Bürgerschaft - gut für Kupferdreh

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Der Vorstand der Bürgerschaft Kupferdreh setzt sich zusammen aus (von links): Otto Grimm (stv. Vorsitzender und Arbeitskreisleiter Mineralien-Museum), Lieselotte Gramke (AKL Heimatkunde und Archiv), Fred van Führen (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Brigitte Kuschel (AKL Veranstaltungen, Kultur und Jugend), Wulf Lehn (Schatzmeister), Jürgen Gentzmer (AKL Ortsteilgestaltung und Infrastruktur), Ulrich Matenar (Geschäftsführer) und Wolfgang Rüskamp (1. Vorsitzender).
Essen: Bürgerschaft Kupferdreh | Zahlreiche Mitglieder begrüßte Wolfgang Rüskamp, 1. Vorsitzender der Bürgerschaft Kupferdreh, zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Routiniert führte Rüskamp durch die Tagesordnung, wobei auch in diesem Jahr wieder die Berichte der einzelnen Vorstandsmitglieder über die Themen der Bürgerschaft auf großes Interesse stießen.

Zunächst berichtete Otto Grimm, stv. Vorsitzender und Arbeitskreisleiter Mineralien-Museum über seine Arbeit. Seit nun schon 30 Jahres – das Jubiläum wurde im September letzten Jahres gefeiert – betreibt die Bürgerschaft das Kupferdreher Museum gemeinsam mit dem Ruhrmuseum. Rund 10.000 Interessierte besuchten das Museum im vergangenen Jahr, darunter 39 Schulklassen. Auch das Angebot, hier den Kindergeburtstag zu feiern, wurde wieder sehr gut angenommen, auch wenn eines der beliebtesten Themen, das Fossiliensuchen auf der Halde Pörtingsiepen, wegen der Auswirkungen des Sturmes Ela bis heute nicht angeboten werden kann.

Fred van Führen, Vorstandsmitglied für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, freute sich, dass durchweg alle Themen der Bürgerschaft von den Medien aufgegriffen wurden und schloss daraus, dass der Vorstand mit den Themen nicht falsch liegen kann. Dies belegen auch rund 1.500 Gäste, die die Bürgerschaft bei ihren verschiedenen Angeboten begrüßen durfte. Detailliert ging Brigitte Kuschel, die nach dem Sommer 2014 den Arbeitskreis Veranstaltungen, Kultur und Jugend von Ulrich Matenar übernommen hatte, ein. Matenar hatte in diesem Zuge die Geschäftsführung übernommen, ein tausch der Aufgaben also. Kuschel ließ die wesentlichen Angebote unter den rund 25 übers Jahr verteilten Events noch einmal Revue passieren und erinnerte dabei unter anderem an das Jubiläumsfest des Mineralien-Museums, die immer gut besuchten Kurse zum Thema Zivilcourage, die Gartenberatung und natürlich auch an den Jahresempfang mit Verleihung der Josef-Götte-Medaille. Ein Highlight für die Kupferdreher Kinder war sicherlich der Besuch des ehemaligen Fußballnationalspielers Christoph Metzelder in den Grundschulen. Weitere Themen waren die Finanzen, Betreuungsrecht, aber auch energetische Sanierung oder Aquaristik.

Über eine ganz wesentliche Aufgabe berichteten Jürgen Gentzmer und Fred van Führen, als sie auf das Engagement der Bürgerschaft bei der Asylthematik eingingen. Die Arbeit der Bürgerschaft und allen Beteiligten wird weit über Essen hinaus als vorbildlich angesehen. Begonnen hatte alles mit der Gründung des „runden Tisches“ unter der Leitung des Arbeitskreisleiters Ortsteilgestaltung und Infrastruktur, Jürgen Genzmer, noch bevor der erste Asylbewerber in die Dilldorfschule eingezogen war. Otto Grimm koordiniert sowohl den Einsatz von inzwischen rund 20 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die an fünf Tagen der Woche eine Reihe von Angeboten vorhalten, als auch die Verwendung der Spenden. Beide Vorstandsmitglieder betonten dabei die äußerst positive Zusammenarbeit mit der Heimleitung von European Home Care, Ridda Martini. Natürlich durfte in van Führens Ausführung auch nicht die Preisverleihung bei der Deichmannstiftung fehlen. Die Bürgerschaft hat sich gemeinsam mit den beiden Grundschulen um den Förderpreis der Deichmannstiftung beworben mit dem Projekt „Bildung bewegt – Leben und Lernen in Kupferdreh“, bei dem es um die Integration der Kinder aus dem Asylbewerberheim in den Schulunterricht geht. Auch dass auf der Rückfahrt im Bus Party angesagt war, nachdem das Projekt in der Kategorie Bildung den ersten Preis gewonnen hatte, verschwieg van Führen nicht. Besonderen Wert legte er jedoch darauf, dass der Preis „für alle am Projekt Beteiligten, die Schulen, die Verantwortlichen der Bürgerschaft und besonders die vielen Ehrenamtlichen, eine besondere Anerkennung darstellt und somit praktisch auch eine Anerkennung für den ganzen Stadtteil im Umgang mit dem Thema ist.“

Von besonderem Interesse sind regelmäßig auch die Ausführung des AKL Ortsteilgestaltung und Infrastruktur, Jürgen Gentzmer. Gentzmer informierte über den aktuellen Sachstand rund um die Baumaßnahmen am Bahnhof Kupferdreh und ging dabei auch auf den Streit zwischen Deutsche Bahn und Stadt Essen um die Finanzen ein, die u.a. für die Offenlegung des Deilbaches benötigt werden. Mit dem Bau einer Brücke über den Deilbach, die die Verbindung vom Gewerbegebiet KU28 zum Baldeneysee, zur Sporthalle und zur Hespertalbahn herstellt, soll im Frühjahr begonnen werden. Der Neubau der Kampmannbrücke zwischen Heisingen und Kupferdreh wird nach aktuellem Stand noch einige Zeit auf sich warten lassen. Da die bisherigen Planungen nicht zu finanzieren sind, folgen weitere Abstimmungen, so dass es wohl erst 2016 losgeht. Dies birgt die Gefahr, dass gleichzeitig die Langenberger Straße (teilweise) als auch die Nebenstrecke Kupferdreh wegen Bauarbeiten gesperrt werden, was zu großen Verkehrsproblemen führen wird. Nicht voran geht es leider mit einer Begrenzung der Geschwindigkeit auf der A44. Die Kupferdreher wünschen sich wegen der enormen Lärmbelästigung, dass die Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h wieder zurückgenommen wird, doch das Land spielt da bislang nicht mit. Aktuell werden wenigsten Gespräche über einen optimierten Lärmschutz geführt.

Wolfgang Rüskamp ging dann noch auf die Arbeit des Konsortiums Deilbachtal ein, das aus Vertretern des Ruhrmuseums, des Vereins IDEE, des Historischen Vereins Essen sowie der Bürgerschaft Kupferdreh besteht. Demnächst sind die Finanzierungsanträge zu stellen. Die Stadt hat bereits zugesagt, in den nächsten fünf Jahren jeweils 100.000,-- Euro für die Erhaltung der Museumslandschaft bereitzustellen. Da dies bei weitem nicht ausreicht hat das Konsortium auch im Hinblick auf die Finanzierung des Projektes noch eine Menge zu tun. Eine Zeitreise durch das Deilbachtal und durch Kupferdreh gibt es bei der Bürgerschaft am 12. März um 19.30 im Seniorenzentrum St. Josef Heidbergweg im Rahmen eines Fotovortrages mit Horst Szepanek vom Kupferdreher Fotoclub.

Geschäftsführer Ulrich Matenar berichtete, dass die Bürgerschaft per 31.12.2014 193 Mitglieder hatte. Die Kassenprüfer bescheinigten dem Schatzmeister Wulf Lehn eine einwandfreie Kassenführung. Nachdem neben Kuratoriumschef Prof. Dr. Jürgen Gramke noch weitere Versammlungsteilnehmer lobende Worte für die engagierte Arbeit des Vorstandes fanden, wurde das Gremium von der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet.

Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurden alle Vorstandsmitglieder, die in diesem Jahr zur Wahl standen, einstimmig wiedergewählt. Besonders freut sich der Vorstand, dass ein vakanter Vorstandsposten nun wieder besetzt werden konnte. Lieselotte Gramke übernahm die Leitung des Arbeitskreises Heimatkunde und Archiv. Damit startet der Vorstand der Bürgerschaft Kupferdreh in ein weiteres Jahr mit interessanten Themen und Aufgaben. Die Kupferdreher können sich wieder auf viele unterschiedliche Angebote für die verschiedenen Zielgruppen und auf weiterhin sehr engagierte Arbeit ihrer Bürgerschaft freuen.

www.buergerschaft-kupferdreh.de
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