Wottelfest 2017 auch ohne Ladenöffnung - Urteil mit Folgen für die Stadtteilfeste in Essen

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Ob das Sonnenblumenfest in Kupferdreh dieses Jahr stattfindet, steht noch nicht fest. Foto: Archiv

Die verkaufsoffenen Sonntage 2017 in Essen wurden gerichtlich gekippt. Das hat Folgen für geplante Stadtteilfeste.

"Das Wottelfest findet in diesem Jahr sicher statt", gab Willy Schüffler von der Werbegemeinschaft Heisingen auf Anfrage des KURIERS Entwarnung. Erstmals erwähnt in den 30er Jahren, hat dieses Fest eine große Tradition und zieht immer am letzten August-Wochenende bis zu 20.000 Menschen nach Heisingen - finanziert durch Geschäftsleute des Stadtteils, die auch das Risiko tragen. "Langfristig sehe ich das Wottelfest in Gefahr, wenn keine verkaufsoffenen Sonntage damit verknüpft sind", so Schüffler. Er will aber erstmal die Begründung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen abwarten, um dann mit allen Beteiligten zu überlegen, wie es weitergehen kann.
Ob das Sonnenblumenfest in Kupferdreh im September stattfindet, steht noch nicht fest. In den nächsten drei Wochen will die Werbegemeinschaft Kupferdreh im Rahmen der Jahreshauptversammlung das Thema erötern - der Ausgang ist aus Sicht der Vorsitzenden Eva Großimlinghaus völlig offen. "Ich möchte nicht, dass das Fest ausfällt. Aber der Gesetzgeber macht uns das Leben schwer, da verlieren die Geschäftsleute verständlicherweise die Lust, sich mit viel Initiative zu engagieren." Denn auch in Kupferdreh sind die Geschäftsleute maßgeblich an der Finanzierung des Festes beteiligt.
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