Eine Perle mitten in Essen-Altendorf

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Dipl.-Pädagogin Ruth Köhler, eine wahre "Perle" für alle Mädchen im Stadtteil, zeigt stolz die Kuschelecke, in die sich die Kinder zurückziehen können.
 
Praktikantin Laura bringt tolle Ideen mit und setzt sich überall dort gerne ein, wo sie gebraucht wird.
Von Carmen Dluzewski
Das ist sie mit Sicherheit: eine bunte, auffällige und wertvolle „Perle“, direkt an der Helenenstr. 19 in Essen-Altendorf. Seit 1988 gibt es diesen kostenlosen Treffpunkt, an dem sich Mädchen in verschiedenen Altersgruppen zwischen 6 und 18 Jahren, sowie unterschiedlicher Herkunft austauschen können. Hier kann nach Herzenslust gespielt, gebastelt, getanzt, getobt, gekocht oder einfach nur erzählt werden.
Längst wissen sämtliche Schulen und sozialen Einrichtungen im Stadtteil darüber Bescheid, dass es diesen offenen Treff gibt, an dem die Mädchen unter sich sein können. Oft stellen diese dann den ersten Kontakt her und merken schnell, dass viele Mädchen selbstbewusster durch die gemeinsamen Unternehmungen in der Gruppe werden und sich positiv entwickeln.
Erfahrene Pädagoginnen begleiten die Mädchen in ihren Alltagsbelangen, Interessen, Freuden und Sorgen. Eine der mit Sicherheit größten „Perle“ ist Ruth Köhler. Die Dipl.-Pädagogin ist mit Herz und Seele dabei: „seit fast 27 Jahren leite ich den Mädchentreff PERLE nun schon und ich tue es immer noch sehr gern“ erzählt Ruth Köhler, „so spielt sich mein Leben zum großen Teil hier ab“. Es ist ihr ein besonderes Anliegen Mädchen und junge Frauen in ganz individuellen Angelegenheiten, oft auch vertraulich, über die Angebote der Offenen Tür hinaus, zu unterstützen. „So manche Generationen habe ich hier gemeinsam mit meinen zwischenzeitlichen Mitarbeiterinnen durchlebt“ so Ruth Köhler, „einigen Mitarbeiterinnen konnte ich meine Erfahrungen weitergeben, so dass sie mittlerweile eigene Mädchen-Treffpunkte aufgebaut haben“.
Gute Sachen sprechen sich im Stadtteil schnell herum. So kommen regelmäßig nahezu 30 Mädchen täglich für drei bis vier Stunden vorbei. Nach der Hausaufgabenzeit und gemeinsamen Essen können sich die Teilnehmerinnen in der völlig „jungsfreien Zone“ ausruhen und entspannen. Selbst beim Erlernen der deutschen Sprache geben die Leiterinnen gerne Hilfestellung. Ruth Köhler freut sich demnächst auf die Mitarbeit einer Kollegin, die halbtags hilft, die Mädchen zu betreuen: „Es geht manchmal ziemlich turbulent zu, denn wo verschiedene Charaktere aufeinanderprallen, gibt es schon mal „Zickenalarm“ lacht Ruth Köhler, „aber auch das ist hier kein Problem. Hier darf jede so sein, wie sie sich fühlt und mit guten Gesprächen schaffen wir es immer wieder für Harmonie zu sorgen.“ Praktikantin Laura bereichert auch zurzeit den Mädchentreff „PERLE“ mit der Organisation von tollen Partys, so gibt es in Kürze die „Superheldinnen-Party“. Im Vorfeld haben die Teilnehmerinnen Collagen erstellt, die sie selbst als Superheldinnen zeigen. Neben Musik, Knabbereien und Getränken dürfen die Mädchen im „Superheldinnen-Outfit“ erscheinen. „Das wird ein riesiger Spaß“, so Praktikantin Laura. „Sehr stolz bin ich auch, wenn unsere Mädchen sich so gut entwickeln, dass sie die gymnasiale Oberstufe besuchen“ erzählt Ruth Köhler, „dann haben wir wohl mit unserer Arbeit einiges richtig gemacht“.
Mädchen, die jetzt neugierig geworden sind und einmal vorbeikommen möchten, können das gerne tun. Wer sich nicht traut, bringt eine Freundin mit und auch Eltern, die sich über das Angebot informieren möchten, können die Leiterin des Mädchentreffs PERLE, Ruth Köhler, unter Tel.: 0201/64 02 33 erreichen. Infos zum Programm und zu den Öffnungszeiten gibt es unter www.maedchentreff-perle.de
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