Jahresempfang der Bürgerschaft Kupferdreh

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Prof. Dr. Jürgen Gramke, Vorsitzender des Kuratoriums der Bürgerschaft Kupferdreh, li., und Wolfgang Rüskamp, Vorsitzender der Bürgerschaft, verleihen Ellen Menne die Götte-Medaille für ehrenamtliches Engagement.
Essen: Bürgerschaft Kupferdreh | Auch in diesem Jahr begrüßte der Vorsitzende der Bürgerschaft Kupferdreh, Wolfgang Rüskamp, zahlreiche Gäste beim Jahresempfang der Bürgerschaft Kupferdreh. Zum ersten Mal fand der Empfang in dem neu renovierten Gemeindeheim der Gemeinde St. Josef Ruhrhalbinsel statt, wo auch der letzte Platz besetzt war. Die Grüße der Stadt überbrachte Bürgermeister Rudolf Jelinek, der lobende Worte fand für die in Kupferdreh ehrenamtlich Engagierten. Auch die Flüchtlingssituation und die ehrenamtliche Arbeit im Asylbewerberheim Dilldorfschule stellte Jelinek heraus. Zwischen den Redebeiträgen lockerten mit Sarah Kortmann und Deborah Oladeji zwei fantastische Sängerinnen der Band "Das bleibt" mit toller Musik die Veranstaltung auf.
Auch in diesem Jahr präsentierte Vorstandsmitglied Fred van Führen einen Rückblick auf die Aktivitäten der Bürgerschaft Kupferdreh im Jahre 2015. Allein die Vielzahl der Themen und Angebote, die van Führen in geballter Form Revue passieren ließ, brachte die Gäste zum Staunen. Dabei beeindruckte jedoch nicht nur die reine Anzahl der Angebote und Aktivitäten, sondern auch deren Vielfalt. Diese reichten von Heimatkunde bis Integration, von Information bis zur Herausgabe eines Kinderbuches und von der Ortsteilgestaltung bis zur Gedenkstunde zum Volkstrauertag. So war für alle Zielgruppen in Kupferdreh etwas dabei. Als Gastredner gab Guido Halbig, Leiter des Deutschen Wetterdienstes in Essen einen umfassenden Überblick über die Arbeit des Deutschen Wetterdienstes, um dann über die Entwicklung des Klimawandels zu informieren. Natürlich kam dabei gleich die Frage auf, wie wohl das Wetter am 13. März sein wird, wenn mit dem Festumzug der wetterbedingt ausgefallene Rosenmontagszug nachgeholt wird. Doch da ließ sich Halbig nicht festnageln, weil eine seriöse Voraussage so früh nicht möglich ist.
Endlich war der wichtigste Programmpunkt des Jahresempfanges erreicht, die Verleihung der Josef-Götte-Medaille, die die Bürgerschaft in jedem Jahr für außerordentliches soziales Engagement vergibt. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Jürgen Gramke, der Vorsitzende des Kuratoriums der Bürgerschaft Kupferdreh. Doch zunächst ging auch Prof. Gramke auf das ehrenamtliche Engagement bei der Bürgerschaft ein und sprach ein großes Lob für die Arbeit des Vorstandes aus, "der ja oft zu kurz kommt, weil er sich ja nicht selbst loben kann." So war auch der Bogen zur diesjährigen Trägerin der Götte-Medaille gespannt. Preisträgerin 2016 ist Ellen Menne aus Überruhr. Sie engagiert sich schon seit vielen Jahren für soziale Zwecke. Bereits in den 80er Jahren kümmerte sie sich um die Aus- und Übersiedler aus dem Osten, später um die Flüchtlinge vom Balkan. Besonders beeindruckt hat die aus Vertretern der Ruhrhalbinsel-Stadtteile bestehende Jury das Bücher-Projekt, welches genau genommen aus zwei Teilen besteht. Zum einen hatte die Preisträgerin bereits 1989 zusammen mit ihrer Freundin Ruth Roscher ein Kochbuch herausgebracht. Der Erlös war damals für die Ausstattung des Gemeindezentrums in Überruhr gedacht. Im Laufe der Zeit wurden daraus insgesamt drei Bände und immer wurde der Erlös für gute Zwecke verwendet, etwa für Misereor, das Steeler Hospiz oder die Krebshilfe. Darüber hinaus. Darüber hinaus veranstaltet Menne mit ihren Mitstreiterinnen seit 1993 einen Bücherbasar, den nächsten am 5./6. März im Gemeindezentrum Überruhr-Hinsel. Die Erlöse aus dem Bücherbasar gehen an die Essener Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder e.V., die unter anderem nahe dem Klinikum Essen ein Haus betreibt, in dem Eltern von krebskranken Kindern während der Behandlung im Klinikum wohnen können, um in der Nähe ihrer Kinder sein zu können. Als wenn das alles noch nicht genug wäre, ist Ellen Menne seit dem letzten Jahr auch noch am Eine-Welt-Stand auf dem Kupferdreher Markt vertreten - natürlich bei Wind und Wetter. Bei alle ihrem Engagement zeigt sich die Preisträgerin jedoch in erster Linie dankbar. Dankbar dafür, dass sie bei all ihren Aktivitäten für die verschiedenen guten Zwecke nie allen war. "Bei allen Aktionen war ich nie allein. Stets wurde ich von vielen unterstützt. Gemeinsam konnten wir die Not so mancher Menschen lindern. Für dieses gemeinsame Tun zugunsten anderer bin ich dankbar."


www.buergerschaft-kupferdreh.de
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