CDU-Fraktion: Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen als letzte Option

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Ratsherr D. Kalweit: In diesem Jahr sollen ca. 450.000 Asylbewerber nach Deutschland kommen, so die Prognose des zuständigen Bundesamtes (BAMF). Mehr als 70 Prozent der Asylbewerber in Essen kommen aus sog. sicheren Herkunftsländern und haben keine Perspektive auf ein Asylrecht in Deutschland. Diese müssten nach Abschluss des Rechtsverfahrens zwingend zurückgeführt werden um Platz zu haben für die Flüchtlinge, die politisch verfolgt sind.
Die CDU-Fraktion weist die Kritik von Pro Asyl, man habe bei der Frage zur Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen nicht vorausschauend und rechtzeitig gehandelt, mit Nachdruck zurück. Gerade aufgrund der hohen Quote bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnungen, konnte bisher von einer Unterbringung in Turnhallen abgesehen werden.


Hierzu Dirk Kalweit, stellvertretender Vorsitzender und integrationspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:

„Die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen ist für uns die letzte Option. Die Stadt Essen wird in diesem Jahr rund 2.900 weitere Flüchtlinge in Essen aufnehmen müssen. Dies bedeutet mehr als eine Verdoppelung der bisherigen Zahlen. Bereits im Jahre 2014 ist die Zahl der Flüchtlinge im Vergleich zu 2013 in Deutschland um 60 Prozent gestiegen. Von 2014 auf 2015 wird sich die Steigerung nochmals um über 100 Prozent erhöhen. Wahr ist auch, dass die Stadt Essen Flüchtlinge mit einer Bleiberechtsperspektive in erste Linie in Wohnungen untergebracht hat, um ihnen die Integration zu erleichtern. Darüber hinaus weist Essen eine höhere Unterbringungsquote in Wohnungen auf als andere Kommunen. Aus diesem Grunde konnte trotz einer weiter steigenden Zahl von Flüchtlingen bisher auf die Unterbringung in Turnhallen gänzlich verzichtet werden. Dies ist auch weiterhin unser Ziel.“


Siegfried Brandenburg, sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion ergänzt:

„Der Sport spielt für die Integration eine besondere Rolle. Integration und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wird in vielen Sportvereinen selbstverständlich praktiziert. Als Beispiel sei die Initiative des FC Stoppenberg genannt, Flüchtlinge zum regelmäßigen Fußballtraining einzuladen. Eine Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen hätte zur Folge, dass Sportvereinen alternative Trainingsmöglichkeiten angeboten werden müssten. Dies gilt es zu vermeiden.“
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4 Kommentare
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Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 21.06.2015 | 15:13  
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 21.06.2015 | 23:37  
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Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 22.06.2015 | 17:38  
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 22.06.2015 | 19:21  
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