Stofftaschen statt Plastiktüten: Nähprojekt der Comenius-Schüler – Stoffreste gesucht!

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Am liebsten würden sie sofort loslegen: Schüler der Comenius-Schule nähen Stoffbeutel, die statt Plastiktüten dann in der "Kleinen Bücherwelt" in Burgaltendorf verkauft werden.
 
In einem Vorgespräch erklärt Schulleiterin Bea Küpperfahrenberg (hinten Mitte) den Schülern und Helfern, wie das Nähprojekt geplant ist.
Essen: Comenius-Schule |

Plastik ist schädlich für die Umwelt, deshalb will der Handel die Abgabe von Plastiktüten in den Geschäften reduzieren oder darauf ganz verzichten, so auch in Burgaltendorf die Buchhandlung von Maria Gimpel an der Alten Hauptstraße 10.

Hier ist jedoch etwas Besonderes geplant, denn die Stofftaschen, die stattdessen zum Kauf angeboten werden, sind allesamt Unikate. Sie werden in einem Nähprojekt von Schülern der Comenius-Schule gestaltet und hergestellt.
"Dafür wollen wir die Burgaltendorfer fragen, ob sie Stoffreste haben, die sie uns zur Verfügung stellen können", sagt Maria Gimpel im Vorgespräch zum Projekt zusammen mit den Schülern und einigen Helfern.
Die Taschen, die daraus gefertigt werden, gibt es in unterschiedlichen Größen und natürlich in ganz unterschiedlichen Mustern, je nach den Stoffen, die bei den Schülern der Förderschule auf dem Nähtisch landen. "Auf diese Weise sind sie auch wunderbar als Geschenkverpackung zu gebrauchen", ergänzt Bea Küpperfahrenberg, Leiterin der Förderschule für geistige Entwicklung.

Egal ob einfarbig oder bunt gemustert, gestreift oder kariert

Damit die Stoffe gut zu Taschen zu verarbeiten sind, sollte es möglichst Baumwolle sein, ganz egal ob einfarbig oder bunt gemustert, gestreift oder kariert. Der Stoff sollte möglichst fest und nicht zu dünn sein und kein Stretch bzw. Jersey. Stoffreste sollten nicht zu klein sein. Blumenmuster oder Tiermotive wären natürlich besonders schön. Abgegeben werden können die Stoffe sowohl in der Schule als auch in der Buchhandlung (siehe Infokasten). Der Erlös aus dem Verkauf geht an den Förderverein der Comenius-Schule.
Nur etwa die Hälfte der Schülerinnen, die sich am Nähprojekt beteiligt sind, hat schon Näherfahrung, die anderen sind sehr gespannt. Aber es muss es ja nicht jeder eine Nähmaschine bedienen können. Küpperfahrenberg: "Wir brauchen auch jemanden, der die Stoffe sortiert, zuschneidet oder mit Nadeln absteckt." Bis so ein Beutel fertig ist, sind einige Arbeitsschritte erforderlich. Hier kann je jeder nach seinen Fähigkeiten mithelfen. Die "Produktionskette" wird zusammen mit den Schülern erstellt, bis jeder weiß, was er zu tun hat. "Dabei achten wir auf größtmögliche Selbständigkeit innerhalb der vorgegebenen Strukturen", erklärt die Schulleiterin. "Die Schüler sollen sich neben der Herstellung der Stoffbeutel auch um das Drumherum kümmern. Das heißt, sie fragen nach, ob weitere Stoffe abgegeben worden sind, oder ob fertige Taschen auszuliefern sind.
Jetzt würden die Schülerinnen am liebsten sofort loslegen. Aber erst einmal muss ausreichend Stoff da sein, und die Vorarbeiten müssen erleidigt werden. "Wir hoffen, in der ersten Maiwoche mit dem Nähen anfangen zu können", sagt die Schulleiterin.

Stoffe in der Schule oder im Buchladen abgeben

Stoffe können im Sekretariat der Comenius-Schule, auf dem Loh 15s, abgegeben werden, montags bis freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr.
Oder in der "Kleinen Bücherwelt", Alte Hauptstraße 10, montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr.
Die Stoffe sollten aus Baumwolle sein, kein Stretch und nicht zu dünn; bunt gemustert oder einfarbig, gerne auch mit Kinder-/Tiermotiven. Infos

Im Herbst, am 24. und 25. September, plant die Werbegemeinschaft Burgaltendorf einen Hobby- und Kreativmarkt. Die Ausstellung dazu wird in der Comenius-Schule stattfinden. "Wer noch ausstellen möchte, kann sich bei mir melden", sagt Maria Gimpel. Kontakt über info@kleinebuecherwelt.de

Infos über die Föderschule

- Die Comenius-Schule, Auf dem Loh 15s, ist eine von drei städtischen Schulen mit dem Förderschwerpunkt "geistige Entwicklung" in Essen.
- Hier werden rund 130 Schüler von 6 bis 23 Jahren nach ihren individuellen Bedürfnissen gefördert.
- In den Klassen arbeitet ein Team von 2 bis 4 Lehrpersonen.
- Die maximale Schüleranzahl einer Klasse ist auf 13 festgelegt. In den unteren Jahrgangsstufen der Comenius-Schule sind die Klassen meist deutlich kleiner.
- Es gibt keine Jahrgangsklassen, sondern fünf Stufen.
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