Integration: Fußball als Vorbild

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Essen: S-Bahnhof Steele |

Der Ruhri an sich gilt ja eher als geerdet. Nur wenn's um Fußball geht, dann wird schon mal alle Zurückhaltung aufgegeben. Da hängt schließlich das Herz dran. Ein anderer Fußballverein wird zum natürlichen Feind und ein schwarz-gelber Borusse kann auch bei einem königsblauen Schalker mal rot sehen

.
Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass man sich ernsthaft an die Kehle ginge. Bei den meisten Fußballfans ist Gewalt verpönt, der verbale Schlagabtausch wird hingegen sehr ernst genommen und ist fast schon eine Kunstform.

Verbaler Schlagabtausch ist eine Kunstform

Viele suchen sich Vereine nach Erfolg aus und tragen Bayern-Schals, der traditionellere Fan ist eher Lokalpatriot und muss wie die hiesigen Rot-Weißen (wie mein Kollege) oder die benachbarten Blau-Weißen (wie ich) dafür schonmal leidensfähig sein.
Vor dem Europa-League-Spiel am Donnerstagabend traf ich an der S-Bahn-Station auf Fußballfans auf dem Weg nach Dortmund, gut gekennzeichnet durch Trikots und/oder Schals. Da standen Jungs und Mädels zusammen, Männer und Frauen aus Essen, gewandet in Schwarz-gelb und tranken Bier aus Duisburg.
Als ich das so sah, machte sich ein angenehmer Gedanke breit: Ich vermute, wir können viel mehr Integration, als wir glauben.
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3 Kommentare
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 09.04.2016 | 09:02  
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Manuela Burbach-Lips aus Dortmund-City | 09.04.2016 | 09:24  
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Jochen Menk aus Oberhausen | 09.04.2016 | 12:09  
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