Kupferdiebe unterwegs!

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Hier wurde die Isolation von Kupferkabel abgebrannt und giftige Stoffe freigesetzt.
In den vergangenen Monaten sorgten immer wieder Kupferdiebe für zum Teil massive Störungen bei der Bahn. Die Kabeltröge, die parallel zu Eisenbahnlinien verlaufen, werden geöffnet und die darin befindlichen Kabel gekappt und abtransportiert.

Somit ist ein ordnungsgemäßer Bahnbetrieb nicht mehr gewährleistet und es kommt zu sehr kostenintensiven Störungen. Selbst Fahrleitungen, die eine Spannung von 15.000 Volt führen, wurden zum Ziel einzelner Kupferdiebe. Hier wird die Skrupellosigkeit deutlich, ebenso wie der oftmals mangelnde Verstand, der im schlimmsten Fall zum sofortigen Tod führen kann.

Pflanzkübel aus Kupfer verschwinden ebenso wie Dachrinnen und Fallrohre. Es wurde beobachtet, dass manche Täter jünger als 14 Jahre alt sind, und somit von der Justiz nicht viel zu befürchten haben. Diese Tatsache wird von älteren Personengruppen ausgenutzt, um Kinder gezielt Straftaten ausführen zu lassen.

Die finanziellen Gewinne locken allerdings enorm. So wurde Kupfer am Beispiel des 27. Dezember 2012 mit einem Tageshoch von knapp 5,95 Euro pro Kilogramm gehandelt. Am 10.12.2012 lag das Tageshoch sogar bei 6,26 Euro pro Kilo. Man erkennt also, dass die Versuchung bei solchen Zahlen groß ist.

Kabeldiebe müssen sich vor dem Gewinn allerdings etwas Mühe machen und die Isolation entfernen. Das geschieht natürlich an unbekannten Orten unter den wachsamen Augen der Täter. Es gibt aber auch Zeitgenossen, die es sich leichter machen wollen. Sie entzünden die Isolation und lassen sie einfach abbrennen. Die Diebe hatten allerdings bei diesem Verfahren die Bürger und die Polizei unterschätzt und viele wurden gefasst.

Privatpersonen und gerade auch gewerbliche Einrichtungen, die viel mit Kupfer arbeiten, sollten große Achtsamkeit walten lassen, denn aktuell ist nicht davon auszugehen, dass der Kupferpreis so drastisch sinkt, dass sich Diebstahl nicht mehr lohnt. Fremde Personen, die sich Häuser, Gärten und Gewerbebetriebe auffällig genau ansehen, könnten möglicherweise eine nächtliche Diebestour vorbereiten. Wer Diebe bei der Arbeit erkennt, sollte umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 110 alarmieren.

Wichtig ist, keinesfalls den Helden zu spielen, denn man muss bei den Tätern von einer erhöhten Gewaltbereitschaft ausgehen!
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Ishana Kumbruch aus Hagen | 07.01.2013 | 09:30  
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