Überruhr: Zukunft des Bürgertreffs weiterhin ungewiss

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Weiterhin ist ungewiss, ob der der Bürgertreff Überruhr am Nockwinkel 64 der Ruhrhalbinsel als Veranstaltungsort erhalten bleibt. Archivfoto: Janz

Die Zukunft des Bürgertreffs Überruhr ist nach wie vor ungewiss. Seit Sommer 2011 ringen Politik und Verwaltung um eine Entscheidung, wie es mit dem 1973 eröffneten Veranstaltungszentrum am Nockwinkel 64 weitergehen soll.

Verwaltung hat Mietvertrag um ein Jahr verlängert

„Die Hängepartie geht weiter“, moniert die Linken-Fraktion im Rat der Stadt Essen. „Der Mietvertrag wurde zwar um ein Jahr verlängert, aber damit ist noch nichts gewonnen“, so Stefan Dolge für die Linke in der Bezirksvertretung VIII. Laut Verwaltung gebe es keine alternative Immobilie im Bezirk Ruhrhalbinsel, die die von argem Renovierungsstau betroffene Veranstaltungsstätte ersetzen könnte. Wenn die Verwaltung ja zum Bürgertreff sagt, bedeute dies auch ein Ja zu den zwingend notwendigen Renovierungen, so Dolge.

Stefan Dolge (Linke) fordert ein Ja zu den Renovierungen

Mindestens 160.000 Euro würde die Sanierung des Gebäudes kosten, schätzt Norbert Mering, Vorsitzender der Überruhrer Bürgerschaft. Letztere setzt sich seit Jahren, u.a. mit einer Unterschriftenaktion, für den Erhalt der Einrichtung ein.

Eignerin Allbau AG will investieren

Eigentümerin des Gebäudes ist die Altstadt Baugesellschaft, eine 94-prozentige Beteiligungsgesellschaft der Allbau AG. „Die Allbau AG würde die Kosten für dringend notwendige Sanierungsarbeiten größtenteils tragen, wenn sicher wäre, dass die Stadt den Bürgertreff nicht kurzfristig wieder abmietet“, erklärt die Linke. Einen alternativen Standort für ein adäquates Bürgerbegegnungszentrum werde die aktuell laufende Prüfung durch die Verwaltung nach Einschätzung der Linken mutmaßlich auch nicht hervorbringen.

Bürgertreff Überruhr wird rege genutzt

Gut 50 Vereine und Gruppen wie der MGV „Sängerbund“ und „Total Vokal“, der Festausschusss Kupferdreher Karneval, die KG Rot-Grün, die AKG „Lot gohn as es geht“, der „Club der Braven“, Kindergärten, die AWO, der SoVD, Kaninchenzüchter, die Schachfreunde, Migranten- und Seniorengruppen nutzen die Räumlichkeiten. Es gibt Gottesdienste und Theateraufführungen, die Stadtteilbibliothek und die Realschule Überruhr veranstalten hier z.B. Autorenlesungen.

Die Linke will Fakten schaffen

All diese Akteure, so Horst Berger, Vertreter für die Linke im Kulturausschuss, „brauchen Planungssicherheit. Nachdem sich parteiübergreifend alle für einen Erhalt des Bürgertreffs ausgesprochen haben, müssen jetzt auch Fakten geschaffen werden. Die Verwaltung sollte Verhandlungen mit der Allbau AG, mit der Zielsetzung, ein mittelfristiges Mietvertragsverhältnis abzuschließen, aufnehmen.“
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