Bezirksvertetung fördert Kulturlandschaft Deilbachtal

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Das Hammergebäude in der Kulturlandschaft Deilbachtal
In der letzten Haushaltssitzung hat die Bezirksvertretung Ruhrhalbinsel entschieden, den Erhalt und die Sanierung der Kulturlandschaft Deilbachtal anzustoßen und zu unterstützen.

„In der Dezembersitzung 2012 haben wir auf Antrag der CDU mit Mehrheit beschlossen, dass die Stadt einen Sachstandsbericht zur Ziegelei Vossnacken und zum Ensemble des Deilbachhammers vorlegt“, berichtet der Kulturbeauftragte der Bezirksvertretung VIII, Wilhelm Kohlmann (CDU). Die Stadt solle endlich konkrete Pläne vorlegen, wie sie das kulturelle Erbe der Industrielandschaft erhalten will.

Zwei neue Gutachten

„Die Stadt hat reagiert und daraufhin zwei Büros mit der Erstellung von Gutachten beauftragt“, erläutert Kohlmann weiter. In einem sollen unter anderem die wasserwirtschaftlichen Möglichkeiten des Deilbaches mit Mühle und Hammer ausgelotet werden. Ein weiteres Gutachten wird sich mit der Instandhaltung des Deilbachhammerensembles befassen.
„Nur wenn zeitnahe Beurteilungen vorliegen, ist der Regionalverband Ruhr bereit, Fördergelder zur Verfügung zu stellen“, beschreibt Achim Mikuscheit von der Stadt Essen in der Haushaltsdebatte die Situation. Kosten für die zwei neuen Gutachten: rund 30.000 Euro, wovon die BV VIII 14.000 Euro übernimmt (der RUHR KURIER berichtete).
„Wir haben uns schweren Herzens entschlossen, die Hälfte der Kosten für die Gutachten zu übernehmen“, begründet Wilhelm Kohlmann die interfraktionelle Entscheidung. „Wir Kupferdreher sind unseren Kollegen und Kolleginnen aus den anderen Stadtteilen überaus dankbar, dass sie unser Anliegen unterstützen und somit die Hoffnung nähren, dass endlich etwas Konkretes in Gang gesetzt wird“, so der Kulturbeauftragte.
„Allerdings“, führt Kohlmann weiter aus, „sollte die Bezirksvertretung dabei in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Es kann ja nicht sein, dass wir nur als Zahlmeister gut sind und ansonsten vor vollendete Tatsachen gestellt werden“. Die in Aussicht gestellten Fördermittel würden ohnehin nur einen Teil der Kosten für die Sanierung und den Erhalt des Denkmals abdecken, weiß der Kulturbeauftragte. „Dafür sind Gesamtkosten in Höhe von 3,5 Millionen in den Raum gestellt worden, die die Stadt ohne zusätzliche Investoren alleine sowieso nicht stemmen kann.“
„Dabei immer gebetsmühlenartig auf die internationale Bedeutung des Objektes hinzuweisen, hilft auch nicht weiter und dies sind meist doch nur Lippenbekenntnisse ohne konkreten Hintergrund. Wir hoffen natürlich, dass mit den Gutachten ein erster Schritt in Richtung auf die konkrete Umsetzung der Sanierung getan ist und sich endlich eine positive Entwicklung für das Deilbachtal abzeichnet,“ fasst Wilhelm Kohlmann zusammen.
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