Afrikanisches Festival soll sich nachaltig in Essen etablieren

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Zeitgemäße und ökologische Produkte: Auch dafür steht Afrika.

Die moderne Seite Afrikas zeigte sich am Wochenende beim African Fiesta Festival im Westviertel. Ein großes Showprogramm, abwechslungsreiche Einkaufsstände und leckere Speisen lockten die Besucher auf das Festgelände.

„Es gibt viele afrikanische Festivals in Deutschland bei denen die traditionelle Seite des Kontinents im Vordergrund steht“, erzählt Veranstalter Marius Kamto,„Wir wollten eine Alternative schaffen und zeigen: Auch Afrika hat aktuelle Trends in Mode, Musik und Küche.“ Bereits zum dritten Mal fand das Festival statt, nach zwei Jahren mit Überdachung nun erstmals unter freiem Himmel. Nach einem Gastspiel in Darmstadt in 2017 soll sich das Festival nun in Essen etablieren. „Es wurde sehr gut angenommen und auch die Stadt hat großes Interesse signalisiert“, so Kamto. Er organisiert dieses und weitere Festivals eigenverantwortlich und nebenbei. „Hauptberuflich Festivals zu veranstalten wäre ein Traum“, lacht er. Bei African Fiesta hat er Unterstützung von seinem Mitveranstalter Eric Adou sowie einem großen Team. Dieses ist auch am Veranstaltungstag schon seit Stunden auf den Beinen und trifft noch in letzter Minute Vorbereitungen. Nach und nach erscheinen die Künstlerinnen und Künstler die das Rahmenprogramm auf der Bühne gestalten sollen. Einige liegen dabei sehr knapp im Zeitplan, doch es gibt für jede Herausforderung eine Lösung. Derweil können die Besucher bereits an kleinen Verkaufsständen bummeln. Es werden viele handgefertigte Produkte angeboten, modische Accessoires von Schuhe über Taschen bis hin zu Kinderkleidung. Auch ein Hennastand lockt mit modischen Trends, die gleich vor Ort aufgemalt werden können. Die Tattoos halten dann mehrere Wochen und verknüpfen afrikanische Traditionen mit modernen Formen. Gleich neben dem Stand lassen sich ausgefallene Kunstwerke erstehen. Alle Produkte haben eines gemeinsam: Sie sind sehr farbenfroh und transportieren ein ganz besonderes Lebensgefühl. „Wir sind sehr fröhliche Menschen“, erzähl Besucherin Nala Ndobou aus Frohnhausen. Die 15 Euro Eintritt findet sie „sportlich, aber in Ordnung“. „Im Vorverkauf habe die Tickets zehn Euro gekostet. Wir haben bisher keine Sponsoren und können das Festival sonst nicht realisieren“, so Kamto. „Ah, lecker“, schmatzt Alexander Schmitz, der mit seinen Eltern vor Ort ist und gerade ein afrikanisches Gericht probiert, „Den Namen weiß ich nicht mehr, der war schwierig.“ Kaum hat der Junge aufgegessen, rennt er zu dem aufgebauten Bungee-Karussell. „Langeweile kommt hier wohl nicht auf“, stellt Stephanie Schmitz fest und eilt ihrem Sohn hinterher.
Das Wetter tut sein Übriges zu einem erfolgreichen Festival mit Zukunft.
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