Der Hillymanjaro ist in Schwerte

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Michele Ufer und Ralf Schuster

21 Ultras laufen für die Wissenschaft

Wer bei Hillymanjaro an exotische Reiseziele denkt , liegt völlig falsch. Es ist vielmehr der Name eines 12 Stundenlaufs, der in Schwerte ausgetragen wurde. Veranstalter war der bekannte Extremläufer Michele Ufer. Er arbeitet an einer Studie zum Thema Selbstführung Flow und Spitzenleistung unter extremen Bedingungen und benötigt darum die Daten der Ultraläufer. Die mussten schon im Vorfeld einige Fragen beantworten, aber auch während des Laufs wurde nach jeder 3. Runde ein Fragebogen ausgefüllt. Außerdem sollten alle Läufer einen mindestens 7 Kilogramm schweren Rucksack bei sich tragen, aus dem sie sich komplett selbst versorgen mussten. Wasser und Tee gab es alle 3 Runden und wurde zusätzlich mitgenommen. So sollte die Belastung von Extremläufen simuliert werden. Sehr anspruchsvoll und landschaftlich sehr schön war die Strecke. Bei einer Länge von circa 4,5 Kilometern mussten jeweils knapp 100 Höhenmeter überwunden werden.

Nur 21 von 40 Teilnehmern am Start.

Zum Start am Samstagmorgen um 8 Uhr war es dann mit -6 Grad bitterkalt. Vielleicht war auch das ein Grund,warum es so viele Ausfälle gab. Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann mit 20 Minuten Verspätung auf den Rundkurs. Der Boden war knüppelhart gefroren. Das machte besonders bei den steilen Bergabstücken große Probleme. Höchste Aufmerksamkeit war geboten, um Stürze zu vermeiden. Trotzdem machten viele Läufer Bekanntschaft mit dem Waldboden, meisten zum Glück ohne größere Blessuren. Am Nachmittag wechselte dann das Wetter komplett und sorgte für neue Herausforderungen. Das Thermometer war auf plus 2 Grad geklettert und der einsetzende Nieselregen hatte die Strecke in eine Matschpiste verwandelt. Stellenweise war es auf der Strecke so tief, dass man besser knapp neben dem Hauptweg lief. Aber das Wetter hatte noch mehr Überraschungen parat. Mit einsetzender Dunkelheit bildeten sich im Wald dichte Nebelbänke. Das machte die Orientierung auf der sparsam mit Flatterband markierten Strecke extrem schwierig. Trotzdem ging niemand verloren, alle Starter wurden glücklich im Ziel in Empfang genommen. Zwei der 21 Teilnehmer stiegen verletzt aus, einer musste so passen.
Für den TC Kray war Ralf Schuster mit dabei. Er wollte sich dieses ungewöhnliche Laufevent nicht entgehen lassen. Auch er hatte mit dem Wetter und der Strecke zu kämpfen und stürzte dreimal. Am Ende hatte er 15 Runden mit 68,1 Kilometern auf der Uhr und belegte einen hervorragenden 8. Gesamtrang. Damit war er sehr zufrieden. Das gemeinsame Abendessen mit allen Helfern und Läufern ließ er aber schweren Herzens ausfallen. Er wollte nur noch nach Hause ins Bett.

Veranstalterhomepage unter :
http://www.trailrunning-adventure.com/index.php?id...
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Rafael Rodriguez Baena aus Essen-Steele | 09.02.2015 | 18:54  
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