Auf vier Pfoten zur Deutschen Meisterschaft: Ulrich Schröder aus Kray und Rettungshund „Zar vom Hassel“ sind in Herne dabei

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Ein starkes Team: Ulrich Schröder mit seinem "Zar".
 
Sabrina Czaplewski nimmt mit Gisela ebenfalls an den Deutschen Meisterschaften teil.
Essen: Kray | Wenn vom 6. bis 8. Mai in Herne die bereits elften Deutschen Meisterschaft für Rettungshunde stattfinden, dann heißt es auch "Daumendrücken" für einen Essener Kandidaten - Ulrich Schröder von der gleichnamigen Hundeschule in Kray wird sich dem sportlichen Wettkampf zum wiederholten Mal stellen - mit dabei: sein Riesenschnauzer „Zar vom Hassel“. Seine Chancen: gar nicht schlecht!

VON JULIA COLMSEE

Genau genommen ist Schröder bereits ein alter Hase - der die Deutschen Meisterschaften sogar schon mal gewonnen hat. Aufgeregt sei man trotzdem immer, gibt er zu. Antreten wird er mit seinem zehnjährigen Riesenschnauzer „Zar“. „Mit Riesenschnauzern arbeite ich am liebsten! Sie brauchen in der Ausbildung zwar etwas länger als beispielsweise Schäferhunde, sind meiner Meinung nach aber gefestigter und körperlich meist gesünder!“ Und Schröder weiß, wovon er spricht. Der gebürtige Sachse arbeitete bereits zu DDR-Zeiten mit Hunden - nahm an DDR-Meisterschaften teil. Bereits vor dem Mauerfall entschied er sich, das Land zu verlassen - natürlich mit Hund! Drei Monat dauerte seine Flucht dadurch insgesamt - zurücklassen kam natürlich trotzdem nicht in Frage.
Um im Hundesport erfolgreich sein zu können, gilt es auf viele Dinge zu achten, erklärt Ulrich Schröder. „Das fängt natürlich bei der Auswahl der Hunde an. Prinzipiell kann und soll natürlich jeder Hund mitmachen - besonders geeignet sind allerdings Rassen, die recht verspielt sind.“ Denn das Aufspüren von Fährten fällt den Hunden dank ihrer feinen Nase zwar relativ leicht - sie müssen es aber auch wollen! „Für unsere Hunde gestalten wir das wie ein großes Spiel, an dessen Ende eine besondere Belohnung winkt. Das kann mal ein Leckerchen sein - aber natürlich auch genau so eine intensive Spieleinheit!“
Mit der Ausbildung sollte bereits im Welpenalter begonnen werden, erklärt der erfahrene Hundetrainer. „Gerade im Alter von 10 bis 18 Wochen entwickelt sich das Gehirn bei jungen Hunden - was sie in dieser Zeit lernen, darauf werden sie ein Leben lang zurück greifen. Und andersherum: Was sie in dieser Zeit nicht lernen, wird nachher sehr viel schwerer zu trainieren sein. Nicht nur für zukünftige Rettungshunde empfiehlt Schröder daher dringend den Besuch eines Welpenkurses.
Wenn es am Freitag nach Herne zur Deutschen Meisterschaft geht, wird in insgesamt drei Disziplinen geprüft: Fährtensuche, Trümmersuche und Flächensuche. Gibt es eine Disziplin, die Schröder als am schwierigsten einschätzt? „Das kann man so nicht sagen - es kommt sicherlich stark auf den Hund an. Sie alle haben ja eine gute Nase - übrigens eine Fähigkeit, die bislang noch von keiner Maschine ersetzt werden konnte. Alles hat so seine Schwierigkeit. Wenn man bedenkt, dass die Hunde beispielsweise in der Disziplin ‚Trümmersuche‘, Menschen durch zwei Meter dicke Mauern aufspüren müssen…“ Wichtig und eigentlich unabdingbar sei für den Hund die Auflösung des Spiels. „Er sollte immer am Ende was finden - sonst erlahmt seine Bereitschaft. Sie brauchen das Erfolgserlebnis!“
Alleine fährt Ulrich Schröder nicht zur Deutschen Meisterschaft - begleitet wird er unter anderem von Sabrina Czaplewski, die in seiner Hundeschule mit ihrer fünfjährigen Schäferhündin „Gisela vom Dorneburger Bach“ trainiert. „Wir freuen uns natürlich schon sehr auf die Meisterschaften in Herne - meiner Heimatstadt! Immerhin können wir auch noch wichtige Punkte für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft Ende September in Italien sammeln!“ Darauf baut Ulrich Schröder auch. „Da möchten wir natürlich auch gerne teilnehmen. Dabei geht es mir überhaupt nicht um Pokale. Ich möchte vielmehr einen Vergleich unseres Leistungsstandes haben. Wenn wir gut abschneiden, dann liegen wir mit unserer Ausbildung - die ja immerhin drei bis vier Jahre dauert - wohl ganz richtig!“
Dann heißt es jetzt wirklich „Daumendrücken“ für Ulrich Schröder und sein Team - wie sie abgeschnitten haben und ob die Weltmeisterschaft jetzt als nächstes Ziel feststeht… wir werden nachfragen - ein nächstes Treffen steht schon fest!
Weitere Informationen zur Deutschen Meisterschaft in Herne finden Sie im Netzt auf www.dvg-hundesport.de.
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