Bundestagswahl: Streitfrage der Woche - "Familien sichern die Zukunft unseres Landes. Wie wollen Sie Familien zukünftig besser unterstützen?"

Anzeige
Janina Herff, DIE LINKE
 
Matthias Hauer, CDU

Bis zur Bundestagswahl wird der STADTSPIEGEL ESSEN wöchentlich eine "Streitfrage der Woche" an die Essener Bundestagskandidaten stellen.
Die erste Frage lautet: "Familien sichern die Zukunft unseres Landes. Wie wollen Sie Familien zukünftig besser unterstützen?"

Matthias Hauer (CDU): Ehe und Familie sind die Grundlagen unserer Gesellschaft. Sie verdienen unseren besonderen Schutz. Anders als Rot-Grün will ich das bestehende Ehegattensplitting erhalten und weiterentwickeln. Mit höheren Kinderfreibeträgen ist es um ein Familiensplitting zu ergänzen. Die CDU bevormundet die Menschen nicht, sondern unterstützt vielfältige Lebensentwürfe: Statt SPD-Kita-Zwang soll jede Familie frei entscheiden können, ob ein Kind in die Kita geht oder in dieser Zeit zuhause erzogen wird. Der Staat muss die Voraussetzungen schaffen, dass die Familien dies selbst frei entscheiden können.

Petra Hinz (SPD): Die SPD wird Familien stärken - niemand soll zwischen Kind oder Beruf wählen müssen. Durch eine fami-lienfreundliche Arbeitswelt - mit der Chance zur zeitlich befristeten Reduzierung der Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich und Rechtsanspruch auf Rückkehr in Vollzeit. Ein flächendeckendes Angebot an Ganztagskitas und -schulen, damit alle Kinder die gleichen Chancen haben. Ein „Neues Kindergeld“, das Eltern mit geringem oder mittlerem Einkommen monatlich bis zu 140 Euro pro Kind zusätzlich gibt. Die Stärkung Alleinerziehender und ein nach schwarz-gelben Kürzungen wieder gestärktes Elterngeld. Und natürlich die Abschaffung des Betreuungsgeldes.

Kai Gehring (Grüne): Familie ist da, wo Kinder sind. Wir wollen Kinder besser fördern und die Vielfalt der Familienformen unterstützen.
Mit chancengerechter Bildung, fairem Lohn und unserer Kindergrundsicherung wollen wir Kinderarmut bekämpfen - jedes Kind ist uns gleich viel wert!
Um Familie und Beruf besser zu vereinbaren, wollen wir deutlich mehr gute Kita-Plätze und Ganztagsschulen schaffen. Das Betreuungsgeld soll wegfallen: Es hält Kinder von Kitas fern und zementiert alte Rollenmuster zwischen Mann und Frau. Durch eine familienfreundlichere Arbeitswelt geben wir Familien mehr Zeit füreinander. Ich kämpfe für Chancen für alle!

Petra Hermann (FDP): Wir wollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Wer für andere Menschen Verantwortung übernimmt, soll das nicht um den Preis eigener Chancen tun müssen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, in Zukunft flexiblere Arbeitszeitgestaltungen in Unternehmen weiter zu erleichtern. Das wird aufgrund der demographischen Entwicklung besondere Bedeutung haben.Wir müssen die Inanspruchnahme des Elterngeldes durch bessere Teilzeitmöglichkeiten weiter flexibilisieren. Familienpolitische Leistungen sollten so ausgestaltet werden, dass wenig Geld für Bürokratie auf der Strecke bleibt und der Mitteleinsatz effizienter wird.

Janina Herff (DIE LINKE): Schwarz, Gelb, Rot, Grün haben Geld für die Banken- 350 Mrd., Betreuungsgeld- 13 Mrd., Rüstungsausgaben -17 Mrd…
Schluss damit!
Sozial gerechte Familienpolitik heißt für DIE LINKE: Wir brauchen existenzsichernde Erwerbsarbeit, die Zeit für Kinder und Familie lässt, einen gesetzlichen Mindestlohn von mind. zehnEuro, ausgeweitete Arbeitnehmerrechte für Eltern, ein Recht auf Teilzeitarbeit und Ausbildung.
Gebührenfreie und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung in Kitas und Schulen, existenzsicherndes Elterngeld, armutsfeste Grundsicherung, Steuererleichterung für Familien und nicht nur für Ehepaare.

Wilfried Adamy (Piraten): Herdprämie, Ehegattensplitting müssen abgeschafft werden. Rechtlich gesehen muss der Begriff Ehe durch die eingetragene Partnerschaft ersetzt werden, so dass der Vielfalt der Lebensentwürfe und damit viele denkbare Formen des Zusammenlebens normal sind. Lebensgemeinschaften in denen Kinder aufwachsen oder Menschen gepflegt werden, verdienen einen besonderen Schutz und Unterstützung durch den Staat und die Gesellschaft. Gerade Familien, die sich für Kinder entscheiden, darf kein Nachteil entstehen, nur weil sie einen Teil ihrer Lebenszeit den Kindern widmen. Auch Betreuungs- und Bildungsangebote müssen flexibler sein und kostenfrei allen zur Verfügung stehen.
1
0
5 Kommentare
874
Otto Reschke aus Essen-West | 28.08.2013 | 16:40  
874
Otto Reschke aus Essen-West | 30.08.2013 | 08:43  
874
Otto Reschke aus Essen-West | 30.08.2013 | 08:43  
874
Otto Reschke aus Essen-West | 30.08.2013 | 09:50  
2.717
Hermann Schmidt aus Essen-West | 30.08.2013 | 16:38  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.