Metropol Baskets qualifizieren sich für die Hauptrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga

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Metropol Baskets erreichen die Hauptrunde - (c) Metropol Baskets / Dirk Unverferth
 
Metropol Baskets erreichen die Hauptrunde - (c) Metropol Baskets / Dirk Unverferth
 
Metropol Baskets erreichen die Hauptrunde - (c) Metropol Baskets / Dirk Unverferth

Hamburg – Oldenburg – Hagen und Paderborn sind die nächsten Gegner

Recklinghausen / Essen - Es ging um alles und die Metropol Baskets Ruhr haben die Nerven behalten: Mit einem überzeugenden 78:64 (38:27)-Heimsieg über das Giants Düsseldorf Junior Team qualifizierte sich das Kombinationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen für die Hauptrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL). Die Metropols gehören damit zu den 24 besten U16-Teams in Deutschland – doch das neue Ziel heißt nun „Qualifikation für die Playoffs der besten 16“. In die Hauptrunde nehmen die Ruhrgebietler zwei Niederlagen gegen Hagen, aber auch zwei Siege gegen Paderborn mit. Ab dem 14.2. bis Ostern heißen die weiteren Gegner Oldenburg (3 Siege, 1 Niederlage), Hamburg Sharks (2-2) und Piraten Hamburg (1-3). Hagen (3-1) und Paderborn (1-3) komplettieren die Hauptrundengruppe Nord.

Düsseldorf in die Relegation gestürzt
Ganz bitter verlief der Sonntag für Düsseldorf. Als Tabellenführer waren die Giants in den 10. und letzten Vorrunden-Spieltag gegangen – um nach der Niederlage in Essen gegen die Metropol Baskets Ruhr nun in die Relegationsrunde zu stürzen. Dabei hatten die Giants in der Vorrunde zweimal gegen Hagen und einmal gegen die Metropol Baskets gewonnen – sich aber eine Niederlage zu viel erlaubt. Metropol-Coach Razvan Munteanu hatte daher nach dem Match am Sonntag nur lobende Worte für sein Gegenüber Jonas Jönke über: „Was Jonas in Düsseldorf für ein Team geformt hat, ist schon beachtlich. Die Giants mussten als Absteiger im letzten Jahr über die Qualifikation in die JBBL. Und sie hätten es verdient gehabt, um die Playoff-Plätze zu spielen. Dieses junge Team hat uns alles abverlangt heute.“

Hochkonzentrierte Metropol Baskets
Aber die Metropol Baskets Ruhr waren vom Sprungball an hoch konzentriert und motiviert in die Begegnung gegangen. Felipe Galvez Braatz, der nach überstandener Grippe in die starting five zurückgekehrt war, eröffnete das Spiel mit zwei eiskalten Dreiern zum 6:0. Der Pointguard aus Dorsten legte bis zur 3. Minute noch drei Punkte nach – beim 9:2 (3.) hatte der 15-Jährige Nationalspieler alle Gastgeber-Punkte erzielt. In der Offensive folgten ihm nun Moritz Plescher mit unwiderstehlichem Zug zum Korb und Till Hornscheidt mit Nervenstärke an der Freiwurflinie: Das 18:8 war ganz nach dem Geschmack der lautstarken Metropol-Fans auf der Tribüne.

Das erste Viertel ging mit 19:12 an die Schützlinge von Razvan Munteanu und Pit Lüschper. Im zweiten Viertel legten die Metropol Baskets ein 19:15 nach. Den 38:27-Pausenstand markierte der überragende Moritz Plescher aus Mettmann. Er traf aus der Ecke mit der Sirene per Dreier. Und die Halbzeitführung gab den Metropol Baskets Ruhr weitere Sicherheit. Denn sie mussten das Spiel gegen Düsseldorf unbedingt gewinnen, um nicht selbst in die Relegationsrunde zu rutschen: Die Artland Young Dragons hatten in Quakenbrück am Vormittag gegen Paderborn keine Schützenhilfe geleistet und ihr Spiel verloren.

13 Versuche - 13 Treffer
Kurios dann das dritte Viertel, das mit 20:17 an die Metropol Baskets ging. Nur drei Feldkörbe durch Kapitän Philipp von Quenaudon aus der Distanz, Alexander Winck und Moritz Plescher gelangen den Gastgebern. Die übrigen 13 Punkte gingen aus Freiwürfen hervor – mit 100-prozentiger Trefferquote. 13 Versuche, 13 Treffer. Als dann Erik Neusel das Schlussviertel mit einem weiteren Dreier zum 61:44 eröffnete, waren die Weichen endgültig auf Hauptrunde gestellt. Mit Ballgewinnen und Fastbreaks kaufte die Essen/Recklinghäuser Kombination den Düsseldorfern den Schneid ab. Ein Raunen ging durchs Publikum, als Felipe Galvez Braatz mit sensationellem No-Look-Pass seinen Metropol Topscorer Moritz Plescher (27 Punkte, Effektivität 31) bediente. Die höchste Metropol-Führung stellte Alexander Winck zum 73:53 (37.) her – spätestens da war das Spiel entschieden, auch wenn die Giants aufopferungsvoll kämpften. Die sehr gute Verteidigung der Jönke-Truppe hatte den Gastgener doch immer wieder vor Probleme gestellt.

Bei den Metropol Baskets Ruhr scorten mit Plescher und Frühstarter Galvez Braatz nur zwei Akteure zweistellig. Center Finn Fleute sammelte mit 11 Rebounds zweistellig Abpraller ein. Wichtige Entlastung erhielt der 2,04-m-Mann von Semih Sehovic und Max Bömelburg. Auch Spielmacher Luca Gerke lieferte ein starkes Spiel, Jason Fabek und Michael Akporukevwe konnten ebenfalls überzeugen, auch wenn sie am Sonntag kein Wurfglück hatten. Einen Bestwert lieferte Kapitän Philipp von Quenaudon: Mit ihm auf dem Feld legten die Gastgeber in 23:22 min nicht weniger als 21 Punkte zwischen sich und den Gegner. Aber genau das zeichnet den Kader von Munteanu/Lüschper aus: Jede Woche kann ein anderer Spieler in die Rolle des Matchwinners schlüpfen. Den Einzug in die Hauptrunde feierten daher auch die Spieler des Kaders, die diesmal nicht unter den ersten 12 standen: Valentin Bredeck, Niclas Hürland, Malte Thimm, Lakki Sinnathambay, Paddy Stollorcz, Jonas Thiehoff, Lennard Kaprolat und Patrick Liebert. Bei den Giants Düsseldorf scorte ein Trio am besten: je 17 Punkte für Manuel Bojang, Petros Apostolou und Lennard Schild – allesamt noch Jungjahrgang 2001. Sie machten 51 von 64 Punkten. Den Düsseldorfern gehört die Saison 2016/17, denn der Klassenerhalt ist für sie in der Relegationsrunde nur Formsache.

Als Dankeschön für den Zwischenerfolg spendierte Teamarzt Dr. Wolfgang Plescher dem Team Sportsocken von Nike Deutschland – eine tolle Geste des Mediziners in Zusammenarbeit mit dem Sportartikel-Giganten. Der Sieg war zudem ein vorweggenommenes Geburtstagsgeschenk an Headcoach Razvan Munteanu. Der wird am Montag 32 Jahre alt. Vor einem Jahr an seinem 31. Geburtstag hatte er mit den Metropol Baskets Ruhr noch die Rolle der Giants Düsseldorf eingenommen: Am letzten Vorrunden-Spieltag die JBBL-Hauptrunde verpasst.

„Operation Playoffs“
Hinter den Phoenix Hagen Youngsters und vor den finke baskets Paderborn beschließen die Metropol Baskets Ruhr die Vorrundengruppe Nordwest punktgleich als Tabellenzweiter, auch wenn sie das beste Korbverhältnis ausweisen. Der Direktvergleich gegenüber Hagen spricht gegen die Metropol Baskets. Daher geht es für das Munteanu-Team am 14. Februar beim souveränen Nord-Gruppensieger Oldenburg in der Hauptrunde weiter. Es folgen Auswärtsspiele in Hamburg (28.2.bei den Sharks und 13.3. bei den Piraten) sowie Heimspiele gegen die Piraten Hamburg (21.2.), Oldenburg (6.3.) und die Hamburg Sharks (20.3.). Die genauen Uhrzeiten stehen noch nicht fest.

Das Ziel sehr wohl: Die besten vier Teams dieser 6er-Gruppe erreichen die Playoffs gegen den Nordosten mit den starken Teams aus Berlin, Gotha und Leipzig, die in der Woche nach Ostern beginnen. In Oldenburg beginnt in drei Wochen die „Operation Playoffs“ für die Metropol Baskets Ruhr.

Metropol Baskets: Felipe Galvez Braatz (15/2), Alexander Winck (9), Moritz Plescher (27/1, 8 Steals), Michael Akporukevwe, Luca Gerke (6), Till Hornscheidt (5), Philipp von Quenaudon (7/1), Finn Fleute (4, 11 Rebounds), Jason Fabek, Erik Neusel (5/1), Semih Sehovic und Max Bömelburg.
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