Frauen-Bundesligist SGS Essen kooperiert mit dem Heisinger SV

Anzeige
Hinten v. li.: Stephan Ruhmann, Rudolf Knös (beide Heisinger SV), Christian Kowalski (SGS), Christian Hobucher (Heisinger SV) Vorne v. li.: Katharina Salomon (SGS), Elena Ruhmann (HSV), Katharina Wißkirchen (SGS)

Wenn die B-Jugend des Heisinger SVs zum Training antritt, kann es vorkommen, dass man unter den vielen Jungs auch ein Mädchen entdeckt. Katharina Salomon ist U16-Spielerin bei der SG Essen-Schönebeck und Teil der neuen Kooperation zwischen dem renommierten Frauenfußball-Club und dem Heisinger SV. Einmal die Woche trainiert sie dort mit gleichaltrigen Jungs.

Für Katharina ist das gar nicht so ungewöhnlich: schon mit 4 Jahren begann sie ihre Fußballkarriere bei den Bambini des Heisinger SV. Acht Jahre lang war sie das einzige Mädchen der Mannschaft, empfand dies aber nie als Problem: „Wir teilten alle die Leidenschaft zum Fußball spielen. Das war das Einzige, was zählte.“ Nach der D-Jugend folgte schließlich der Wechsel zur SGS Essen, der Vorzeige-Adresse im Essener Frauenfußball. Seit 2004 hält sich der Verein in der Bundesliga mit steigendem Erfolg: in dieser Saison erreichte man sogar das DFB-Pokalfinale, das am 17. Mai in Köln stattfindet.

Ausschlaggebend für den Erfolg ist nicht zuletzt eine engagierte Jugendarbeit. Diese Philosophie verfolgt man auch beim Heisinger SV. Da die SGS sich für ihre Spielerinnen wünscht, zusätzliche Trainingseinheiten in Jungenmannschaften zu absolvieren, war für Katharina klar, an welchen Verein sie sich wenden würde: „Die Zeit beim Heisinger SV war lehrreich, voller Erfahrungen und ich hatte vor allem immer viel Spaß.“ Um ein eigenes Mädchen-Team zu unterhalten, hat der Verein keine Platzkapazitäten, aber durch die Kooperation mit der SGS kann man dennoch den Essener Frauenfußball unterstützen. Eine Win-Win-Situation für beide Vereine, wie auch Stephan Ruhmann, sportlicher Leiter der HSV-Jugendabteilung, unterstreicht: „Für uns ist es wie ein Aushängeschild, dass talentierte Mädchen bei uns mittrainieren.“ Fortan öffnet der HSV nun sein Training für weitere SGS-Spielerinnen.

Katharina macht es Spaß, wieder mit einigen ihrer alten Kameraden zusammenzuspielen, auch wenn das Training mit Jungs etwas anderes ist: „Sie sind meist körperlich überlegen. Aber genau das ist das Gute, denn so kann ich mich im Zweikampfverhalten und in der Schnelligkeit verbessern und an meine Grenzen kommen.“ Sie nimmt die Herausforderung an, auch wenn das bedeutet, mal wieder das einzige Mädchen zu sein – doch dank der Kooperation werden weitere folgen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.