Emschertal-Fotografien prämiert

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Die Kursteilnehmenden konnten bei den Arbeiten hautnah dabei sein, hier zu sehen bei der fotografischen Arbeit während der Emscherumbau-Arbeiten im Schacht 50 am Nordsternpark in Gelsenkirchen. Foto: Klaus Baumers

VHS-Fotokurs erhielt Förderpreis 2017

Der Verein der Freunde und Förderer der Volkshochschule Essen e.V. vergab kürzlich zum dritten Mal den VHS-Förderpreis für besondere Weiterbildungsleistungen an der Volkshochschule Essen. Empfänger des mit 500 Euro dotierten VHS-Förderpreises 2017 waren die Mitglieder des Fotoprojekts „Leben im neuen Emschertal“, übergeben von der Vereinsvorsitzenden Prof. Dr. Anne Schlüter, Oberbürgermeister Thomas Kufen, Laudator Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, sowie VHS Essen-Leiter Michael Imberg. Die Schirmherrin des VHS-Förderpreises, Bundestagspräsidentin a.D. Prof. Dr. Rita Süssmuth, hatte sich für die Preisverleihung zwar angekündigt, musste jedoch kurzfristig absagen.

Fotoprojekt: „Leben im neuen Emschertal“

Seit vielen Jahren krempelt die Emschergenossenschaft die Flusslandschaft im Herzen des Reviers ordentlich um. Im Rahmen des Emscher-Umbaus werden aus offenen Schmutzwasserläufen wieder blaue Flüsse mit grünen Ufern. Zehn Teilnehmende eines Fotografiekurses der VHS Essen unter der Leitung von Klaus Baumers konnten die Veränderungen und Auswirkungen dieses Strukturwandels aus verschiedenen fotografischen Betrachtungsmöglichkeiten erkunden. Am Ende ist eine lebendige Ausstellung und eine Broschüre entstanden. Durch die enge Kooperation mit der Emschergenossenschaft erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu blicken und normalerweise verschlossene Orte fotografisch zu erkunden, die beispielhaft für den Emscher-Umbau sind. Die Ausstellung ist an vielen Orten außerhalb der VHS Essen gezeigt worden (z.B. in Nischni Nowgorod, Mülheim und Düsseldorf) und wird in Zukunft noch weiter auf Reisen gehen.
Es sind Bildserien und Einzelbilder entstanden, die auf die vielfältigen Aspekte des Emscherumbaus und die Auswirkungen für die im Emscherraum lebenden Menschen aufmerksam machen. Die Kursteilnehmenden sind angeleitet worden, nicht nur „Bilder“ zu produzieren, sondern sensibel auf soziale und landschaftliche Veränderungen zu reagieren und ihre eigene Sicht in Bildern auszudrücken. Der Kurs wird im laufenden Semester schon zum dritten Mal angeboten. Auch in dieser Runde wird es darum gehen, die Ausstellung zu bereichern und zusätzliche Aspekte zum Emscherumbau und den damit verbundenen Auswirkungen zu visualisieren.
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