Blütenzauber im Park: VKJ-Kinderhaus am Eickelkamp feierte Sommerfest

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Der VKJ-Vorsitzende Frank Müller (3. v.r.), Kinderhaus-Leiterin Stefanie Römer (5. v.r.) und Erzieherin Stefanie Eckers-Golkowski (r.) schlüpften beim "Wasserblüten-Experiment" gemeinsam mit Kindern und Eltern in die Rolle von Naturwissenschaftlern. Foto: VKJ
 
Eltern-Engagement: Die Väter Tobias (l.) und Mattheo kümmerten sich am Grill um das leibliche Wohl der Sommerfest-Besucher. Foto: VKJ
Essen: VKJ-Kinderhaus im Park |

Nein, der Regen, der am 1. Juli reichlich fiel, konnte der guten Stimmung beim Sommerfest im "VKJ-Kinderhaus im Park" am Eickelkamp keinen Abbruch tun. Das Team war gut vorbereitet und hat kurzerhand etwas umdisponiert und die Spielstationen nach innen verlegt, als es absehbar war, dass der Himmel seine Schleusen auch am Samstag nicht schließen wollte.

Die im Herbst 2015 fertiggestellte Kindertageseinrichtung des VKJ, Verein für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e. V., liegt mitten in Steele. Die Bochumer Straße mit ihrer Fußgängerzone ist nur ein paar Schritte entfernt. Und doch ruht das Kinderhaus ganz idyllisch am Plesser Park hinter viel Grün und bunten Blumenrabatten.

Motto passend zum Grüne-Hauptstadt-Jahr

Die Flora freute sich ganz sicher über die anhaltenden Schauer und so gesehen passte das Wetter dann doch ganz gut zum Motto des Festes: "Blütenzauber"!
"Wir haben das Thema der Veranstaltung im Rahmen der 'Grünen Hauptstadt Europas 2017' gewählt", erklärt Kinderhaus-Leiterin Stefanie Römer. Und so standen nicht nur Klassiker wie Kinderschminken und Bewegungsparcours auf dem Programm, sondern auch Spiele rund um die Blume. Beim Wasserblumen-Basteln etwa konnten die Kinder mit eigenen Augen sehen, wie die aus buntem Tonpapier ausgeschnittene Papierblume förmlich zum Leben erwacht, wenn man sie in eine Schale mit Wasser legt. "Naturpädagogisches Erleben gehört in unserem Kinderhaus generell zum Kita-Alltag. Das Blüten-Experiment ist eine schöne Form, physikalische Prinzipien kindgerecht zu veranschaulichen und zu vermitteln", erläutert Erzieherin Stefanie Eckers-Golkowski, die die Knirpse an dieser Spielstation anleitet. "Das Papier saugt sich voll Wasser und dehnt sich aus. Die Blütenblätter brauchen Platz und öffnen sich."
Dass man Schmetterlinge und Blütenkränze auch drinnen basteln kann, zeigte sich beim Sommerfest ebenso wie der Umstand, dass die Grillwurst auch im Gruppenraum schmeckt, der an diesem Tag, mit Biergarten-Garnituren ausgestattet, zum Schlemmen und Klönen einlud.

"Erlebnisgarten" auf dem Kita-Gelände

Passend zum Grüne-Hauptstadt-Jahr kann das Kinderhaus außerdem mit einem "Erlebnisgarten" aufwarten, der dank finanzieller Unterstützung durch das Projektbüro der Grünen Hauptstadt und dem Engagement zweier ehrenamtlicher Helferinnen auf dem Kita-Gelände installiert werden konnte. In vier Hochbeeten tummeln sich Kohlrabi, Petersilie, Karotten, Tomaten und anderes junges Gemüse, das die Kinderhaus-Kinder selbst ausgesät haben und das natürlich auf ihren Tellern landet, wenn es reif ist.
"Die Unterstützung für dieses Projekt seitens der Stadt freut uns sehr und bestärkt uns in unserer Idee und unserem Handeln, Kindern einen respektvollen Umgang mit der Umwelt zu vermitteln", sagt Frank Müller, 1. Vorsitzender des VKJ und Abgeordneter der SPD im NRW-Landtag. "Hier lernen und erfahren die Kinder im täglichen Umgang viel über gesunde, ausgewogene Ernährung, Umweltschutz und Ressourcenschonung. Es entwickelt sich ein Bewusstsein, das sie mit in die Zukunft nehmen und oftmals in ihre Familien tragen."
Den Erlebnisgarten findet auch Benjamin Voigt vom FDP-Ortsverband Ost richtig gut. "Es ist wichtig, dass Kinder wissen, was eine Tomate ist, was ein Kohlrabi. Das finde ich toll. Heute ist es erfahrbare Realität, dass viele Menschen alleinerziehend sind und arbeiten müssen. Daher ist es wichtig, dass die Gesellschaft dazu beiträgt, dass sich die Kinder gut entwickeln können. Ich finde toll, dass man hier solch wichtige Bereiche wie Grundnahrungsmittel miteinbezieht."
Kinderhaus-Leiterin Stefanie Römer ist daher auch voll des Lobes für die beiden ehrenamtliche tätigen "Erlebnisgärtnerinnen", die regelmäßig an zwei Tagen in der Woche vor Ort im Kinderhaus im Park sind, um das Projekt mit den Kindern durchzuführen. "Unser Dank gilt auch den Eltern, die tatkräftig dazu beigetragen haben, das Sommerfest zu gestalten und durchzuführen. Danke, ihr seid klasse!"
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