Zu Gast in Polen

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Auf der Dombrücke

Der Quartettverein "Frohsinn" zu Gast in Polen

- Ein Reisebericht -

Zu einer Erlebnisreise der ganz besonderen Art gestaltete sich die Exkursion in unser Nachbarland. Die mit mehr als 630.000 viertgrößte Stadt Polens, Breslau, seit 2016 "Kulturhauptstadt Europas", war für 3 Tage das Domizil der Burgaltendorfer.
Nach einem gut einstündigen Flug, Transfer ins Hotel "ART" und Geldwechsel, wurde bei einem Rundgang der innere Stadtkern erkundet: Zunächst erreichte und besichtigte man das ehemalige Gefängnis, das heute ein Lokal beherbergt. Am Eingang begegnet der Besucher einem ganz besonderens Kennzeichen Breslaus: Ein Zwerg mit Eisenkugel am Fuß hinter Gittern. Es erinnert an einen Protest der ORANGE ALTERNATIVE Anfang der 80-er Jahre gegen die Obrigkeit. Diese Zwerge sind ein Wahrzeichen für Breslau im Gleichschritt mit Solidarnosz in Danzig.

Chorauftritt

Der Weg führte weiter zum Universitätsgebäude mit Besichtigung der Aula Leopoldina und einem Chorauftritt im Musiksaal des Oratorium Marianum.
Im weiteren Verlauf führte der Weg über die Dombrücke (auch grüne Brücke genannt) auf die Dominsel, dem ältesten Stadtteil Breslaus. Sie beherbergt die Doppelkirche St. Bartholomäus sowie die St.- Kreuz-Kirche und den Dom.

Bei Gerhart Hauptmann

Am Folgetag lockte eine Reise in die Heimat des berühmten Berggeistes Rübezahl ins Riesengebirge. In Agnetendorf wurde am Museum des Dramatikers und Schriftstellers Gerhart Hauptmann Halt gemacht, bevor die Reisegruppe bei der anschließenden Fahrt durch das Hirschberger Tal Schloss Lomnitz erreichte und dort auch fürstlich speiste.

Ein Gotteshaus für 7500 Besucher

Ein ganz besonderes Ziel war ein Weltkulturerbe: Die barocke ev. Friedenskirche "Zur heiligen Dreifaltigkeit" in Schweidnitz. Diese Fachwerkkonstruktion wurde innerhalb eines Jahres nur mit Stroh, Lehm und Holz ohne Turm erbaut und bietet 3000 Sitzplätze. Insgesamt nimmt sie 7500 Besucher auf.
Der letzte Tag führte in das Glatzer Bergland mit der Besichtigung der Stadt Glatz. Beeindruckend hier die gotische Karlsbrücke, die dem Original in Prag nachempfunden ist sowie die Festung mit den zahllosen unterirdischen Minengängen.

57 Stufen

Über Bad Reinerz (wo Chopin damals sein erstes Auslandskonzert gab) und Bad Altheide wurde Albendorf, auch bekannt als "Niederschlesisches Jerusalem", erreicht. Ziel waren die Besichtigungen der barocken kath. Wallfahrtskirche und der Kalvarienberg auf dem Berg Sinai. Zur Basilika Maria Heimsuchung führte eine 57-stufige, symbolträchtige Treppe: Die ersten 9 Stufen sollen an die Engelschöre, die nächsten 33 an die Lebensjahre Christi und 15 an die Lebensjahre von Maria bis zur Geburt Christi erinnern. Als letzter bleibender Eindruck dieser tollen Reise ist sicher die im Abendlicht illuminierte Kirche.

Ein herzlicher Dank gilt unserem Sänger Klaus Blaschke für die hervorragende Reiseleitung.
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