Madeleine-Prozess: Missbrauch von Abhängigen ist immer Gewalt!

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Leserbrief zum Prozessbericht auf westen.de „Mord an Madeleine W. - noch keine
Entscheidung zum Prozess“, 7.1.15

Madeleine Prozess: Missbrauch von Abhängigen ist Gewalt

Der Stiefvater und Mörder der jungen Mutter Madeleine kein Vergewaltiger? Eine Wiederholungstat nach Haftentlassung eher unwahrscheinlich?

Courage Essen hat in ihrem 2. Offenen Brief an die Staatsanwaltschaft kritisiert „...Unserer Auffassung nach geht es bei der momentanen Rechtsprechung mehr um Täter- als um Opferschutz. So wies die Staatsanwaltschaft Essen unsere heftigen Vorwürfe wegen der schleppenden Ermittlungen zurück: ‚Bei dem sexuellen Missbrauch von Madeleine, seit sie 14 Jahre alt war, habe der Stiefvater keine körperliche Gewalt gegen sie angewendet.‘

Vergewaltigung ist ein Verbrechen. Missbrauch von Abhängigen ist immer Gewalt und mit Angst und psychischen Schäden verbunden!“

Die Psychiaterin Saimeh bescheinigte Günther O. „ er sei ein ausgesprochen machtbesessener, dominanter Mensch, der sein Umfeld rücksichtslos kontrolliere und sich nicht an Regeln halte, wenn sie ihm lästig sind.“ Aber „dass er noch einmal töten werde, stufte sie als eher unwahrscheinlich ein. Auch als Vergewaltiger sah sie ihn nicht: „Das geht gegen seine persönliche Ehre.“

Wie bitte? Wie kann man einem solch brutalen Mörder und Vergewaltiger, der mit Vorsatz und ausgeklügeltem Plan seine Ziele bis zum Mord an seiner Stieftochter und Mutter seines Kindes über mehrere Jahre verfolgte, eine „Ehre“ bescheinigen?

Wie kann man übersehen, dass er die Verfolgung Madeleines, nachdem sie ihn angezeigt hatte und sich vor ihm versteckte, damit begründete, dass er ihre gemeinsame Tochter haben wollte? Madeleine wollte ihrer Tochter ein Schicksal wie ihr eigenes ersparen! Wie kann man unterstellen, dass er dieses Ziel aus dem Auge verlieren würde, einer, der nichts zu verlieren hat, aber immer gewinnen will?

Der Prozesstermin am 16.1. muss endlich die Opfer ins Zentrum stellen. Das ist nicht nur die ermordete Madeleine, sondern auch ihre kleine Tochter.


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