Stümpfe statt Wäldchen an der Holteyer Straße

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Ein regelrechter Kahlschlag machte das einstige Waldstück zu einer kargen Fläche ohne Bewuchs. Foto: privat

Die kurz vor Weihnachten vor den Häusern Holteyer Straße 120 und 122 gefällten Bäume sorgen bei Anwohnern und Politik für Aufregung.

Wie die SPD Burgaltendorf von der Deutschen Bahn als Eigentümer der Fläche gegenüber dem früheren Bahnhof Altendorf erfuhr, mussten sämtliche Bäume aus Gründen der Verkehrssicherung als Folge von „Ela“ gefällt werden. Die Bahn hatte dies wie üblich der Unteren Landschaftsbehörde bei der Stadt Essen mitgeteilt. Inwieweit das Abholzen sämtlicher Bäume tatsächlich notwendig war, lässt sich im Nachhinein nicht mehr feststellen. Dies bestätigt auch das zuständige Regionalforstamt Ruhrgebiet in Gelsenkirchen.
Die Bahn hat nun gemäß Landesforstgesetz zwei Jahre für die Wiederaufforstung Zeit.

Entwicklung kritisch im Auge behalten


Hierzu äußert der Vorsitzende der SPD Burgaltendorf, Ulrich Malburg, sein Unverständnis: „Auch wenn das Vorgehen der Deutschen Bahn Recht und Gesetz entsprach, so bleibt das Ergebnis doch unbefriedigend. Die Waldfläche besaß sicherlich einen Landschaftsbild prägenden Charakter und diente darüber hinaus auch als Eingrünung für das benachbarte kleine Gewerbegebiet und das Übergangsheim. Diese Funktion sollte schnellstmöglich wieder hergestellt sein,“ fordert Marburg.
„Dass die Bahn die Fläche nunmehr zwei Jahre lang sich selbst überlassen darf, bevor durch das Forstamt überprüft werden kann, ob sich zwischenzeitlich neuer Wald entwickelt hat, ist mir schlicht unverständlich. So verstreichen möglicherweise zwei Jahre nutzlos, bevor eine Aufforstung angeordnet werden kann. Ich hoffe daher auf die Kraft und Schnelligkeit der Natur, werde die weitere Entwicklung aber auch kritisch im Auge behalten,“ so Malburg weiter.
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