Wenn einer eine Reise tut . . . Auf der Donau mit der Arosa Bella!

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    Engelhartszell (Österreich): Donau | Ablegen in Engelhartszell am Samstag um 17Uhr war angesagt. Also rechtzeitig an Bord und einchecken. Die Kabine auf Deck 1 war ausreichend groß, ca. 15qm, und hatte kein Bullauge, sondern ein großes Fenster, voll ausgestattet mit Klimaanlage, Dusche und WC, gemütlicher Sitzecke und kleinem Schreibtisch, auf dem Fernseher und Telefon stehen.
In der Lounge begrüßte die Crew die Reisenden mit einem Glas Sekt und stellte sich vor.
Mit fast 1,5 Std. Verspätung legte die Arosa Bella dann ab, weil die Bahn mal wieder nicht pünktlich war und Gäste sonst das Schiff verpasst hätten. Mit Musikbegleitung gab´s dann ein Wendemanöver während die Mitreisenden bei Sonnenschein an Deck standen. Auf geht’s Richtung Wien, vorbei am erleuchteten Linz und Melk zum Anleger, direkt an der Jubiläumskirche. Eine Stadtrundfahrt durch die traumhaft schöne Stadt mit ihren historischen Gebäuden darf natürlich nicht fehlen.
Auch das Hundertwasserhaus und das gegenüberliegende Hundertwasser Village gehören mit in das Programm, was auf unserer Reise eine kleine Geschichte zu Tage brachte:
Ein Ehepaar aus Travemünde saß mit einem anderen Paar aus Düsseldorf zusammen; sie unterhielten sich über Hundertwasser und seine Bilder. Die Dame aus Düsseldorf erwähnte, dass sie vor Jahren ein Bild gekauft habe. Auf die Frage nach einer bestimmten Galerie, wurde dies bestätigt. Als dann auch noch das Kaufjahr 1992 herauskam, war der „Bilderdiebstahl“ aufgeklärt. Die Dame aus Travemünde hatte einmal in Düsseldorf gewohnt und gearbeitet und kam fast täglich an dieser Galerie vorbei, sah das Bild und hatte sich darin verliebt, sparte das Geld zusammen, sprach mit ihrem Steuerberater und auch mit dem Galeristen. Als sie endlich alles zusammen hatte, war das Bild zwei Tage vorher verkauft worden – an die Dame aus Düsseldorf. Aufklärung nach 25 Jahren.
Am Abend hatten wir uns für die Fahrt „Wien bei Nacht“ angemeldet, die im Heurigen in Grinzing endete, in dem schon Hans Moser seinerzeit regelmäßig verkehrte. Wir wären noch gern länger geblieben, aber der Rundfahrtbus wartete schon, um uns zurück zum Schiff zu bringen. Vorbei an den erleuchteten Gebäuden Wiens war die Arosa Bella schnell wieder erreicht.
Der nächste Tag führte uns in den Stephansdom mit Führung und anschließend zu Fuß durch kleine Gassen hin zum Burghof-Café.
Auf dem Schiff erwartete uns ein kleines Quiz mit der Crew, das von Moderator Dirk Haasler hervorragend begleitet wurde. Drei Antworten auf eine Frage wurden von der Crew gegeben, aber nur eine war richtig, aber welche!?
Zwischendurch konnte man die erleuchtete Festung von Bratislava an uns vorbeiziehen sehen. Das ist schon ein erhebender Anblick, so vom Fluss aus gesehen.
Die Nacht war ruhig und am nächsten Morgen lagen wir in Esztergom vor Anker. Die kleine Bimmelbahn brachte uns durch die etwas ärmliche Stadt hinauf zur prunkvollen Basilika. Mit einem wundervollen Ausblick von der Anhöhe auf die Donau und die Stadt verabschiedeten wir uns von Bratislava und fuhren Richtung Budapest. Nach wenigen Stunden sahen wir schon das monumentale Parlament, eins der Wahrzeichen Budapest´s vor uns.
Unser Liegeplatz war unmittelbar an der Grünen Brücke, nur ein Steinwurf von der historischen Markthalle entfernt, in die man auf jeden Fall einmal gehen musste.
Als Angebote gab es eine Stadtrundfahrt, eine Fahrt durch die Puszta mit Kutschfahrt und eine Abendrundfahrt mit Foto-Stopp´s, für die wir uns entschieden haben. Vorbei am Heldenplatz, den großen Hotels und angestrahlten Kirchen fuhren wir von Buda über die Brücke nach Pest, hinauf zum Burgpalast, wieder hinunter und noch einmal hinauf zur Siegessäule am Gellertberg. Wenn man diese große Weltstadt einmal von oben gesehen hat (der Ausblick ist unbeschreiblich), dann versteht man, warum sie so beliebt ist. Nach dem Frühstück am nächsten Tag haben wir uns einmal die Markthalle vorgenommen, was uns einfach nur Staunen lies. Kleidung, Dekoartikel, Obst und Gemüse, Fleisch, Schmuck, Cafe´s und Restaurants, alles unter einem Dach in wundervoller historischer Umgebung.
Leider war der Besuch in Budapest schon wieder vorbei und die Rückfahrt hat begonnen. Aber ein paar Highlights hatten wir ja noch vor uns.
Beim Auslaufen aus dieser Weltstadt gab es an Bord ein Barbecue, persönlich an Achtern zubereitet von den Köchen der Arosa Bella. Als dann Koch Don sich vom Grill entfernte, sich das Mikrofon unseres DJs Dirk nahm und sang, war der Abend schon in Stimmung. Erst noch den wunderbaren Sonnenuntergang auf der Donau genießen und anschließend nach Achtern zur Party vorbei am abendlichen Esztergom. So war der Tag perfekt!
Der sechste Tag brachte uns nach Bratislava, das wir schon Tage zuvor in voller Abendbeleuchtung gesehen hatten. Ein kleiner Rundfahrtbus fuhr uns, voll gepackt mit Informationen über Headset, hinauf zur viertürmigen Burg, von der man einen herrlichen Blick hatte. Vor dieser schneeweißen Burg zu stehen ist schon ein Erlebnis. Zurück durch die malerische Altsatdt, noch einen Kaffee in der Fußgängerzone zwischen alten und uralten Häusern, war die Zeit schnell vorbei und wir mussten wieder zur Arosa Bella. An Bord noch die Auflösung der Tombola und zum Abschluss des Tages feierten wir mit der DJane Claudia in ihren Geburtstag hinein.
Der siebte Tag begann gleich am frühen Morgen mit der Vorbeifahrt am bekannten Dürnstein mit dem berühmten blauen Turm, weiter durch die herrliche Wachau Richtung Melk.
Hier begegnete uns „Ilse“, Taxifahrerin mit einem Elektro-Großraumtaxi. Ilse ist eine Seele von Mensch, immer gut drauf und in Melk scheinbar ortsbekannt. Sie fuhr uns durch die kleinsten Gassen, hielt an, erklärte einiges, fuhr weiter, hielt wieder, und kein Autofahrer hinter ihr drückte auf die Hupe, bei uns unvorstellbar. Bis zum Kloster vor die Tür wurden wir gebracht und sie wartete, bis wir wieder da waren. Durch die Fußgängerzone, direkt vor ein Café, wo Dirk Haasler schon auf uns wartete. Jetzt einen „gerührten Eiskaffee“, eine Spezialität in Melk. Plötzlich stand Ilse wieder mit ihrem Taxi vor dem Café und holte uns ab Richtung Liegeplatz.
Der letzte Abend hat begonnen mit der Verabschiedung der Crew und einem besonderen Abendessen. Don sang noch einmal für uns und die letzten Blicke gingen durch Niederösterreich entlang der Donau, mit Burgen kleinen Orten und malerischen Landschaften.
Wichtig sind aber auch noch ein paar Worte über die Crew, den Service und die Verpflegung. Mit der Crew kam man sofort in Kontakt, man fühlte sich einfach zuhause, man fühlte sich wohl. Man hatte überhaupt nicht das Gefühl, ein Gast zu sein, sondern auch der Service gab einem den Eindruck, zur Familie des Schiffes zu gehören. Die Verpflegung war so gut, dass ich den Eindruck hatte, zwei Wochen nach der Reise nichts mehr essen zu dürfen. Ob Morgens, Mittags oder Abends, es gab immer ein sehr reichhaltige Buffet auf dem für jeden etwas zu finden war.
Eine rundum gelungene Reise.

Reiseberichte werden ständig verfasst, aber ich wollte hier einmal meine Wahrnehmungen in Text bringen, ohne bei jedem Landgang auf die Einzelheiten einzugehen. Man könnte natürlich hier soviel Eindrücke noch erzählen, das würde aber ein Buch füllen.
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6 Kommentare
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Manfred Wittenberg aus Düsseldorf | 20.07.2017 | 09:00  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 20.07.2017 | 09:09  
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Günther Gramer aus Duisburg | 20.07.2017 | 09:12  
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Luzie Schröter aus Fröndenberg/Ruhr | 20.07.2017 | 09:39  
Norbert Janz aus Essen-Steele | 20.07.2017 | 09:53  
50.332
Renate Schuparra aus Duisburg | 20.07.2017 | 15:05  
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