TC Kray mit 2 Startern beim 62. Gevatterseemarathon

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Märchenhafter Gevattersee.
Vor ein paar Wochen war meine Teamkollegin Wibke Harnischmacher beim Gevatterseemarathon und hat davon geschwärmt. Der Lauf findet mehrmals im Jahr statt von Jobst Palombini, Mitglied im 100 Marathonclub. Das erinnerte mich direkt an den Marathon in Süchteln ,wo Claudia Cavaleiro , ebenfalls Mitglied im Club,Veranstalterin ist. Da waren wir vor einem Jahr und ich war komplett begeistert. Darum wollte ich auch unbedingt in Bückeburg laufen. Start war dieses Mal leider am Freitag um 15 Uhr. Aber ich konnte es dann kurzfristig noch so hinbiegen,dass ich am Freitag frei hatte. Außerdem konnte ich einen der nur 24 Startplätze ergattern. 19 StarterInnen waren es insgesamt.
Meine Freude war groß ,auf nach Bückeburg ! Um 12 holte Wibke mich dann ab. Zur Verstärkung hatte sie gleich ihre ganze Familie , Ehemann Bernhard und die Zwillinge, mitgebracht. Für heute wurde ich dann adoptiert und die Fahrt konnte losgehen.
Die Anreise verlief dann ziemlich zäh. Wahrscheinlich waren schon einige Urlauber unterwegs. Aber nach etwas über 2 Stunden sind wir am Ziel. Die Parkplatzsuche geht problemlos. Es gibt hier nur wenige Häuser und ein Cafe .Es ist ruhig und beschaulich. Nur einige Läufer sind schon auf der Straße. Meist sind es Ultraläufer. Auch darum ist die Stimmung sehr entspannt. Von Hektik keine Spur. Das kenne ich schon von anderen Ultraläufen so. Dann hält plötzlich ein Auto neben uns. Es ist der Veranstalter Jobst von Palombini ,der gerade von der Streckenmarkierung zurück kommt. Nach freundlicher Begrüßung kassiert er die 5 Euro Startgeld und nennt jedem Teilnehmer die Nummer für seinen Trinkbecher.

Ungewöhnlicher Startpunkt.

Dann gehen wir zum Start , offiziell ein Gullydeckel. Ab hier führt die Strecke zur 4,2 Kilometerrunde, die dann 10 Mal gelaufen werden muss. Um kurz nach Drei geht es dann leicht verspätet los und keiner hat es gemerkt. Ich habe beschlossen ,heute mit Wibke einen schönen lockeren Marathon zu laufen. Und genau so wird’s gemacht. Die Runde führt zum Teil durch ein Naturschutzgebiet. Es geht ausschließlich über Feld- und Waldwege. Offene Abschnitte über Felder und Wiesen geht es dann auch durch den Wald. Immer wieder kommt man auch am Wasser vorbei. Neben einem Flüsschen sind auch immer kleine Weiher zu sehen. Beim Namensgeber dieser Veranstaltung,dem Gevattersee , muss man aber schon genau hinsehen. Von der Strecke aus ist er nur schwer zu sehen,obwohl man nur wenige Meter daran vorbei läuft. Zwischen Strecke und See ist es komplett zugewachsen. Das hat schon etwas mystisches. Kleine Pfade führen immer wieder direkt zum Ufer. Denn Abstecher gönne ich mir. Gut, dass ich die Kamera dabei habe. Ich habe einen phantastischen Blick über den See und mache schnell ein paar Fotos.

Als Team unterwegs

So drehen Wibke und ich gemeinsam unsere Runden. Es sind kaum Menschen zu sehen. Manchmal ist es wirklich einsam. Ab und zu trifft man Hund und Herrchen (Frauchen) . Man studiert sich gegenseitig, grüßt sich aber immer freundlich. Eine junge Frau geht mit Pferd und Pony Gassi. Das habe ich so auch noch nicht gesehen. Ansonsten gibt es Natur pur. Neben einigen Feldhasen stehen auf einer Wiese eine große Gruppe Störche. Für mich als Stadtkind ist das heute das Highlight .Viel mehr Ablenkung gibt es nicht. Das ist auch das schöne an dieser Veranstaltung. Man ist allein mit sich und der Natur.
Bis zur 6. Runde vergeht für uns die Zeit im Flug. Wir reden viel ,meist natürlich über das Laufen. Wibke ist ein wahrer Quell des Wissens. Am Ende des Laufs bin ich dann wieder etwas schlauer . Man lernt halt nie aus.
Ab Runde 7 ändert sich dann alles. Wibke wird ruhiger ,sie muss langsam kämpfen. Immer wieder kommen ihr leicht Flüche über die Lippen. Aber sie hält sich mir zu Liebe noch zurück. In Runde 8 und 9 muss sie richtig beißen, redet von aussteigen. Muss ich mir Sorgen machen? Wohl kaum. Dafür kenne ich sie schon zu gut. Ist nicht ernst gemeint . Aufgeben ist keine echte Option. Die letzte Runde wird alles mobilisiert. Wir kommen gut rum.

Glücklich im Ziel

100 Meter vor dem Ziel holen Wibke ihre Kinder an. Ein breites Lächeln geht über ihr Gesicht, die Schmerzen sind vergessen. Sie finisht dann in der angepeilten Zeit von 5 Stunden. 4:57:58 Std. stehen auf ihrer Uhr, bei mir sind es 2 Sekunden mehr. Es sind sogar noch einige Läufer da und warten vor dem Cafe auf uns.Die Glückwünsche nehmen wir gerne entgegen. Der Sieger Roman Jarved (3:49:35) die schnellste Frau Sylke Kuhn (3:55:54 Std.) sind längst zu Hause. Es ist nämlich empfindlich kühl geworden.Darum wechseln wir nur noch kurz die Laufsachen,wollen nach Hause. Jobst kommt noch zu uns,hat gleich die Urkunden mitgebracht. Es bedankt sich herzlich,dass wir dabei waren. Aber wir haben zu danken.Wer es ruhig und beschaulich mag, ist hier gut aufgehoben. Das ist die etwas längere Anfahrt allemal wert. Wir kommen sicher wieder.
Als wir schon auf dem Weg zur Autobahn sind,erreicht auch der letzte Läufer ,Werner Kater, das Ziel. Dann kehrt langsam wieder Ruhe ein am Gevattersee. Bis zum nächsten Marathon..

Veranstalterhomepage mit allen Ergebnissen:
http://www.jobstvonpalombini.de/
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