Montag ist Tontag

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Christoph Kammer hatte die Idee zu der Veranstaltungsreihe "Montag Tontag". Foto: Wieczorek
Essen: KUNSTHAUS ESSEN |

Jeden Montag treten seit bereits sieben Jahren Musikerinnen und Musiker im Kunsthaus Essen auf. Dabei überzeugt die Location vor allem durch ihren ganz eigenen Charme.

Seit 2010 treten die verschiedensten Künstler im Kunsthaus Essen in Rellinghausen auf. Unter der Veranstaltungsreihe „Montag Tontag“ treffen sich Musikinteressierte, um auch mal was Neues kennen zu lernen. Dabei ist das unterschiedliche Angebot an Musikern eine Besonderheit. Von Jazz über Akustischen Pop bis hin zu elektronischer Experimentalmusik ist in der Reihe alles vertreten. Wem der eine Musiker nicht gefällt, der wird in der folgenden Woche erneut mit etwas ganz Anderem überrascht. Bis zu 50 Zuschauer lassen sich jeden Montag im Café des Kunsthauses auf diese Überraschungen ein. „Die Atmosphäre ist einfach was Besonderes und es ist auch immer schön bekannte Leute zu treffen“, schwärmt Regina Wiesweg, eine regelmäßige Besucherin der Konzerte.

Von einer Wette zu etwas Größerem

Die Idee zu der Reihe kam von dem Musiker Christoph Kammer, der bis heute die Organisation der montäglichen Veranstaltung ehrenamtlich übernimmt. „Ich habe gewettet, dass ich alle 52 Montage in einem Jahr ein kleines Konzert anbieten kann“, erzählt Christoph Kammer. Zunächst stand nur er auf der Bühne, doch schnell fanden sich weitere Künstler ein, die auf der kleinen Bühne ihr Programm vorstellten. Nach einem dieser Konzerte haben sich die Musiker Rainer Vollmer und Tobias Reisige ebenfalls bereit erklärt die Reihe mit zu unterstützen und zu organisieren. Dafür sind beide Musiker extra in die Siedlung in Rellinghausen gezogen. „Das Besondere der Location ist der enge Kontakt zu dem Publikum“, meint Christoph Kammer. Dieser enge Kontakt hat dabei geholfen, dass das Projekt immer weitergewachsen ist. Zudem sehen viele Musiker die Bühne als ein Experimentierfeld an. „Wir haben hierdurch die Möglichkeit unser neues Album vorzustellen und eine direkte Resonanz vom Publikum zu bekommen“, erzählt Tobias Wember Posaunenspieler der Jazz-Band Hornstrom. Zum Schluss besticht das Persönliche, was die Besucher dazu bringt Montag für Montag in das Kunsthaus zu kommen. So konnte im September das 300. Konzert gespielt werden. Für Christoph Kammer ist aus einer Wette bereits etwas Großes geworden, doch aufhören möchten er und seine Mitorganisatoren noch lange nicht.
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