Der Vampir von Rüttenscheid

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Auch in gepflegten Stadtteilen treiben Vampire ihr Unwesen. Davon erzählt „Der Vampir von Rüttenscheid“, die neue Produktion des Theater Courage in der Goethestraße. Gaby Dauenhauer und Falk Hagen haben die Geschichte des aus der Art geschlagenen Vampirs Adrian geschrieben. Der labt sich nicht am Blut lebender Opfer sondern arbeitet als Nachtwächter im Klinikum, um seinen Durst dort an Blutkonserven zu stillen. Durcheinander gebracht wird das Leben zwischen Spinnweben und Tagen im Sarg-Bett nicht nur von Vampirjäger van Halzink, sondern auch von Adrians Mutter, die ihr Söhnchen inspiriert seine Zähne zu zeigen.

Ein großer, roter Sarg aus Holz ist nicht nur der Mittelpunkt von Adrians Vampirleben, sondern auch zentrales Requisit auf der Bühne. Umrahmt von riesigen weißen Spinnweben, antiken Kerzenleuchtern und Schummerbeleuchtung ist er das ideale Möbelstück für einen Vampir auf Abwegen. Der ist zwar nach wie vor auf Blut zum „Spätstück“ angewiesen, lehnt es aber ab unschuldige Opfer zu suchen. Sein Leben gerät aus den Fugen als zunächst seine 738 Jahre alte, lesbische Mutter Vulpia erscheint und ihm ihren neuen Liebhaber und Diener vorstellt. Als Chef Heinze dann auch noch den Verlust von Blutkonserven bemerkt und die Chefsekretärin sich ein Leben mit Adrian wünscht, geht es drunter und drüber in Adrians Gefühlswelt.

In der unterhaltsamen Komödie geht es um Liebe auf den ersten Biss, Mord und Totschlag und den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. Doch wer ist der Gute und wer der Böse? Während Vampir Adrian seine Natur verleugnet stellt Peter Heinze seiner Sekretärin nach. Und der Vampirjäger ist nicht zimperlich Verdächtigen einen Pflock ins Herz zu jagen – gefragt wird später. Polizeikommissar Keller hat es nicht leicht das Richtige zu tun. Als Heinze Adrians Identität aufdeckt und immer mehr Blut verlangt, nimmt das Unheil seinen Lauf. Plötzlich säumen ausgesaugte Menschen die Straßen von Rüttenscheid, dem von Adrian so geliebten Stadtteil. Da wird ein Straßenschild zur Gitarre. Da müssen sich alte Damen gegen Straßenräuber wehren. Und in der Disko tanzt der Vampir plötzlich Riverdance. Neben den Autoren und der Stammbesetzung des Theaters überzeugen auch Oli Neumann als Vampirjäger und Ariane Raspe als vampirgeile Sekretärin.
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Elisabeth Pauly aus Essen-Süd | 26.10.2015 | 20:09  
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