Für die ungeschlagenen Essener geht es am Samstag zum Bundesligaabsteiger aus Vechta

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Marques Oliver und die Wohnbau Baskets müssen zum Erstligaabsteiger Rasta Vechta reisen (Foto: D.Unverferth)

Wohnbau Baskets peilen den sechsten Saisonsieg in Folge an

- Am Samstagabend steht der nächste Härtetest für die ETB Wohnbau Baskets an. Der Gegner ist vielleicht angezählt, aber alles andere als K.O. Als Bundesligaabsteiger mit dem Ziel des direkten Wiederaufstiegs, gelten die Essener trotz des sensationellen Saisonstarts als Außenseiter. Auch wenn die Tabelle im Moment eine andere Sprache spricht. Essen steht auf Platz 2, Vechta auf 12. Los geht’s in Vechta um 20 Uhr, einen Livestream wird es leider nicht geben.

Die Geschichte beider Clubs könnte nicht unterschiedlicher sein. Das Umfeld der ETB Wohnbau Baskets reibt sich noch immer verwundert die Augen beim Blick auf die Tabelle. Zu sehr hatten die Essener in den letzten Jahren immer wieder um das Mittelfeld gekämpft und mit schlechten Saisonstarts gehadert. In diesem Jahr sorgt ein fantastisches Team allerdings für eine großartige Duftmarke nach der anderen. Nach fünf Spieltagen sind die Essener ungeschlagen und stehen verdient auf Platz 2 in der Tabelle. Für ETB-Trainer Igor Krizanovic alles andere als ein Traum: „Ich kenne das Potenzial meiner Mannschaft, ich weiß was sie kann. Der Saisonstart spiegelt für mich nur die gute Arbeit des Teams wieder. Auch wenn wir mit so einem überwältigenden Erfolg nicht gerechnet hätten. Wir genießen ihn und arbeiten hart und konzentriert weiter.“

Während bei den ETB Wohnbau Baskets zurzeit alles blendend läuft, passen bei Vechta Anspruch und Wirklichkeit nicht zu einander. Nichts anderes als der Wiederaufstieg wurde von der Vereinsführung als Saisonziel ausgegeben. Bei der Besetzung der Mannschaft kann man daran auch nur schwer zweifeln. Mit Donald Lawson haben sie einen der besten Center des letzten Jahres verpflichtet, Chase Griffin gehörte zu den Topscorern der Liga und Fabian Franke war Abwehrchef des ETB. Die meisten Punkte steuert jetzt ein Rookie bei. Power Forward Vincent Bailey macht 17,2 Punkte und 7 Rebounds pro Spiel. Erst danach folgen Chase Griffin mit 14,5 und Fabian Franke mit 9,6 Punkten. In fünf Spielen hat Vechta nur zwei gewonnen und steht nach zwei Niederlagen in Folge mit dem Rücken zur Wand. Vor den eigenen Fans, und das sind mehr als 3000, will sich der Bundesligaabsteiger natürlich keine Blöße geben und unbedingt gewinnen. Die ETB Wohnbau Baskets können sich daher vor allem auf eine kampfbereite Mannschaft einstellen. Zusätzlich werden die angeschlagenen Rasta-Spieler immer fitter und verstärken ihr Team damit wieder deutlicher als in den vergangenen Spielen. ETB-Trainer Igor Krizanovic ist auf jeden Fall gewarnt: „ Diese Mannschaft kann an guten Tagen jeden schlagen. Sie sind auf jeder Position sehr gut besetzt und haben einfach ein paar Startschwierigkeiten. Der Tabellenstand hat nichts mit der Qualität dieses Teams zu tun. Sie hatten einfach auch Verletzungspech. Wir müssen gegen Vechta sehr viel Herz zeigen und konzentriert unser Spiel machen. Vor diesen sehr enthusiastischen Fans wird das keine leichte Aufgabe. Wir fahren allerdings nicht nach Vechta um zu verlieren.“ Als große Überraschung wurde erst am Donnerstag verkündet, dass ProA-Routinier Ahmad Smith geht. Für den 30-jährigen Aufbauspieler ist Derek Wright gekommen. Er hat viel Europa-Erfahrung und spielte zuletzt in Griechenland. Dort kam er auf 10,3 Punkte, 4,6 Assists und 1,6 Steals pro Spiel.

Gegen Rasta haben die Baskets noch nie gewonnen. Vor zwei Jahren entschied Vechta beide Spiele für sich und stieg danach verdient in die Beko BBL auf. Essen sicherte sich erst im vorletzten Spiel den Klassenerhalt. Wie auch immer die Vorzeichen, Statistiken und Geschichten aussehen – den ETB Wohnbau Baskets kann keiner mehr den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte nehmen. Mit einem Sieg in Vechta würden sich die Essener nur selbst die Kirsche auf das Sahnehäubchen legen und sich für ihr Herz und ihre disziplinierte und gute Spielweise weiter belohnen. Mit einer großen Portion Selbstvertrauen geht es deshalb zum Auswärtsspiel nach Vechta und hoffentlich zum sechsten Sieg in Folge.
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