Unter Vorbehalt einer anderen Meinung!

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Ein prominenter Irrtum mangels Kenntnis über das, was sich ändert.
Unsere Community ist nun eine gewachsene Einrichtung im Netz geworden. Die Beiträge und Kommentare sind kaum noch zu zählen und werden täglich mehr. Jeder Verfasser von der Fülle an Themen hat so seinen eigenen Schreibstil. Der eine ist mehr der sachliche Berichter und der andere verkündet in Form von Kommentaren seine Meinung. Diese wird geteilt und auch abgelehnt. Dennoch könnte meine Überschrift unter fast jedem Text stehen. Warum?

Wir schreiben unsere Beiträge zumeist in der Überzeugung, dass sie inhaltlich korrekt sind, haben mal mehr oder weniger gut recherchiert. Dann kommen die Kommentare. Da gibt es die sachliche Variante und auch die emotionale Reaktion. Stellen wir uns vor, jemand hatte einen schlechten Tag gehabt, setzt sich an den Rechner, ruft den LK auf und erspäht einen Beitrag, der so gar nicht in sein Bild passt. Dann schreibt man sehr schnell mal emotional, weil man genervt oder gereizt ist, wird vielleicht auch persönlich und reagiert unangemessen. Da fragt man sich doch, ob man nicht vielleicht die alte Regel beherzigen sollte, die da lautet: "Erstmal eine Nacht drüber schlafen".

Die Zeit vergeht und irgendwann stolpert man über einen alten Beitrag, den man geschrieben hatte und erkennt, das die Meinung die einmal Auslöser war, aufgehört hat zu existieren. Die Zeit hat bessere, neuere und tiefere Erkenntnisse verschafft. Was nun? Die Worte aus der Vergangenheit haben sich um ein vielfaches multipliziert, sind bei Google zu finden und auf zahllosen unbekannten Festplatten. Das berühmte Radiergummi für das Internet gibt es eben nicht. Soll man nun krampfhaft überlegen, was man schreibt? Nein, krampfhaft sicherlich nicht. Vielleicht mit etwas mehr Überlegung. Ich stelle es an meinen eigenen Texten und Kommentaren fest.

Das ein oder andere finde ich heute noch vollkommen in Ordnung, so wie es ist und andere Dinge habe ich eben wegen neuer Erkenntnisse schon lange wieder gedanklich verworfen - als fehlerhaft zu den Akten gelegt. Es wird hier bei uns jeden auf die ein oder andere Art getroffen haben und das ist auch gut so. Warum das jetzt? Wenn man sich Beklemmungen beim schreiben ans Bein bindet, ist Murcks garantiert. Man schreibt, lernt dazu, verwirft dies und das und greift anderes wieder auf. Alles unter Vorbehalt einer anderen Meinung - und das sollte so bleiben und sich entwickeln können. Stagnation als Folge von Befürchtungsängsten wäre fatal.
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