Neuformierte Herren 2 ohne Wurfglück in Überruhr

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Essen: SH Klapperstraße | Zum letzten Spiel der Hinrunde fuhren die Herren 2 der BG Duisburg-West mit einer fast neuaufgestellten Mannschaft. Mit den Centern Florin Ikenmeyer und David Brochnow sowie dem Rückkehrer Mark Hermsen gaben drei Spieler ihr Debut. Und mit den drei Neuen rechnete sich Coach Andreas Rimpler durchaus Chancen auf den ersten Sieg aus, auch wenn die Zugänge erst seit knapp einem Monat mit dem restlichen Kader zusammentrainiert hatten.

Die Hoffnungen des Coaches erhielten allerdings bereits im ersten Viertel einen erheblichen Dämpfer. Die Ursache dafür lag aber nicht daran, dass die BGler schlecht spielten. Diesen Vorwurf konnte man dem Team wahrlich nicht machen. Die Gastgeber erwischten regelrecht einen Sahnetag. Gerade im ersten Viertel war nahezu jeder Wurf der Essener ein Treffer, während sich die Bälle der Westler immer wieder vom Ring heraussprangen und einfach nicht fallen wollten. Zusätzlich merkte man den Duisburgern auch an, dass die Abstimmung mit den Neuen noch nicht richtig funktionierte, was aber auch nicht überraschen konnte. Die hieraus resultierenden Ballverluste bestraften die Gastgeber dann auch umgehend mit erfolgreichen Fastbreaks. Und so lagen die Gäste nach dem ersten Viertel auch deutlich mit 27:10 zurück.

Dass die Einschätzung des Coaches aber nicht gänzlich falsch war, zeigte sich ab dem zweiten Viertel. Denn mit zunehmender Dauer fanden die Zugänge immer besser ins Spiel, setzen erste Akzente. Und auch, wenn bei dem weiter anhaltenden Wurfglück der Gastgeber immer deutlicher wurde, dass es für die Duisburger heute nichts zu ernten geben würde, stemmten sie sich mit Kampf und Teamgeist gegen die drohende Niederlage. Selbst die nicht immer glücklichen Entscheidungen der Unparteiischen konnte die Moral der Gäste nicht erschüttern, so dass das Viertel letztlich deutlich knapper mit 20:14 verloren ging. Das bei dem deutlichen Halbzeitrückstand von 24:47 dennoch eine Vorentscheidung gefallen war, war allen Beteiligten bewusst.

Und so war die Hauptzielrichtung für den zweiten Durchgang, den Neuzugängen möglichst viel Spielpraxis zu geben, um so auch das Zusammenspiel mit der restlichen Mannschaft unter Wettkampfbedingungen weiter zu optimieren sowie das Spiel weiter möglichst ausgeglichen zu gestalten, um so Selbstbewusstsein für die Rückrunde zu schaffen. Ein Vorhaben, dass von den Westlern auch gut umgesetzt wurde. Wir schon im zweiten Viertel über weite Teile, so gelang es den Westlern auch in den dritten zehn Minuten zu verhindern, dass die Gastgeber in einen kleinen Lauf kommen konnten. Nahezu jeder Punktgewinn der Essener konnte mit einem eigenen Punktgewinn beantwortet werden. Und wer weiß, hätten die Gastgeber nicht weiter das Wurfglück gepachtet gehabt, die BGler hätten dann durchaus das Viertel für sich entschieden. So ging es mit einem 70:40 Rückstand in das Schlussviertel.

Ein Viertel, dass mit einer großen Schrecksekunde begann. Denn Center Florian Ilkenmeyer, der bereits zum Trainingsbeginn im Sommer unglücklich umgeknickt war und sich einen Teilinnenbandanriss zugezogen hatte und deshalb erst Mitte November wieder das Training aufnehmen konnte, knickte mit dem anderen Knie um und konnte nicht mehr weiterspielen. Zum Glück stellte sich später heraus, dass der Spieler sich nicht weiter verletzt hatte. Ansonsten verlief auch das Schlussviertel eher ausgeglichen, so dass die 93:60 Niederlage unter dem Strich deutlich zu hoch ausfiel.

Dementsprechend war Coach Andreas Rimpler nach dem Schluss zuversichtlich: „Einmal abgesehen von dem unglücklichen Eröffnungsviertel hat die Mannschaft durchaus meine Erwartungen erfüllt. Die Neuen haben gezeigt, dass sie spielerisch und mannschaftlich ein großer Gewinn sind. Der Wettkampf im Team dürfte damit deutlich erhöht werden. Wer jetzt nicht mehr die richtige Einstellung im Training zeigt, darf sich nicht wundern, wenn sich das in weniger Spielzeit niederschlägt. Wenn die Mannschaft, die bislang ohne big guys auskommen musste, es jetzt noch versteht, die beiden Center Ilkenmeyer und Brochnow besser in das Spiel einzubinden, traue ich es ihr zu, trotz der Tabellensituation die Überraschungsmannschaft der Rückrunde zu werden.“

Es spielten:
Michael John, Walon Shabani (je 11 Punkte/1 Dreier), Dennis Walther (9/1), David Brochnow (8), Florian Ilkenmeyer (6) Steffen Schemme (5), Lukas Morawski, Mark Hermsen (je 4), Aydin Türkeli (2), Marc Krenz
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