Betrug online und in bar

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Ein Bürger- und Bankertreff ist der Finanzfeierabend der Bürgerschaft Kupferdreh, diesmal mit Unterstützung der Polizei. Von links: Kriminalhauptkommissar Friedel Sohlmann, Electronic Banker Frank Faltin (Sparkasse Essen), Fred van Führen (Bürgerschaft Kupferdreh), Wulf Lehn (Bürgerschaft), Ulrich Matenar (Bürgerschaft) und Jürgen Einig (Sparkassenfiliale Kupferdreh).
Essen: Bürgerschaft Kupferdreh |

14. Kupferdreher Finanzfeierabend

Mit ihrem Angebot, über Betrügereien in Online-Banking und Manipulation an Geldautomaten zu informieren, hat die Bürgerschaft Kupferdreh ins Schwarze getroffen. Zahlreiche interessierte Gäste kamen, um sich über die Sicherheit des Online-Banking und die Maschen der Betrüger am Geldautomaten zu informieren.
In ersten Teil erklärte Frank Faltin, ausgewiesener Electronic-Banking-Experte der Sparkasse Essen die Methoden, mit der Betrüger versuchen, die Sicherheitsmechanismen zu umgehen. So werden die Bankkunden durch gefälschte Emails dazu verleitet, ihre TAN (Transaktionsnummer) bekanntzugeben oder auf gefakte Webseiten geleitet, die dem Internetauftritt ihrer Bank täuschend ähnlich sehen. Natürlich hatte der Spezialist auch Ideen parat, wie man sich vor solchen Betrügereien schützen kann. Voraussetzung sind dabei ein aktuelles Betriebssystem und aktuelle Sicherheitssoftware wie Virenscanner und Firewall, denn „Sie fahren ja auch nicht ohne Sicherheitsgurt Auto“. Die größte Sicherheit, so Faltin, bietet eine Banking-Software, optimalerweise in Verbindung mit einer HBCI-Karte als Sicherheitsmedium. Solche Software bieten alle Banken an.
Im Anschluss an die Ausführungen des Bankers erklärte Kriminalhauptkommissar Friedel Sohlmann, wie die Täter vorgehen, die im Internet mit fremden Kreditkartendaten betrügen und wie leicht es heutzutage ist, sich solche Daten im Netz zu beschaffen. Die Polizei hat es bei den Ermittlungen nicht leicht, sitzen die Drahtzieher doch praktisch immer in Ländern, in denen eine Strafverfolgung kaum möglich ist. Für den Kommissar ist es heute leider schon „Tagesgeschäft“, dass er sich auch mit der Manipulationen von Geldautomaten auseinandersetzen muss. Auch hier erklärte Sohlmann die Methoden, wie die Täter versuchen, sich Kartendaten und PIN oder auch gleich das Bargeld zu verschaffen. Dabei staunte das Publikum nicht schlecht, denn gut gemachte Manipulationen sind oft kaum zu erkennen. Natürlich hatte der Kommissar auch Anschauungsmaterial dabei. Manipulierte Kartenleser oder Tastaturen sehen den Originalteilen, die im Geldautomaten verbaut sind, täuschend ähnlich und beinträchtigen auch nicht die Funktion. Auch über die Maschen der sog. „Klaukids“ staunten die Gäste der Bürgerschaft. Für die dreiste Vorgehensweise, mit denen die Bankkunden bei der Abhebung am Geldautomaten abgelenkt und um ihr Geld gebracht werden, fehlten vielen schlichtweg die Worte.
Als Fazit blieb am Ende des Infoabends festzuhalten: Wenn dem Nutzer beim Online-Banking oder am Geldautomaten etwas merkwürdig vorkommt: Besser den Vorgang abbrechen! Wenn sich bei dem Geldautomaten auffällige Personen aufhalten oder Hinweise auf eine Manipulation zu erkennen sind, sollte der Bankkunde sofort die Polizei informieren. Noch ein wichtiger Hinweis der Referenten: Um die Eingangstür zu den Räumlichkeiten, in denen sich die Geldautomaten befinden, zieht man seine Konto- oder Kreditkarte durch ein Lesegerät. An dieser Stelle ist nie die Eingabe der PIN, der Geheimzahl des Kunden, erforderlich. Wird die Eingabe der PIN schon beim Betreten angefordert: Finger weg und Polizei informieren. Hier sind Betrüger am Werk!


www.buergerschaft-kupferdreh.de
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