Neue Funde aus dem Mittelalter

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Rekonstruierte Grapenform (Grapen = dreibeiniger Topf) mit Wachskern. Fotos: Dr. Detlef Hopp
Im Zuge der Umgestaltung der Kreuzeskirche und deren Umfeld wurden neue historische Funde ausgehoben. Abfallgruben und Schichten des 19. und 20. Jahrhunderts, aber auch ältere Fundobjekte wurden von der Stadtarchäologie entdeckt. Besonders bemerkenswert unter den Funden sind Keramikteile, die – wie schon frühere Untersuchungen - auf den alten Hof Aschebruch verweisen, der 1373 urkundlich erwähnt wurde und auf dem mehrere Jahrhunderte lang Metall verarbeitet wurde. Ein Beleg dafür ist der Name des Besitzers des Hofes im 17. Jahrhundert: Pottgießer.

Ein Randfragment einer Schale aus dem 13. Jahrhundert, das ebenfalls jüngst gefunden wurde, verweist sogar auf eine noch ältere Herkunft. Darüber hinaus wurden Fragmente von Kannen des 15. und 16. Jahrhunderts entdeckt. Diese Fundstücke lassen vermuten, dass auf dem Gelände der heutigen Kreuzeskirche noch weitere Spuren des alten "Pottgießer"-Hofes erhalten sein können.

Hintergrund


Die Kreuzeskirche ist zwischen 1894 und 1896 nach einem Entwurf von August Orth entstanden. Am 28.5.1943 wurde die aus Backsteinen bestehende Kirche bei einem Fliegerangriff schwer beschädigt und nach dem 2. Weltkrieg neu aufgebaut.
In den 1980er Jahren wurde zunächst eine Sanierung und später ein umfangreicher Umbau der Kirche entschieden, der 2014 abgeschlossen war. Auch das Umfeld der Kirche sollte in diesem Zusammenhang neu gestaltet werden. Es entstand eine neue Zufahrt auf das Gelände der Kreuzeskirche. In der Nachbarschaft zur Kirche wächst das neue Wohnquartier Kastanienhöfe.
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