Die zweite Geldbörse

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Große Summen sind ein "Jackpot" für jeden Taschendieb!
In der Vorweihnachtszeit sind bekanntlich besonders viele Menschen unterwegs. Man möchte, dass das Fest zu einem gelungenen Ereignis für die Familie, Freunde und Bekannte wird. Doch plötzlich wird alles Bestreben zunichte gemacht.

Taschendiebe schlagen so schnell zu wie der Blitz

Die Menschenmassen sind das Metier professioneller Taschendiebe, die oft in Gruppen auftreten und ihre Opfer suchen. Durch Arglosigkeit und vielleicht auch durch etwas zu viel Glühwein sind die Opfer auf Weihnachtsmärkten schnell entdeckt. Es dauert nur Sekunden und die Geldbörse, sowie andere Wertgegenstände sind verschwunden.

Man arbeitet in einem straff organisierten Team. Ein Ablenkungsmanöver, durchaus auch mit einer scheinbar freundlichen Geste, und ein weiterer Täter "zieht die Patte", wie man in dieser Szene sagt. Die Beute wird zur Sicherheit an einer dritten Person abgegeben. Die Gruppe zerstreut sich und tritt erst beim nächsten Opfer im Team auf.

Kinder unter 14 Jahren kommen hier gerne zum Einsatz. Sie sind noch nicht strafmündig und zudem sehr flink. Daher hilft oft die "zweite Geldbörse". Immer dann, wenn es sich nicht vermeiden lässt, eine größere Menge Bargeld mit sich zu führen, gibt es einen wirksamen Trick.

Man nimmt eine zweite Geldbörse, in der sich die größere Summe an Bargeld befindet und sichert diese an nur sehr schwer zugänglichen Stellen am Körper. Die Jacke geschlossen und in der ebenfalls geschlossenen Innentasche oder direkt auf der Haut, von der Unterwäsche zusätzlich bedeckt, mag umständlich klingen, macht aber das "schnelle Ziehen" kaum noch möglich.

Die "normale Geldbörse" beinhaltet nur eine kleine Summe und keine wichtigen Papiere, oder Geldkarten. Zum Vorzeigen des Fahrausweises oder zum Kauf einer Bratwurst reicht es in den meißten Fällen. Am sichersten ist es nach wie vor, beim Kauf teurer Gegenstände den bargeldlosen Zahlungsverkehr zu wählen. Man sollte derzeit berücksichtigen, dass man nirgendwo vor Dieben sicher ist. Sie sind im Warenhaus, in Bussen und Bahnen und an deren Haltestellen, auf Flughäfen und im Supermarkt.

Jeder Ort, an dem sich viele Menschen tummeln, ist ein willkommenes Ziel für Einzeltäter und organisierte Banden. Selbst die höfliche Frage, ob man doch bitte 20 Euro in Kleingeld wechseln kann, ist oftmals nur ein Vorwand, damit die Geldbörse zum ergreifen nahe ist. Das so verlockende Geschäft am Rande zu einer Nebenstraße ist ebenfalls ein echter Klassiker.

Wenn man nur einen Betrag mit sich führt, der klein und zu verschmerzen ist, so wird der Besuch auf den vorweihnachtlichen Tummelplätzen nicht zum Desaster. Es gibt keinen Grund für übertriebene Ängste, aber eine gesunde Portion Misstrauen kann nicht falsch sein.
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4 Kommentare
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Uwe Norra aus Selm | 29.11.2013 | 23:30  
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Renate Sültz aus Lünen | 30.11.2013 | 04:18  
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Thomas Ruszkowski aus Essen-Ruhr | 30.11.2013 | 14:32  
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 01.12.2013 | 11:05  
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