Bürgerschaft Kupferdreh informiert über Ayurveda-Medizin

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Zahlreiche Gäste kamen zur Infoveranstaltung der Bürgerschaft Kupferdreh
 
Ayurveda-Arzt Syal Kumar
Essen: Bürgerschaft Kupferdreh | Voll war der Veranstaltungsraum der Bürgerschaft Kupferdreh beim Infoabend über indisch-ayurvedische Medizin mit Syal Kumar vom Institut für Naturheilkunde im Knappschafts-Krankenhaus in Steele. Kumar studierte an der Rajiv Gandhi University of Health Science und der Tamil Nadu University in Indien, ist Bachelor in ayurvedischer Medizin. Seit sieben Jahren arbeitet Kumar an der Klinik für Naturheilverfahren und Integrative Medizin der Kliniken Essen-Mitte. Kumar stammt von einer traditionellen ayurvedischen Ärztefamilie ab, die über fünf Generationen in Kerala (Südindien), der Heimat des Ayurvedas, praktizierte.
Anders als in Deutschland gibt es in Indien viele Ayurveda-Kliniken und die entsprechende Pharmaindustrie. Die Ausbildung zum Ayurveda-Arzt dauert insgesamt 8,5 Jahre. Die entsprechenden Präparate werden in Indien vom Staat zertifiziert, soweit sie frei von Giftstoffen sind. Daher warnt Kumar auch vor dem Kauf von ayurveda-Präparaten ohne Zertifikat im Internet, da diese evtl. verunreinigt sein könnten. Ein besonderes Merkmal der Präparate ist, dass sie anders als Präparate der Schulmedizin keine Nebenwirkungen haben.

Ayurveda ist in Deutschland bislang vor allem im Wellnessbereich verbreitet. Weniger bekannt ist, dass es sich bei dieser traditionellen indischen Medizin um eine umfangreiche Erfahrungsheilkunde für die Behandlung von Erkrankungen handelt. Damit ist Ayurveda das älteste medizinische System der Welt.
Kennzeichnend ist die Ganzheitlichkeit und die Wahrnehmung des Patienten als Individuum mit Eigenverantwortlichkeit. Die ayurvedische Lehre zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht nur strukturelle und materielle Aspekte des Körpers behandelt, sondern auch die Dynamik physiologischer Kräfte mit einbezieht. Die beiden wichtigsten Konzepte hierbei sind die dosa-Lehre und das agni-Prinzip, das wiederum auf den drei Dosas beruht. Im Zentrum der ayurvedischen Lehre stehen die drei dosa (vata – Bewegungsabläufe im Körper, pitta – biochemische Abläufe im Körper, kapha – geistige und körperliche Stärke des Körpers). Disharmonie der Dosas entsteht durch konstante negative Einflüsse von Ernährung, Lebensstil, Klima, Zeit, Alter, Unfällen und genetischer Disposition. Solche Disharmonien führen zu Krankheiten.
Bei der ayurvedischen Behandlung verbringt der Arzt sehr viel Zeit mit dem Patienten um möglichst viel über dessen Krankheit in Erfahrung zu bringen. Darshana (Beobachtung), Sparshana (Abtasten), Prashna (Befragung) sind die drei Hauptkriterien, um eine Krankheit zu diagnostizieren.
Aus ihnen leitet man nicht nur die körperliche Konstitution ab, sondern letztendlich auch die Therapie. Ziel der ayurvedischen Gesundheitslehre ist es, im beständigen Wandel unterschiedlicher Einflüsse immer wieder ein gesundes Gleichgewicht dieser Eigenschaften im Körper herzustellen (Homöodynamik).
Die Ayurveda-Methoden führen sowohl durch die reichhaltigen Möglichkeiten der Diätetik, als auch der Ausleitungsverfahren zu guten Behandlungserfolgen bei verschiedenen Krankheiten.
So werden mit guten Erfolg Erkrankungen des Magen-/Darmtraktes, Hauterkrankungen, Muskel- und Gelenkerkrankungen, neurologische Erkrankungen oder vegetative bzw. stressbedingte Erkrankungen behandelt.

Die Therapien der Traditionellen Indischen Medizin (TIM) haben sich insbesondere bei chronischen Erkrankungen, bei funktionellen Störungen oder bei Störungen des vegetativen Nervensystems bewährt.

• Chronische Schmerzen des Bewegungsapparates wie Rücken- und Gelenkschmerzen, Rheuma, Athrose usw.
• Kopfschmerzen, Migräne
• Reizdarmsyndrom und andere Erkrankungen des Magen- Darm-Traktes
• Hauterkrankungen
• Gynäkologische Erkrankungen
• Erkrankungen des vegetativen Nervensystems, Schlafstörungen, Erschöpfung



www.buergerschaft-kupferdreh.de
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