Gänsereiter werden 90 - Kurzinterview mit Wilhelm Hagmeyer, I. Vorsitzender

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Essen: Freisenbruch | Die Gänsereiter werden in diesem Jahr 90 Jahre alt - eine stolze Zahl, die bei weitem nicht alle Vereine erreichen. Haben Sie eine Idee, wie sie das geschafft haben?

Ich persönlich habe mit Abstand das Wenigste dazu beigetragen. Das ist der Verdienst meiner Vorgänger und der Mitarbeit der vielen Gänsereiterkollegen unseres Vereins, die sich stets selbstlos in den Dienst der guten Sache gestellt haben und immer noch stellen, wäre solch ein Jubiläum gar nicht möglich.
Ich sehe es deshalb als meine Aufgabe und Verpflichtung an, diesen unseren Verein genauso wie meine Vorgänger, sicher und traditionsbewusst in die nächsten Jahre zu leiten. Ich bin mir sicher, dass unsere Brauchtums-Karnevalsfeierlichkeiten für viele Freisenbrucher und Steelenser Bürger ein Ausdruck der Verbundenheit zu unserer Heimat sind. Unsere Veranstaltungen sind selbstverständlich für alle Bürger offen, die ich an dieser Stelle nochmals herzlich einladen möchte mit uns zu feiern und ich wünsche mir, dass Sie unsere Veranstaltungen in großer Zahl besuchen und sich in unserer Mitte recht wohl fühlen. Wenn dem so ist, bin ich mir sicher wir schaffen auch die 100.

Sie feiern Ihren Geburtstag in diesem Jahr mit einem großen Sommerfest und einem Programm, das sich sehen lassen kann! Wie lange hat der Verein an der Vorbereitung dieses Highlights gearbeitet und wer hat Sie dabei alles unterstützt?

Die Vorbereitungen haben etwa ein Jahr in Anspruch genommen. Unterstützt haben mich natürlich alle Gänsereiterkollegen, aber besonders möchte ich mich bei den Gänsereiterkollegen Jürgen Tries, Hans-Walter Röpke, Heinz Pototschnik und nicht zuletzt bei den Damen unseres Vereins, unseren „Gänselieseln“, allen voran Anneliese Stachowiak, bedanken.
Finanziell haben uns mehr als großzügig die BV VII, die Geno Bank und die Werbegemeinschaft Freisenbruch unterstützt. Danken müssen wir auch den Freisenbrucher Geschäftsleuten die uns durch eine Annonce in unserem Jubiläumsheft unterstützt haben.
Bedanken möchten wir uns auch bei unseren Vereinswirten vom Haus Springob, Angela und Horst Rzimski, die am 3. September. den Bierwagen besetzen werden und bei Rainer Hafke von Hafkes Schwan der den Grillstand besetzten wird.
Allerdings kann ich gar nicht alle aufzählen die uns sonst noch unterstützt haben oder am Samstag unterstützen werden, es ist sicherlich in der heutigen Zeit nicht normal, so viel Unterstützung zu erhalten, deshalb gilt all denen natürlich auch der Dank des gesamten Gänsereiter-Clubs.


Im kommenden Jahr steht im Prinzip bereits der nächste runde Geburtstag ins Haus - 2017 hat vor 90 Jahren das erste Gänsereiten stattgefunden! Planen Sie bereits das nächste Fest? Und wenn ja - können Sie jetzt bereits ein bisschen was verraten?

Wie heißt es so schön: Nach dem Fest ist vor dem Fest.
1927 hat nicht nur das erste Gänsereiten statt gefunden, sondern wir haben unseren ersten König gekrönt, es fanden die ersten Karnevalsveranstaltungen statt, der erste Karnevalsumzug wurde durchgeführt und es erschien die erste Gänsereiter Zeitung. Genug Gründe noch mal richtig feste zu Feiern. Und so geht es dann mit unseren Jubiläumsfeierlichkeiten weiter:
Karnevalssamstag, 25.Februar, findet ab 20:11 Uhr unsere große Jubiläums-Gala, mit dem Männerballett „Die Pappnasen“ aus Dortmund, einer professionellen Playback-Show und dem Stargast Franky Fox im Haus Springob statt. Karnevalssonntag, 26. Februar, beginnt um 14 Uhr unser Königsreiten und im Anschluss daran wird vermutlich (das hängt von dem Erlös aus dem Sommerfest und der Großzügigkeit etwaiger Sponsoren ab. Ein so kleiner Verein wie der unsere kann sich die sehr hohen Kosten die unter anderem durch die strengen und hohen Sicherheitsauflagen und durch die Straßenreinigung verursacht werden, alleine gar nicht mehr leisten) wieder der beliebte Karnevalsumzug durch Freisenbruch ziehen. Da das dann ein Jubiläumsumzug werden wird - der erste Umzug fand 1927 statt - arbeiten wir daran, dass er noch größer und schöner wird als der von 2015. Abends ist dann ab 20:11 Uhr unser großer Krönungsball in der Gaststätte Luttropp.
Last, but not least beerdigen wir am Dienstag, 28. Februar,mit unserem „Vereinskardinal“ Gregor Kaiser den Bacchus im Haus Springob.
Zu allen Veranstaltungen hängen wir noch Plakate aus und berichten in unserer Gänsereiter Zeitung ausführlich über unsere Aktivitäten. Man sieht also, wir sind alles andere als nur ein Karnevalsverein und das ganze Jahr über aktiv.

4. Eine Frage, die die Reporterin ganz persönlich interessiert: Muss man eigentlich reiten können, um ein echter Gänsereiter zu sein?

Nicht zwingend, aber schön wäre es doch. Alle älteren und langjährigen Mitglieder haben eine Reitausbildung, können aber z.T. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mit um die Königswürde reiten. Andere wiederum haben Reiten las Hobby und teilweise auch eigene Pferde. Wir haben beispielsweise von Mai 2015 bis jetzt neun neue Mitglieder begrüßen können, aber nur 3 können reiten oder wollen zeitnah Unterricht nehmen. Alle „Nichtreiter“ unterstützen den Verein aber auf Ihre Art und mit Ihrem Know-how. Julia Colmsee
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1 Kommentar
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 28.08.2016 | 19:04  
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