Das alte Umspann-Werk wird als „Evergreen“ zum Kunstwerk der Grünen Hauptstadt

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Zukunftsvisionen für Essen, die "Grüne Hauptstadt 2017". Quelle: innogy
 
Grüne Mobilität für die "Grüne Hauptstadt". Quelle: innogy.
Essen: Umspannwerk Rüttenscheid | Die neue RWE-Tochter setzt sich ein 1000 Quadratmeter-Denkmal in Rüttenscheid

Wenn ein „Dinosaurier aus der Kohlezeit“ sich neu erfinden will, dann ist das in bewegten Zeiten der Energiewende eine kernige Herausforderung. Rainer Hegmann von der frisch gegründeten hundertprozentigen RWE-Tochter mit dem Kunstnamen „innogy“ (aus Innovation + Energie = innogy) lud nach Rüttenscheid: Am konkreten Beispiel lässt sich manches besser erklären, zum Beispiel am lange verwucherten alten Umspannwerk Ecke Martinstraße / Alfredstraße.

Hunderttausende von Autofahrern hatten es schon vergessen, es war wie Dornröschen Jahrzehnte hinter dichtem Hecken- und Baumbestand verborgen und brummte vor sich hin. Doch Sturm Ela riss 2014 heftige Lücken in den grünen Sichtschutz und legte frei: einen schon etwas „in die Jahre gekommenen Funktionsgebäudekomplex“, um es in Ingenieur-Deutsch zu sagen. Oder: Die Zeit für eine „positive optische Veränderung“ war überreif.

Als Essens rührige Beigeordnete Simone Raskob (Chefin der entscheidenden Bereiche Straßen + Verkehr, Immobilienwirtschaft, Umweltamt, ÖPNV, Wasserwirtschaft, Grün+Gruga) den Pitch zur Grünen Hauptstadt 2017 holte, da wollte auch RWE als alteingesessenes Essener Energieunternehmen ein deutliches Zeichen setzen:

Es nutzt nun die Verschönerungs-Aktion am alten Umspannwerk für die Präsentation seiner neuen Tochter „innogy“. Die sich nur mit Strom auf den umkämpften Markt begibt, der ausschließlich aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde. Mit Strom aus Windparks zu Lande und auf hoher See oder aus Biogas-Anlagen und Solar-Thermie-Kraftwerken. Woher der Strom das weiß, wer ihn verkauft?

Motive zeigen Visionen der Grünen Hauptstadt Europas

Das alte, innen übrigens hochmoderne Umspannwerk, versorgt große Teile Essens zu allen Tages- und Nachtzeiten mit Energie. Jedenfalls, wenn´s nicht wie vor kurzem paarmal zuckt im Netz und minutenlang... den Blick nach vorn: Das Werk will mit seiner neuen künstlerischen Fassade auch thematisch interessanter Blickfang Ecke Alfred/Martin werden. Die Motive zeigen die neue Grüne Stadt, in die sich Essen auch nach 2017 nachhaltig weiter entwickeln möchte. Ein Imagefilm wird das neue Denken auf den Punkt bringen: „Was würden wir tun, wenn wir nochmal neu anfangen könnten?“.Tja.

Nach 29 Jahren bei RWE ist das für den frisch gebackenen innogy-Prokuristen (Leiter Hauptregion Rhein Ruhr) Rainer Hegmann eine große Herausforderung. Von der ja auch die Zukunft seines Mutterkonzerns abhängen könnte: „innogy steht für bunte Vielfalt, Kreativität und technische Kompetenz.“ Man merkt Hegmann und seinem neuen Team die Verantwortung und auch das Bemühen um eine neue Haltung an. Und auch den Willen, sich mit guten Argumenten glaubwürdig am Markt aufzustellen. Dazu gehört der Austausch auf Augenhöhe mit zunehmend umweltbewussten und kritischen Kunden, die auch bezahlbar sauberen Strom erwarten. Die Neuen von innogy wirken motiviert, aber auch nachdenklich und selbstkritisch.

Strom aus erneuerbaren Energien

Kunst kann bekanntlich mehr ausdrücken als Fakten. Manchmal sensibilisiert und formuliert sie Zukunfts-Visionen: „Evergreen“ heißt das neue, rund 1.000 Quadratmeter groß geplante Kunstwerk für die Grüne Hauptstadt. Umgesetzt wird alles von den Fassaden-Gestaltern bei Zinnober, die auch schon 2009 zur Kulturhauptstadt 2010 die Umspann-Anlage an der Herkules-Straße bemalt haben. Nun wirft die Grüne Hauptstadt Europas im Jahr 2017 ihre bunten Schatten voraus - bald für alle sichtbar an der Alfredstraße. (cd)
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