Essener Bürgerinitiativen demonstrierten gegen Landfraß

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Essener Bürgerinitiativen demonstrierten gegen Landfraß
Am heutigen Samstag trafen sich die Essener Bürgerinitiativen zu einer Demonstration gegen Unterkünfte für Flüchtlinge in Landschaftsschutzgebieten. Man ist sich darüber einig, dass man Flüchtlingen helfen soll und muss, aber eben nicht auf Kosten unserer Landschaft. Der Bau von festen Unterkünften und in der Folge eine spätere, dauerhafte Wohnbebauung steht als Kritikpunkt ganz oben zur Diskussion.

Wertvolles Bauland durch die Hintertüre


Der Stadtverwaltung wird vorgeworfen, durch fragwürdige Methoden an wertvolles Bauland zu gelangen, dass man schon in der Vergangenheit immer wieder nutzen wollte. Von Seiten der Bürgerinitiativen wird dem Oberbürgermeister der Stadt Essen, Thomas Kufen, sowie dem Stadtdirektor Hans-Jürgen Best, der Vorwurf gemacht, die Flüchtlingsproblematik dazu zu missbrauchen, um durch die Hintertüre lukrativen Wohnraum zu schaffen.

Wenigstens 1000 engagierte Essener Bürger fühlen sich nun dem Landschaftsschutz verpflichtet und haben dieses Bestreben heute nochmals deutlich zu Gehör gebracht. An Aufgeben ist nicht zu denken. Man präsentierte sich kämpferisch und scheut auch keinesfalls davor zurück, juristische Schritte in die Wege zu leiten. Diese befinden sich schon in entsprechender Vorbereitung.

Der Sprecher der Bürgerinitiative „Haarzopf/Fulerum sagt Nein“, Daniel Reinhardt, sagte: „Von den Grünflächen der Essener Randlagen, die die grüne Lunge unserer Stadt darstellen, profitieren wir alle, egal wo wir in Essen ansässig sind.“ Bei den Bürgerinitiativen handelt es sich um ein Zusammenschluss von Bürgern aus Überruhr, Haarzopf/Fulerum, Hexbachtal, Horst, Fischlaken und Schuir, die sich vehement gegen die Pläne der Stadt Essen wehren. Es wird die Bebauung jeglicher unversiegelter Flächen, ganz gleich wo diese liegen, kategorisch abgelehnt.

"Nicht mit uns"

Immer wieder hört man Rufe wie „nicht mit uns“ aus der Masse, wenn die Vorhaben der Stadtspitze beschrieben werden. Man geht sogar noch weiter und droht mit einer Abstrafung bei den nächsten Kommunalwahlen, wenn die wertvollen Landschaftsteile der Stadt Essen „rücksichtslos vernichtet“ werden sollten. Daniel Reinhardt nahm kein Blatt vor dem Mund und sagte, dass es eine menschenverachtende Instrumentalisierung derer ist, die unseren Schutz und Hilfe benötigen.

Die Zielsetzung ist und bleibt der Erhalt unserer Natur, den lebenswichtigen Frischluftschneisen und nicht zuletzt der Lebensqualität aller Bürger dieser Stadt. Hier werden jene, die da kommen um bei uns eine Zukunft anzustreben, nicht ausgeklammert. Die Demonstration verlief insgesamt friedlich und wurde zu deren Schutz von der Polizei begleitet, der man hier einen besonderen Dank aussprach.
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2 Kommentare
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 20.02.2016 | 21:25  
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 25.02.2016 | 23:25  
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