Verstärkung für die Ökumenische Notfallseelsorge Essen

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Die Ökumenische Notfallseelsorge Essen freut sich über zwölf neue Mitarbeitende. Pressefoto: Roland Oder.
Essen: St. Altfrid |

Die Ökumenische Notfallseelsorge Essen hat Zuwachs erhalten: In einem Gottesdienst in der Kirche St. Altfrid wurden zwölf neue ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger für ihren wichtigen Dienst gesegnet.

Hilfe in einem Moment der großen seelischen Not

Die Notfallseelsorger der beiden christlichen Kirchen werden immer dann hinzugezogen, wenn Angehörige, Zeugen oder Helfer durch ein schlimmes Ereignis seelisch besonders stark belastet und erschüttert wurden – etwa bei einem plötzlichen häuslichen Todesfall, wenn ein Kind gestorben oder jemand durch Suizid aus dem Leben geschieden ist, wenn eine Todesnachricht überbracht werden muss oder auch nach schweren Unfällen und Unglücken. „Wir helfen den Hinterbliebenen oder Augenzeugen in einem Moment der großen seelischen Not und bemühen uns darum, ihnen durch unsere Gegenwart zu zeigen: Du bist nicht allein“, erklärt Pastorin Kordula Bründl, Koordinatorin der Ökumenischen Notfallseelsorge Essen.

Oft reicht es schon, eine Hand zu halten

„Wir versuchen die Betroffenen so zu stärken, dass sie erste Schritte zur Verarbeitung des Geschehenen gehen und leichter wieder ihren Lebensrhythmus finden können.“ Dazu gehöre unter anderem das Angebot, sich in einer besonderen Form von einem unerwartet Verstorbenen zu verabschieden. „Natürlich sind viele der Menschen, denen wir begegnen, nicht in einer Kirche – dennoch wird unsere Hilfe immer wieder dankbar angenommen“, hat Kordula Bründl festgestellt. „Oft reicht es schon, einfach nur da zu sein und eine Hand zu halten.“

Rund sieben Monate dauert die Ausbildung

Themen der qualifizierten Ausbildung für Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger, die rund sieben Monate dauert und 150 Stunden umfasst, sind Grundlagen der Traumapsychologie, der Umgang mit Belastungsreaktionen und die Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten; außerdem werden mehrere Einsatzpraktika absolviert. Kordula Bründl: „Auch wenn Ausbildung und Tätigkeit in der Notfallseelsorge sehr anspruchsvoll sind, erleben gerade die ehrenamtlich Tätigen ihre Arbeit als persönlich äußerst bereichernd.“

Vierzig Mitarbeitende teilen sich die Rufbereitschaft

Die Ökumenischen Notfallseelsorge Essen hat zurzeit vierzig Mitarbeitende; Pfarrerinnen und Pfarrer und Ehrenamtliche teilen sich diesen wichtigen Dienst. Wer sich für die Arbeit der Notfallseelsorge interessiert oder sich vorstellen kann, selbst als Notfallseelsorger bzw. Notfallseelsorgerin tätig zu sein, kann per Mail an die Adresse notfallseelsorge(@)evkirche-essen.net Kontakt zu Kordula Bründl aufnehmen.

Pressefotos: Roland Oder, Berufsfeuerwehr Mülheim.
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