Vergessene Orte-Garzweiler 2

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Ein Dorf verschwindet-hier Borschemich Schöffenstr.
 
Reste des Autobahnkreuzes Holz an der A44
Erkelenz: St.Martinus | Der Braunkohleabbau ist für die Deutsche Energie wichtig ,allerdings bringt er auch große Eingriffe in die Landschaft mit .Erst mal einen Blick in die Geschichte des Braunkohletagebaus im Rheinischen Braunkohlerevier .Braunkohle wird heutzutage vorwiegend zur Stromgewinnung genutzt, die Kraftwerke befinden sich in der Nähe der Abbraumgebiete früher wurden Briketts zum Heizen der Wohnungen produziert .So wurden bei Brühl die ersten Braunkohletage Abbau abschnitte in Betrieb genommen, dies erfolgte schon 1812
.Einige Reviere später ging dann das politisch umstrittene Braunkohlerevier Garzweiler in Betrieb hier wird Braunkohle seit 1983 abbgebaut.Das Gebiet von Garzweiler umfasst im Groben das Gebiet an der ehemaligen A 44 zwischen Holz und Jackerath, Auch diese Autobahn musste der Braunkohle weichen, in naher Zukunft betrifft das auch die A61 die derzeit den Verkehr der A44 aufnimmt .Vielfach müssen Menschen umgesiedelt werden ,dieses geht meist nicht reibungslos vonstatten. Da hier örtliche Strukturen zerstört werden z.B das Gemeindeleben oder Vereinsleben oder Nachbarleben in den Orten .Dabei werden neue Ortschaften gebaut ,die natürlich nicht den Flair haben wie Ursprungsorte, auch fehlen die Lokale Sehenswürdigkeiten, das einzige was sie mit den alten Orten gemeinsam haben ist der Name mit dem Zusatz Neu-.z.B Holz und Neu-Holz . Nun besichtigen wir dieses Gebiet. Dabei gibt einiges zusehen zum Beispiel künden bei der ehemaligen GemeindeHolz(Jüchen ) Reste der ehemaligen A44 darunter Brückenfundamente die ins nichts führen, vom Ort selbst den ich auf Grund eines Tipps eines Freundes im August 2008 besucht habe er ist dem gigantischen Tagebau gewichen, dieses muss für Leute die hier früher gelebt haben hart sein da sämtliche Erinnerungen mit verschwinden und Abbruch des Ortes endeten.
Am Rande des Abbaugebietes sind Pumpen in die Erde gelassen damit das Grundwasser abgepumpt muss, da die Braunkohle weich wie eine Kartoffel ist, auch dieser Vorgang hat Auswirkung auf die Umwelt. Die Erkundigung der Gegend starten wir am Autobahnrest in Holz wo ein einsames Straßenschild an Holz erinnert ,nicht weit davon ist ein Aussichtspunkt von dort kann man in die Grube gucken. Nun folgen wir den parrarel zum Tagebau gebauten Wirtschaftsweg, dessen Zustand eher dazu rät zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu nutzen.
Wie kommt nun die Kohle ins Kraftwerk, dazu Blicken wir in den Tagebau der von RWE Power betrieben wird und sehen dort Schaufelradbagger mit beeindrucken Massen. Den hier Eingesetzten Bagger 288 stellte ich mal vor Länge 220 Meter und 96 Meter hoch, seine Fördermenge täglich 240 000 Kubikmeter.4 Mann Besatzung braucht das Landschaftsfressende Monster, Förderbänder bringen die Kohle ins Kraftwerk Frimmersdorf. Selbst diese riesigen Maschinen wirken auf den Betrachter aus sicherer Entfernung wie Spielzeuge . Ein normaler Mobilbagger der vor der eigenen Haustür zu Kanalarbeiten eingesetzt wird kommt auf 6 m Länge und 3 m Höhe. Hier am Rande der Grube stehen Y-Förmige Wassersprüher die den Staub im Tagebau halten sollen, das Landschaftsbild entspricht eher der Stimmung in einem Endzeitfilm karg und flach, getrennt nur durch kleine Erdhügel vom übrigen Gebiet, aber wer stellt hier Windräder auf, ein Widerspruch Deutscher Energiepolitik. Keine Frage die Windräder sind ein umweltschonder Energieträger. Nun zurück zur Gegend wir sind inzwischen am Ortsrand von Borschemich. Auch sind hier die Abbrucharbeiten schon im Gang es wird alles abgerissen egal ob es die Alte Kirche ist oder ein modernes Einfamilienhaus. Der Ort ist inzwischen fast vollständig umgesiedelt. Hier wirkt alles sehr einsam ,überall sind Fenster blockiert oder Rollanden sind heruntergelassen. So kündet die örtliche inzwischen aufgelassene Bankfiilale von einer sofortigen Schließung aus Sicherheitsgründen ,aber wer soll hier noch Geld abholen? Inzwischen sind auch aus Borschemich die Toten umgebettet worden. Die derzeitige Landesregierung von Nordrhein-Westfahlen verkündete im März 2014 das ein Viertel des geplanten Abbaugebietes nicht abgebaggert wird und damit diese Menschen in ihren Dörfern bleiben können .Vielfach lösen einzelne Ortsnahmen der betroffenen Orten in den Medien bei einigen Menschen Unbehagen aus. Wer das Abenteuer scheut oder es nicht kann ,im Bochumer Bergbaumuseum gibt es eine Ausstellung die sich mit dem Thema auseinander setzt.
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