Burkaverbot kriminalisiert die Falschen

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Burka-Verbot kriminalisiert die Falschen


"Wer Niqab und Kopftuch trägt, will der Gesellschaft seine politische und religiöse Weltanschauung aufzwingen" (Leserbrief 10.12.14)?
Da fällt mir die Mutter Maria ein, die gerade jetzt zur Weihnachtszeit an Krippen sitzend zu sehen ist – traditionell verhüllt mit einem tschadorähnlichen Gewand. Ganzkörperverhüllung, insbesondere die mit verstecktem Gesicht, ist eine besonders barbarische Form der Unterdrückung und Erniedrigung der Frau, egal wo auf der Erde und in welcher Religion. In den staatsislamistischen Ländern, wo Frauen sich per Gesetz verschleiern müssen, werden sie bedroht und verfolgt, wenn sie es nicht tun. Und jetzt sollen sie in Deutschland ins Gefängnis kommen, weil sie es tun? Das kriminalisiert und diskriminiert allein die Frauen und löst kein einziges ihrer Probleme.
Übrigens: Auch die Staatsgewalt in Form von Polizei in voller Kampfmontur ist ganzkörperverschleiert…
Wir sollten den Frauen helfen, sich aus solchen Ketten zu befreien. Die Vereinbarung in einer Essener KITA mit einer Burka-Trägerin, den Gesichtsschleier in einem gesonderten Raum abzulegen, damit sie als Mutter ihres Kindes erkannt werden kann, ist ein Schritt dahin. Oder der Patriarch muss sein Kind selbst abholen?
Aiman Mazyek, Chef des Zentralrats der Muslime, bringt das wirkliche Problem auf den Punkt: "Die Burka ist unser geringstes Problem. Solange bestens qualifizierte Migrantinnen keinen Job finden, nur wegen ihres fremden Namens oder Aussehens, sollten wir die Integrationsprobleme in der richtigen Reihenfolge anpacken: Erst weg mit Diskriminierungen, dann löst sich das Thema Burka, das ohnehin ein Randthema ist, von selber..."
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1 Kommentar
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Erich Marré, M.A. aus Essen-Ruhr | 17.12.2014 | 15:09  
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