Nichts für Kinder: Der Blauregen am Kupferdreher Markt

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So sieht eine Hülse vom Blauregen aus
Der Blauregen (Wisteria sinensis) ist eine wunderschöne Pflanze, die nun schon seit längerer Zeit den Randbereich des Kupferdreher Marktes schmückt. Neben den blauen Blüten, bietet die Pflanze noch eine weiße Variante (Wisteria sinensis alba).
Die zu der Familie der Hülsenfrüchtler gehörende Pflanze hat aber einen kleinen Nachteil, den insbesondere Eltern berücksichtigen sollten. In allen Teilen des Blauregens findet man Alkaloide, in Wurzeln und Rinde befindet sich ein giftiges Glykosid mit dem Namen Wistarin. In den Hülsen, sowie im Samen findet man den Wirkstoff Lektin.
Im Regelfall wissen Eltern, dass man Kindern deutlich klar macht, keine Pflanzen in den Mund zu nehmen, oder gar zu essen. Derzeit fallen aber die Hülsen des Blauregens, den man auch als Chinesische Wisterie kennt, auf den Boden und könnten zu einer Versuchung für die ganz kleinen Kinder werden. Zum Glück sind die Hülsen im Geschmach bitter und herb, was von einem Verzehr abhält.
Es gibt aber in diesem Zusammenhang keinen Grund in Panik oder blinden Aktionismus zu verfallen, um Pflanzen wie den Blauregen zu entfernen.

In der Natur gibt es eine Fülle von giftigen Pflanzen, deren Wirkung natürlich in Abhängigkeit zu der Dosis steht, die einem Körper zugeführt wurde. Im Regelfall ist der Straßenverkehr für unsere Kinder um ein vielfaches gefährlicher. Dennoch macht es Sinn, sich etwas Zeit zu nehmen, um Kinder in aller Ruhe auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen. Hierzu bietet sich zum Beispiel ein Spaziergang an, denn Aufklärungsarbeit zwischen Tür und Angel ist selbstverständlich ohne einen positiven Effekt.

Es könnte Sinn machen, mit dem Beispiel Blauregen auf dem Kupferdreher Markt zu beginnen, denn die Natur bietet in der freien Landschaft weitaus giftigere Pflanzen an. Insbesondere Nachtschattengewächse wie die schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna) gehören dazu. Wenn man dieses Beispiel zu drastisch findet, so sollte man wissen, dass auch Kartoffeln und Tomaten zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae) gehören und sehr giftig sind, wenn man das Laub, oder die unreife Frucht/Knolle verzehrt.

Man kann sich also auf folgendes Fazit einigen: Keine Angst vor den Pflanzen am Markt, im Garten, Haus oder Natur! Aufklärungsarbeit kann spielerisch erfolgen und sehr viel positives bewirken. So kann man ohne große Sorgen in ein buntes, blütenreiches neues Jahr 2013 gehen!
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5 Kommentare
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ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 30.12.2012 | 20:42  
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Edith Schülemann aus Oberhausen | 30.12.2012 | 21:03  
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 30.12.2012 | 21:39  
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Dagmar Drexler aus Wesel | 30.12.2012 | 22:05  
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 31.12.2012 | 14:01  
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