Ferienspatz“: Rhythmus und Ton, Tastatur und Balg bekamen „Flügel“

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  Oktober/November 2013

Mit rund 760 Veranstaltungen in den Sommerferien und rund 200 Angeboten in den Herbstferien legte die Stadt Essen ihr Projekt „Ferienspatz“ in 2013 im 40-igsten Jahr in Folge für daheim gebliebene Kinder und Jugendliche erneut auf. Zusätzlich zu den vielen Betreuungsangeboten, spannenden Ausflügen, interessanten Projekten oder Sportkursen hatte DA CAPO RUHR erstmalig, zusammen mit den Dozenten Tobias Dalhof und André Lutter, musikalische Kids-Workshops mit „Infotainment-Charakter“ für musikalisch ungeübte konzipiert und angeboten und ließ den Ferienspatz auch bei sich in den Herbstferien mehrfach landen.

„Tasten rocken – Instrumente zocken“ hieß, gemeinsam erkunden-probieren-musizieren. Und wo genau macht das Ding da jetzt die Töne? Um dieser Frage nachzugehen zerlegte Tobias Dalhof zunächst ein Akkordeon für die jungen Forscher. Gibt es etwas auch einen Zusammenhang zwischen Tönen und Noten? Und wieso stehen oder hängen diese schwarzen Gebilde da manchmal auf, zwischen oder unter solchen langen Strichen? Und wie muss ich jetzt dieses kleine Paket mit den aneinanderhängenden Metallteilen so auseinander sortieren damit es wie ein Notenständer aussieht? Es gab Fragen über Fragen und vieles dazu zu erforschen und zu entdecken. Nachdem jeder seinen „Notenständerführerschein“ gemacht hatte, der im Aufbauen Schnellste unter Wettbewerbsbedingungen ermittelt war und jeder auch noch seine weiteren und eigenen Forschungsergebnisse mit Akkordeon, Noten und Tönen hatte, wurde alles im gemeinsamen Zusammenspiel in kurzen Melodiefolgen zusammengetragen und vertont und die Kids fanden sich gut!

„Töne zocken – Rhythmus rocken“ war ein weiteres und separates Workshop-Thema. Es ging um Ton, Klang und Rhythmik, mit und ohne Instrument. Ob Silben oder verbundene Silben vokal gesprochen, ob eigener Körper oder Plastikbecher als Klangkörper, ob Klein-Percussion-Instrumente, Cajon oder Schlagzeugset Die jungen Teilnehmer konnten vieles erproben und hatten bereits schon mit der „Vokaltechnik“ erste rhythmische Grundmuster schnell verinnerlicht. Es war ja doch spannend, daß es irgendwie nichts zu geben schien, mit dem sie nicht in irgendeiner Form Töne und Klänge und damit auch Rhythmus erzeugen konnten. Nicht nur, daß sie bei „Body-Percussion“ viele unterschiedliche Klänge mit ihren Händen am eigenen Körper erzeugen konnten, selbst ein Instrument wie das Akkordeon eignete sich dazu, mit der flachen Hand auf dessen Gehäuse schlagend, Rhythmus zu gestalten. Und was man erst so alles mit einem schnöden Trinkbecher beim „Becher-Rap“ veranstalten kann, es war schon toll.
Der beste Geschichtenerzähler durfte phantasievolle Geschichten erfinden, die dann von Tobias Dalhof mit dem Akkordeon musikalisch unterlegt, begleitet und in Live-Improvisation vertont wurden. Aber was wäre solch ein Workshop ohne Musikquiz? Ob Kinderlied oder TV-Erkennungsmelodien und egal, wie Tobias Dalhof sie auch am Akkordeon melodiehaft variierte, keine Melodie blieb von den Teilenehmern unerkannt.
Die Kids waren stolz auf sich und auch darauf: Jeder erhielt am Ende der Workshops eine Urkunde über die Teilnahme zusammen mit dem „erfolgreich bestanden Notenständer-Führerschein“ bzw. der mit „Erfolg bestandenen Anwärterprüfung zum Tonlaboranten“.

Es waren lebendige Workshop-Tage, nicht nur der lebhaften jungen Damen und Herren wegen, die die Dozenten und Betreuer gelegentlich dann doch mal zugegebenermaßen sichtbar ins Schwitzen brachten, die auch das Betreuerteam noch wieder Neues und Anderes musikalisch entdecken und lernen ließ.
AF
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