuchen, Eichen, Ulmen und Wildäpfel. Zehn verschiedene heimische Laubbaumarten sollen in der Ruhraue in den kommenden Jahrzehnten wachsen und für mehr Artenvielfalt - im Pflanzen- wie im Tierbereich - sorgen. „Zudem wird so auch die giftige Herkulesstaude, die sich besonders am Ruhrufer ausbreitet, zurückgedrängt“, erläuterte Stephan Müller, Mitarbeiter der Biologischen Station, ein weiteres Ziel.

Initiative von Olivia Newton-John

Logisch: Das Naturschutzgebiet ist für Radler, Spaziergänger und Gassigeher Tabu. Die kleinen Baumpflanzer sind dagegen auf Einladung aber willkommen. Sie können dann selbst feststellen, wie prächtig sich der von ihnen eingesetzte Baum entwickelt.
Weitere Aktionen mit Schülern und Schülerinnen aus Essen sind im Rahmen der Grünen Hauptstadt geplant.
Die Aufforstung des Auenwaldes war der Auftakt für die Kooperation der Grünen Hauptstadt Europas mit der internationalen Initiative „One tree per child.“ Ihr Ziel ist es, dass weltweit jedes Grundschulkind einen Baum pflanzt. „Essen ist die erste Stadt Deutschlands, die mit ‚One Tree Per Child‘ zusammen arbeitet. Ich freue mich sehr auf weitere gemeinsame Aktionen in unserem Grüne Hauptstadt-Jahr“, sagte Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas- Essen 2017.
Weltweit kooperieren Julian Dee und sein Team mit Kommunen und Schulen. Projekte gab es beispielsweise bereits in Australien, in den Niederlanden oder in Ruanda. Auch in Bristol, der Grünen Hauptstadt Europas im Jahr 2015, pflanzten zahlreiche Kinder Bäume. Und nun auch in Essen: Schülerinnen und Schüler der Carl-Funke-Schule, der Georgschule und der Schule am Wasserturm unterstützten die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet dabei, die ersten Bäume einzusetzen.

Kurz-Infos
- Die Aufforstung der Heisinger Ruhraue ist ein Projekt im Rahmen von Grüne Hauptstadt Europas - Essen 2017.
- Sie verbindet sich mit der internationalen Initiative "One tree per Child".
- Die Schauspielerin und Sängerin Olivia Newton-John ("Grease") und der australische Moderator und Journalist John Dee haben diese Initiative ins Leben gerufen.
- Dessen Bruder Julian Dee war aus England angereist, um an der Aktion in Essen teilzunehmen.
- Es wird in der Ruhraue weitere Aktionen mit Grundschülern geben.
- Weitere Informationen zur Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 unter www.essengreen.capital

Alle Fotos von Georg Lukas.
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