Einblicke in das Herz Essens

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Thomas Kufen besuchte wieder die Eröffnung der Ausstellung "Stadtarchäologie 2016 ". Foto: Stadt Essen / Elke Brochhagen
"Stadtarchäologie 2016" im Rathaus-Foyer des Rathauses

Oberbürgermeister Thomas Kufen hat die diesjährige Ausstellung "Stadtarchäologie 2016" im Foyer des Essener Rathauses eröffnet. Wer sie bisher verpasst hat, sollte sich sputen: Nur noch bis Dienstag, 21. Februar, kann man diese Einblicke ins Herz der Stadt sehen.

In seiner Eröffnungsrede würdigte er insbesondere die langjährige Arbeit des Essener Stadtarchäologen Dr. Detlef Hopp: "Lieber Herr Dr. Hopp, zunächst einmal darf ich Ihnen ganz herzlich zu ihrem 25-jährigen Jubiläum als Stadtarchäologe gratulieren. Wer wie Sie ein Vierteljahrhundert über die Geschichte unserer Stadt forscht, der ist längst auch zu einem Teil dieser Geschichte geworden. Ihre jährlichen Ausstellungen hier im Rathaus spiegeln natürlich nur einen Teil Ihrer Arbeit wider. In dieser Zeit haben Sie zahlreiche Monografien, über 300 Aufsätze und vieles mehr verfasst. Aber bei den Bürgerinnen und Bürgern sind nach wie vor die jährlichen Ausstellungen hier im Rathaus ganz vorne in der Beliebtheitsskala. Auch im vergangenen Jahr haben Sie wieder spannende Fundstücke zusammengetragen, die uns die Geschichte unserer Stadt näherbringen."
Die diesjährige Ausstellung der Stadtarchäologie präsentiert vor allem Objekte aus den Untersuchungen an der Hache-, Henrietten- und Selmastraße in der Essener Innenstadt. Dort entstehen aktuell neue Hotel- und Wohnbauten. Die Baugrube selbst, bis zu sieben Meter tief, lieferte Spuren-Reste eines mittelalterlichen Weges, aber auch spannende Befunde des 19. und 20. Jahrhunderts, die einen tiefen Einblick in die Ortsgeschichte erlauben.
Vor allem zeigte sich in der Baugrube aber, dass schon im 10. Jahrhundert die Limbecke, ein Bach, der auf der Westseite der Stadt floss, von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt wurde. Gleiches zeigte sich schon zwischen 2006 bis 2008 an der Baugrube des Einkaufszentrums Limbecker Platz, als dort Überreste von mittelalterlichen Teichen und Wegen entdeckt wurden.
Auch auf anderen Fundplätzen wurde die Stadtarchäologie im vergangenen Jahr tätig. So zum Beispiel auf dem Burgplatz, in Werden, Kettwig oder in Altendorf auf dem ehemaligen Gelände der Krupp-Gussstahlfabrik. Teil der Ausstellung sind auch steinzeitliche Funde aus Burgaltendorf, das im letzten Jahr 850-Jahr-Bestehen feierte. Ausgewählte Funde und Tafeln informieren in der Ausstellung über die Fundplätze des Jahres 2016.
Bis Dienstag, 21. Februar, kann die Ausstellung "Stadtarchäologie 2016" noch im Rathaus Essen besucht werden.
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